Rückblick 2016

Abschiedsfest für Pfarrer Bernd Zimmermann: Dank an einen besonderen Mann

Rund 500 Gläubige waren beim großen Abschiedsfest für den Litzelstetter Pfarrer Bernd Zimmermann zu Gast. Wegbegleiter lobten sein Engagement und Wirken

An dieses große und feierliche Abschiedsfest, das ihm die Katholische Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen und Weggefährten bereitete, wird Pfarrer Bernd Zimmermann gerne zurückdenken. Mehr als 500 Menschen kamen zum anschließenden Gemeindefest, um den Pfarrer zu verabschieden. Der Anblick der Kirche St. Peter und Paul zum Festgottesdienst, in der kaum mehr ein Stehplatz zu finden war, dürfte ihn besonders gefreut haben, denn aus der Eucharistiefeier schöpft er nach eigenem Bekunden die meiste Kraft. Hände wurden geschüttelt, Geschenke überreicht und vor allem viele Worte des Dankes gesprochen.

Gezielt sei Pfarrer Bernd Zimmermann vor 27 Jahren an die „pastorale Front“ gegangen, sagte Dekan Mathias Trennert-Helwig und stellte fest: „Es war die richtige Entscheidung!“ Der Eifer für die Menschen und die Verkündigung des Evangeliums hätten sein Wirken geprägt. „Mit Leib und Seele war er für seine Pfarreien da“, schilderte der Dekan. Während andere Priester aufgrund ihrer Arbeitsbelastung oftmals gezwungen seien, Brautpaare zu bitten, ihren eigenen Pfarrer in ihre Wunschkirche mitzubringen, war das in den Bodanrückgemeinden anders. Pfarrer Bernd Zimmermann war es nie zu viel, Paare von außerhalb zu kirchlich zu trauen, zum Beispiel in St. Marien auf der Mainau. Trauungen seien sogar sein Hobby gewesen, die er mit nicht nachlassender Begeisterung vollzogen habe, verriet Trennert-Helwig.

Lob für Geduld des Pfarrers

Die Zusammenführung der drei Gemeinden zur Katholischen Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden habe Zimmermann Schritt für Schritt gemacht und dabei viel Fingerspitzengefühl und Geduld bewiesen, so der Dekan weiter. Er sei zudem treuer Dekanatskonferenzbesucher gewesen und habe die Verbundenheit mit dem Presbyterium (Priesterkollegium) gelebt. Zudem sei Zimmermann im Dekanat für Ehe- und Familienseelsorge zuständig gewesen. Im Hinblick auf Pfarrer Armin Nagel, der am 1. September, seinen Dienst in den Bodanrückgemeinden antrete, sagte Mathias Trennert-Helwig: „Es ist schwierig, die Nachfolge ¬eines erfolgreichen Pfarrers anzutreten.“

Pfarrer Bernd Zimmermann habe die Ökumene gelebt und in seiner Zeit „mit drei evangelischen Kollegen zusammengearbeitet“, stellte Christine Wengert, Kirchengemeinderatsvorsitzende der evangelischen Kirche Litzelstetten, fest. Sie gratulierte ihm, dass er nicht in den Ruhe-, sondern Unruhestand mit einem bereits gut gefüllten Terminkalender gehe. Sie wünschte ihm einen gesegneten Abschied und einen ebensolchen Neubeginn, und „dass Sie das, was Sie sind, weiterleben können“.

„Ihre Spuren bleiben sicht- und hörbar“, formulierte der Litzelstetter Ortsvorsteher Heribert Baumann im Namen seiner Kollegen Heinrich Fuchs (Dingelsdorf) und Roger Tscheulin (Dettingen-Wallhausen). Damit spielte er auf die Orgeln in den Pfarreien an, die „auch kulturelle Akzente über den kirchlichen Bereich hinaus setzen“ und den Bau oder die Erweiterung der Kindergärten. „Für diese wichtigen Einrichtungen im Sozialgefüge sind die politischen Gemeinden dankbar“, so Baumann, der auf eine „loyale Zusammenarbeit mit gelegentlichen Dissonanzen“ zurückblickte.

Zudem würdigte Heribert Baumann die seelsorgerischen Aufgaben des Pfarrers, der quasi „einen Psychologen ersetzte“. Er wünschte dem scheidenden Pfarrer „einen erfüllten und ausgefüllten Ruhestand, der Zeit lässt für die Steckenpferde, die Sie bisher nicht reiten konnten“. Heribert Baumann sagte zum Schluss noch ganz persönlich zu Pfarrer Zimmermann: „Was wir gemeinsam haben: Wir nehmen nun beide Abschied. Sie als Metropolit, ich nur als Ortsvorsteher.“
Bernd Zimmermann war von den emotionalen Abschiedsreden bei dem Festakt sehr gerührt.

Zur Person

Pfarrer Bernd Zimmermann wurden 1989 die Pfarreien St. Peter und Paul in Litzelstetten mit Mainau sowie St. Georg in Allmannsdorf übertragen. 1999 baute er die neue Seelsorgeeinheit Bodanrück mit Litzelstetten, Dingelsdorf und Dettingen auf. Zum 1. September diesen Jahres geht der 75-Jährige in den Ruhestand. Er kehrt in seine Heimatgemeinde Stühlingen zurück. Seine Nachfolge in der Katholischen Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden tritt Pfarrer Armin Nagel an.

(Bericht im Südkurier vom 04.07.2016)

Ein Fest der Begegnung zur Einführung von Pfarrer Armin Nagel

Investitur von Pfarrer Nagel am Patrozinium St. Verena in Dettingen als neuem Leiter der Katholischen Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden
Investitur Pfarrer NagelEinen gelungenen Start hatte Pfarrer Armin Nagel als neuer Leiter der Katholischen Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden. Am 01. September hat der 43-jährige Pfarrer seinen Dienst in den Pfarreien St. Verena Dettingen-Wallhausen, St. Nikolaus Dingelsdorf-Oberdorf und St. Peter und Paul Litzelstetten-Mainau aufgenommen. Schon im ersten Gottesdienst wurde deutlich, dass Pfarrer Nagel mit den Gemeindemitgliedern in Kontakt kommen will. So verabschiedete er die Gläubigen mit Handschlag nach dem Gottesdienst.

Weiterlesen...

Gemeindefest als Dank für Pfarrer Zimmermann

Pfarrer Bernd Zimmermann als Leiter der Katholischen Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden wurde offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Mit einem großen Gemeindefest hat sich am 3. Juli die katholische Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden von Ihrem langjährigen Seelsorger Pfarrer Bernd Zimmermann verabschiedet. Nach einem eindrucksvollen und festlichen Gottesdienst in der voll besetzten Litzelstetter Pfarrkirche St. Peter und Paul, bei dem die Kirchenchöre St. Verena aus Dettingen und St. Peter und Paul die Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung brachten, dankte die Pfarrgemeinderatssitzende Regina Münch Herrn Pfarrer Zimmermann für die 27 Jahre unermüdlichen Einsatz. Mit den Worten von Meister Eckhart „Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen“, wünschte sie stellvertretend für alle Gemeindemitglieder, dass es Pfarrer Zimmermann in seinem neuen Lebensabschnitt in allen Dingen gut ergehe und er entbunden von Verantwortungen und Pflichten, sich ganz seinen persönlichen Neigungen widmen kann.

Weiterlesen...

Ministrantenaufnahme in Dingelsdorf am 26. Juni 2016

Ministrantenaufnahme Dingelsdorf 2016Im Chorbogen waren zwei Seile gespannt, an denen 48 große Musiknoten hingen – auf jeder ein Foto einer Ministrantin bzw. eines Ministranten der Gemeinde St. Nikolaus.

Und getreu dem Motto „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“ wurde der Gottesdienst musikalisch von den Minis gestaltet. Sie hatten eigens einen Chor (Leitung: Petra Hertkorn) und eine Band (Leitung: Philipp Renz) gebildet und brachten sich so mit ihren Talenten in die Feier ein. Matthias Ehret unterstützte sie am E-Piano.

In seiner Ansprache betonte Pfarrer Florian, wie wichtig jeder einzelne Ministrant, jeder einzelne Christ ist: „Jeder von uns ist ein Ton in Gottes Melodie und trägt mit seinen Fähigkeiten dazu bei, dass diese Melodie in unserer Gemeinde erklingt.“ Am Symbol der Stimmgabel machte er deutlich, dass der „Grundton“ der christlichen Gemeinde die Liebe ist, die Jesus Christus verkündet und gelebt hat und die er uns als Auftrag gegeben hat.

Weiterlesen...