Die Sternsinger

Bis Dreikönig sind die Sternsinger in Städten und Dörfern unterwegs und sammeln Geld für Gleichaltrige, denen es nicht so gut geht. Die Sternsinger waren auch in Litzelstetten, Dingelsdorf und Dettingen unterwegs.

Sternsinger 2014
Foto: SK Malow

Der Südkurier hat in Dettingen eine Gruppe begleitet. Er berichtet davon (SK 02.01.2014): Die Kinder beginnen  im Chor: „Wir grüßen Euch in diesem Haus, und wünschen Glück und Segen“.  Sie bringen mit dem Kreidezeichen 20*C+M+B*14 an den Türen den Segen Christi zu den Menschen. Ihr Spenden-Kässchen haben sie  dabei. In diesem Jahr geht ein Großteil der Spenden an Flüchtlingskinder in Malawi. Wenn die Sternsinger auch noch Süßigkeiten zugesteckt bekommen, freuen sie sich natürlich. Mirjam und Lilli zählen bereits zu den „alten Sternsinger-Hasen“. Mit ihren zwölf Jahren ist Mirjam schon das vierte Mal dabei und für die zehnjährige Lilli ist es immerhin schon das dritte Jahr in königlichem Gewand. Neulinge sind dagegen die neunjährigen Zwillinge Nick und Ben, die das Quartett in Dettingen komplett machten. Gemeinsam klingelten sie als Caspar, Melchior, Balthasar und Sternträger an zahlreichen Haustüren und erfreuten die Menschen mit ihrem Auftritt. „Zu uns kommen die Sternsinger jedes Jahr. Wir finden den Brauch einfach schön“, erklärt Familie Schneider. „Für mich gehört das dazu und es ist mir wichtig, dass der Segen auf dem Haus liegt“, meint auch Monika Bumb. „Außerdem ist es für einen guten Zweck“, fügt sie hinzu. Als die Kinder ihren Text vortragen, flüstert sie leise die Worte mit. Wie sie später erklärt, war ihre Enkelin viele Jahre Sternsingerin. „Da kennt man die Texte.“
In diesem Jahr klingelten die Sternsinger in Dettingen und Wallhausen nicht wie sonst an jeder Haustüre, sondern kamen nur auf Wunsch. Diese Neuerung war laut Gemeindereferent Thomas Langkau unumgänglich, da die Gruppe der Sternsinger mit 13 Kindern recht dünn besetzt ist. „Alle Haushalte zu besuchen, wäre dieses Jahr schlicht unmöglich gewesen“, so Langkau. Er ist seit 13 Jahren Gemeindereferent in St. Verena und als solcher auch für die Koordination der Sternsinger verantwortlich. In den letzten zwei Wochen gingen bei ihm rund einhundert Anmeldungen von Menschen ein, die sich einen Besuch der Sternsinger wünschen. „Ein paar Extrabesuche machen wir aber auch“, erklärt Mirjam. „Bei Leuten, die wir kennen und von denen wir wissen, dass sie sich freuen, wenn wir kommen.“ Auch als die Vier auf der Straße von einer Dame angesprochen und gebeten werden, spontan bei ihr vorbei zu kommen, machen sie gerne eine Ausnahme.
In der Vergangenheit haben Lilli und Mirjam als Sternsinger auch unerfreuliche Situationen erlebt. „Letztes Jahr haben wir bei Leuten geklingelt und als wir hoch an die Wohnungstüre kamen, hieß es nur: Was soll das denn! Und die Türe wurde wieder zugeknallt.“ Die einzigen Zwischenfälle am vergangenen Sonntag waren eher komischer Natur. Einmal ging dem Weihrauch die Puste aus, ein andermal brauchte es eine Leiter, um die Segensformel an die Türe zu schreiben. An einer Haustüre im Neubaugebiet Schmidtenbühl öffnete ein kleines Mädchen, drückte den Sternsingern Geld und Süßes in die Hand und verschwand bevor irgendjemand etwas sagen konnte. Das einzige, was man durch die verschlossene Türe noch hörte, war ein schüchternes „Tschühüß“

In Litzelstetten wird seit Jahren die Sternsinger-Aktion von den Oberministranten mit den Ministranten durchgeführt unter Anleitung von Pfarrer Zimmermann.
In Dingelsdorf hatte die Organisation der Sternsinger viele Jahre Frau Steen. Jetzt wird sie unter Anleitung von Frau Hertkorn-Betz durchgeführt.