Minilager 2014

"In einem Lager vor unserer Zeit". So war das Motto unseres Zeltlagers 2014, das wir bereits seit November 2013 erarbeitet hatten und es ließ viel Raum für die Ausgestaltung. So brachen wir in die Zeit der Hobbits und Elfen auf. Das war ziemlich am Rand der Zivilisation in Rotenzimmern bei Rottweil, auf dem Käpfle beim Schafstall. Dieses Jahr haben wir auf die Wallfahrer nach Rom Rücksicht genommen und sind vom üblichen Termin am Anfang der Sommerferien abgewichen und haben uns erst in der 3. Ferienwoche auf den Weg gemacht. Trotz des eher ungeschickten Termins waren 48 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, 20 Leiter und Leiterinnen und 4 Küchenelfen dieses Jahr mit dabei, und wir haben die Natur und eine tolle Lagergemeinschaft erleben können. Was kann man sich unter "einem Lager vor unserer Zeit" vorstellen? Es ist ein Leben in der Natur, in Zelten, ohne elektrischen Strom und unter Gleichgesinnten.

Die Natur hat uns erst einmal sehr viel Wasser von oben beschert, und so war der Platz bereits vor dem Eintreffen der Teilnehmer gut aufgeweicht und matschig, weshalb auch alle die Gummistiefel bereithalten sollten und vor dem Betreten des Platzes angezogen haben. Danach hat es das Wetter besser mit uns gemeint und war eher wechselhaft und zunehmend trockener mit vielen sonnigen Momenten. Aber ein paar Gräben um die Zelte waren trotzdem erforderlich und auch Stroh hat an den belastetsten Stellen für etwas Entlastung gesorgt.

Minilager St. Peter und Paul 2014

Eine Woche ohne Strom, das bedeutet eine Woche ohne Handy, keine Musik aus der Dose und kein Fernseher. Eigentlich unvorstellbar und ungewohnt. Aber zum Reden waren ja genügend Menschen da, da braucht es kein Handy, die Musik haben wir selber gemacht - vor allem abends am Lagerfeuer - und für gute Unterhaltung hat das tolle Programm gesorgt, das die Leiter in vielen Treffen davor wieder klasse vorbereitet hatten. So galt es "Wesen kennenzulernen", wozu auch die anderen Teilnehmer gehörten. Beim "Aufbruch/ Reisevorbereitung" am Sonntag wanderten wir in den Nachbarort nach Böhringen zum Gemeindegottesdienst, der extra wegen uns später gelegt worden war - vielen Dank an den Ortspfarrer Schlenker. Am Montag dann "Vom Gesinde zum Gesellen", wo handwerkliches Geschick gefragt war und der Bogenmacher für Schleudern, der Bäcker für Brot und der Bader für Duftöle gesorgt und jeden zum Gesellen gemacht hat. "Ausgeraubt im Dunkelwald" hieß es am Dienstag und, in unbekanntem Gelände ausgesetzt, konnten sich alle schön verlaufen, um am Ende beim Schömberger Badesee Erfrischung zu genießen. Das letzte Stück wurde stehend auf einem Getreide-Anhänger zurückgelegt zur Freude aller, denn der Weg war weit. "Rette Deinen Buddy" war die Aufgabe am Mittwoch mit einem ausgefeilten "Riesen-Monopoli", an dem uns auch traditionell unser Pfarrer Zimmermann mit unserem Gemeindereferenten Thomas Langkau besuchte und einen schönen Feldgottesdienst mit uns feierte.

Beim "Survivaltag im Wald" am Donnerstag haben sich alle noch einmal ganz der Natur mit seinen Überraschungen und Schönheiten gewidmet. Und dann war auch schon wieder der letzte Tag gekommen, der mit der "Rückkehr des Königs" seinen Höhepunkt bekam und mit einem Sketchabend und extragroßem Lagerfeuer dann endete. Dabei wurden wir an einer großen Tafel auch wieder von unseren Küchenelfen verwöhnt, die, wie schon die ganze Woche über, ein tolles Essen hingezaubert haben und dafür bekommen sie "zum letzten Mal ein Drullala, Drullala, Drullala!" Zum Abbautag kann man nur sagen: ins Wasser gefallen und "oh je, wie bekommen wir das alles denn wieder nach Hause, geputzt und getrocknet". Aber am Ende hat alles geklappt. Die Teilnehmer traten müde im Bus den Heimweg an und freuten sich dann auf die warme Badewanne, das weiche Bett und die Errungenschaften unserer Zivilisation.

Nach dem Lager ist vor dem Lager und so freuen sich auch alle wieder auf ein Zeltlager 2015, das wieder in der ersten Ferienwoche stattfinden und uns nach Kunenberg bei Rot an der Rot bringen wird, dann mit dem Motto "Zeltlazteken – lagern wie die Hochkultur".

Vorbereitet und durchgeführt haben das Lager:
die Leiter: Kathi, Lara, Yannic, Anni, Anke, JanS, Lena, Cedric, JanK, Alina, Dani, Janni, Tom, Anna, Jonathan, Christoph, Meli, Fabi und Chris;
die Küchenelfen: Regina, Ute, Beate und Tilo;
die Lagerleitung: Katja und Karl-Heinz