Konzertreihe in St. Verena startet glanzvoll

Der Auftakt der Konzertreihe „Dettinger Te Deum“ zog viele Besucher an. Die einheimischen Künstler Claudia von Tilzer (Sopran) und Alexander Bürkle (Orgel und Spinett) gestalteten das Programm des ersten Konzerts.

Konzertreihe St. Verena
 
Es war für Dettingen und seine fast neue Orgel in der St. Verena-Kirche eine Steilvorlage, dass Georg Friedrich Händel vor 270 Jahren ein „Dettinger Te Deum“ komponiert hatte. Auch wenn damit ein anderes der insgesamt neun deutschen Dettingens gemeint war. So zugkräftig war der Titel der neuen Konzertreihe jedenfalls gewählt, dass sich die Kirche zum nachmittäglichen Eröffnungskonzert beachtlich füllte. Dazu trug auch bei, dass das Orgel-Kammerkonzert von den beiden einheimischen Künstlern Claudia von Tilzer (Sopran) und Alexander Bürkle (Orgel) gestaltet wurde.

„Te Deum laudamus“ interpretierte Pfarrer Zimmermann eingangs als Lob und Dank für die neue Metzler-Orgel, die nun schon ein ganzes Jahr auf der in ihrer Raumhöhe sehr beschränkten Empore ihren Dienst tut. Sie konzertant zu hören, war einer der schönen Eindrücke, die man aus diesem Konzert mitnehmen konnte. Mit 14 Registern auf zwei Manualen und Pedal ist sie wörtlich ein „Kleinod“ und für Barockmusik besonders geeignet, setzt aber mit unaufdringlicher Mixtur (scharf-helle Stimme), Terz- und Quintklängen Klangpointen von großem Reiz. Das Trompetenregister ermöglicht zusätzlich fülligen Bass- und Bläserklang: Johann Sebastian Bachs große „Dorische Toccata“ und seine g-Moll-Fuge erreichten da im klug differenzierten Legato- und Staccatospiel des Organisten erstaunlich voluminösen Tuttiklang.

Unter dem Titel „Dettinger Te Deum“ gibt es zwei Mal im Jahr den Klang der Metzler-Orgel in der Kirche St. Verena außerhalb von Gottesdiensten zu hören. Der Auftakt der Reihe fand anlässlich des Patroziniums statt. Das nächste Konzert ist am Pfingstsonntag, 23. Mai 2015. Das Programm wird Stephanie Mertens, Kantorin und Organistin in der Kreuzlinger Kirche Sankt Stefan, gestalten. Beim dritten Konzert im Oktober 2015 wird Kirchenmusiker Matthias Wand aus Köln zu Gast sein. Der Name der Reihe lehnt sich an das „Dettinger Te Deum“ von Georg Friedrich Händel an, das er nach dem Sieg der Engländer über die Franzosen am 27. Juni 1743 bei Dettingen am Main komponiert hat. (Südkurier: 15.09.2014, löf/nea gekürzt)

In St. Peter und Paul findet das traditionelle Orgelkonzert am Vorabend des dortigen Patroziniums am 27. Juni 2015 um 19.00 Uhr statt. Solistin Andrea Heizmann, an der Orgel Winfried Messmer.