Rückblick 2015

Zeltlager der Ministranten in Kunenberg bei Haslach an der Rot

Unser Motto: Zeltlatzteken – Lagern wie die Hochkultur

Unter diesem Motto machten sich dieses Jahr die Ministranten und Jugendlichen der Katholischen Jugend Litzelstetten vom 01. bis 08. August auf den Weg in die vergangenen Zeiten der Azteken. Es gab viel zu entdecken, und so begann der erste Tag zunächst rückwärts mit dem abendlichen Lagerfeuer, um dann am Abend mit dem Frühstück und dem „Schlafkönigspiel“ zu enden. Dazu wurden die Regeln erklärt mit einer klaren Ansage, die in den Köpfen hängen blieb: „… und wer sich nicht daran hält, der wird geopfert“ was plastisch dadurch vor Augen geführt wurde, dass das Plakat mit der Regel zerrissen und im brennenden Lagerfeuer geopfert wurde, anschaulich vorgetragen von den Lagerleitern Jan und Alina. Das hat dann auch durch das ganze Lager gut geholfen, womit die 58 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter von 9 bis 15 Jahren eine unbeschwerte und sehr abwechslungsreiche Zeit miteinander verbringen konnten.

Am Sonntag stand zunächst die Wanderung vom Zeltplatz nach Haslach in die Dorfkirche an, wo alle beim Patrozinium der Ortskirche viel vom Wert des Brotes erfahren haben. Die Dorf-ralley folgte und zurück auf dem Lagerplatz hatten alle die Gelegenheit, sich im Hasslacher Weiher zu erfrischen, der sich wie ein großes Omega „Ω“ um unseren Zeltplatz erstreckte. Das war ein Segen, denn wir sahen während des gesamten Lagers nicht einen Regentropfen und da war das Wasser zum Baden immer höchst willkommen. Das Lagerfeuer am Abend mit Lagerfeuerliedern und dem Schlachtruf „Fahrradsattel,…“ beendete jeden Tag und die Nachtwache begann. Eine ungewohnte, aber wichtige Aufgabe, um Überfäller rechtzeitig zu entdecken und am Klauen der Lagerfahne zu hindern, was auch gelungen ist. Es folgten Thementage zu „Kunstvolles Handwerk“, „Die Huldigung der Amimitl“, „Christliches Ritual“ mit Pfarrer Zimmermann und Thomas Langkau zum Feldgottesdienst und dem traditionellen sehr willkommenen Eis für alle, das „Aztekische Ritual“ mit selbstgebastelten Masken, Tänzen und Geschichten. Der „Do it yourself Azteken Tag“ war eine Überraschung, denn die Leiter waren alle verschwunden und es galt, ungewohnte Aufgaben zu lösen, was nach einiger Verwirrung auch gelang und wohl noch lange in der Erinnerung der Teilnehmer bleiben wird. Der Sporttag musste aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen in den Schatten und ins Wasser verlegt werden: so einen Sommer haben viele noch nie erlebt. Perfekt für ein Zeltlager am Haslacher Weiher.

Zurück in Litzelstetten war der Abschluss des Zeltlagers der Dankgottesdienst am Sonntag in St. Peter und Paul, bei dem die Gemeinschaft der Lagerteilnehmer, Küche und Leiter noch einmal für alle zu spüren war: das Zeltlager war ein einmaliges Erlebnis. Ermöglicht wurde dies vor allem durch die Küche: Regina Münch, Ute Schneider, Gaby Würth, Beate Bemetz, Tilo Burgbacher und die Leiter: Anke Benz, Anna-Lena Moosmann, Anna-Lena Riehle, Annika Moosmann, Daniela Feil, Katharina Köhler, Katja Schildmeyer, Lara Köhler, Lena Pfeiffer, Cedric Kluthe, Christian Wind, Christoph Schächtle, Fabian Längle, Jan Schneider, Janni Ide, Jonathan Armbruster, Silas Schölch Tom Pfeiffer, Yannic Kluthe unter der Leitung von Alina Armbruster, Jan Köhler und Karl-Heinz Armbruster.

Zufluchtsort für Flüchtlinge

„Wir wollen den Flüchtlingen in Deutschland einen Zufluchtsort geben. Es sind alles Menschen, die uns wirklich brauchen“, stellte Pfarrer Bernd Zimmermann fest. In Anbetracht der neuesten Nachricht, dass etwa 300 Flüchtlinge in Dettingen in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht werden, wies er auf den dringenden Handlungsbedarf hin. Gemeinsam mit der Caritas habe er, der für die katholische Kirchengemeinde Konstanzer Bodanrückgemeinden und damit auch für Dettingen zuständig ist, bereits Überlegungen angestellt. „Wir wollen unsere Gemeindehäuser öffnen, auch wenn wir auf manches verzichten müssen“, sagte Pfarrer Zimmermann. Die Räume könnten beispielsweise Sprachkursen, ärztlicher Betreuung und einem Zusammenkommen mit der Bevölkerung dienen.

(Aus dem Bericht des Südkuriers (27.10.2015) über den Begegnungsabend in Litzelstetten mit Flüchtlingen von Aurelia Scherrer)