Rückblick 2014

Kapelle St. Leonhard und Reiterprozession in Dettingen-Wallhausen

Der Heilige Leonhard ist ein vielfältiger Schutzheiliger: Ursprünglich Patron der Gefangenen und der Kranken, wird er auch zum Schutz des Viehs – insbesondere der Pferde – sowie der Fuhrleute und Reiter angerufen. Am 6. November ist sein Gedenktag. Am Sonntag darauf hat Dettingen-Wallhausen den Schutzpatron, dem eine Kapelle geweiht ist, in besonderer Weise in einer festlichen Eucharistie und Reiterprozession gefeiert. Leonhard, um 500 n. Chr. geboren, war zunächst Einsiedler und dann Abt des Klosters Noblac bei Limoges/Frankreich. Nach seinem Tod im Jahr 570 n. Chr. wurde er wegen seines heiligmäßigen Lebens bald zu einem Volksheiligen und im Gebet angerufen als Helfer der Armen, Kranken und Gefangenen. Er wurde auch zum Patron des Viehs, der Pferde, Reiter und Fuhrleute.

Leonhardkapelle Wallhausen

In Wallhausen, das zum Ortsteil Konstanz-Dettingen gehört, befindet sich am Ende des Leonhardsweges eine Kapelle, die dem heiligen Leonhard geweiht ist. Sie wurde von dem Mainauer Komtur Franz von Schonau 1714 gestiftet und mit den Mainauer Farben erbaut. Fuhrleute holten mit ihren Pferden dort den Segen, bevor sie über den Bodanrück den Weg zur Höri fortsetzten.

Die Kapelle wurde mit den Jahren sehr baufällig und war mehr und mehr in einem verfallenen Zustand. So ergriffen in den 80-er Jahren die Wallhauser Bewohner Dr. Raphael Leonhardt, Manfred Griesmeier und Dieter Krischker mit Pfarrer Helmut Linse die Initiative zur Sanierung und Renovation dieses kleinen Gotteshauses. Insgesamt 25 Leute halfen kostenlos mit zum Wiederaufbau. Ohne diese Eigenleistung wäre die Renovation nicht möglich gewesen. Die ganze Kapelle musste erneuert werden: Trockenlegung, neues Fundament, Mauerwerk, Fenster, Glockenstuhl, selbst die kleine Glocke mit den hl. Leonhard und den Attributen Fesseln und Stab wurde saniert und mit elektrischem Geläute versehen. So konnte das Glöckchen dann wieder einladen zum Angelusgebet, zur Segnung der Pferde und zu Gottesdiensten, die erst von da an wieder möglich waren. Die Figuren der heiligen Theresia von Avila sowie des heiligen Antonius von Padua, die gestohlen, wieder aufgefunden und von Peter Leber, Wollmatingen, restauriert wurden, und eine Muttergottesstatue mit einem Podest aus alter Zeit sind an den Seitenwänden angebracht worden.

Neu ist für den Besucher die Gestalt des Guten Hirten mit den Schafen. Es ist eine Holzschnitzerei, aus einem alten Grabmal angefertigt. Ein Sakramentshäuschen wurde in der Nähe des Altars an der Ostseite eingefügt. Der Altar aus Stein wurde von der Rückwand genommen und von Bildhauer Blessing neu geformt. Aus Anlass der Renovierung der Kapelle kamen zwei Holzfiguren hinzu, geschaffen von einem Holzschnitzer, der am gegenüberliegenden Ufer des Bodensees seine Werkstatt hatte, dessen Name aber nicht mehr ermittelt werden konnte: Es sind eine Mutter Gottes mit Kind sowie der Patronatsheilige St. Leonhard mit Fesseln und Pferdekopf, um die Bedeutung der Pferdesegnung hervorzuheben. Neu sind auch das Gitter am Sakramentshäuschen und die kunstvoll geschmiedete Eingangstür aus der Kunstwerkstätte Wolfgang Knöpfel aus Küssaburg-Reckingen.Seit 1982 gibt es durch Initiative von Dr. Raphael Leonhardt wieder den Leonardiritt, der alle zwei Jahre von der Pfarrkirche St. Verena/Dettingen an der Leonhardskapelle Wallhausen vorbei zum Ziegelhof führt mit dortigem Abschluss der Reiter- und Pferdesegnung.

Aufgrund einer Ansteckungsgefahr durch einen Infekt der Pferde musste kurzfristig die Pferdeprozession und Reitersegnung im Jahr 2014 ausfallen.

Jeden Freitag um 18.30 Uhr ist in der Leonhardskapelle eine Eucharistiefeier. Am 1. Freitag im Monat ist dort die Feier des Herz-Jesu-Freitags mit sakramentalem Segen.

Leonhardstatue

Nicole Braunbarth vom Ziegelhof, Pfarrer Zimmermann, Bruno Okle mit St. Leonhard, (holzgeschnitzt) Manfred Griesmeier vor der Leonhardskapelle. Bild: N. Schutzbach.

Katholische Jugend St. Verena 2014

Auch in diesem Jahr fuhr die KjG St.Verena vom 17.08-24.8.2014 mit ca. 45 Kindern auf das Sommerlager in Lenzkirch-Kappel. Wie immer stand die ganze Woche unter einem Motto: Im Keller unserer Hütte fanden wir einen eingefrorenen Exen-Menschen, der uns, nachdem wir ihr aufgetaut hatten von seinem Volk und ihrer Zeitrechnung erzählte. Es stellte sich heraus, dass wir Menschen keinerlei Kenntnis davon hatten. Er wollte sein Wissen mit uns teilen und ließ uns jeden Tag eine andere verlorene Epoche durch seine Erinnerungen durchleben. So trafen wir auf die ersten Siedler und mussten bei ihnen Fertigkeiten erlernen und an einen Turnier teilnehmen und als Magier, Schützen, Schurken etc. unser Erlerntes unter Beweis stellen. Ein anderes mal musste einer Familie geholfen werden zur Ruhe zu kommen und ihr Fluch gebrochen werden. Dracula wurde überlistet und besiegt und die Familie fand ihren Frieden. Am zweigeteilten Hof der Exen und der Menschen halfen die Kinder die Entführung der Exenprinzessin aufzuklären und den Bösewicht überwältigen.

KJG-Lager 2014

Zum Schluss zeigte uns der Exen-Mensch wie seine hochentwickelte, in Gilden unterteilte Zivilisation, ihr Ende fand und wir mussten beim Kampf um die Macht mitmachen. Wir konnten mit eigenen Augen ansehen, wie die Uneinigkeit den Untergang einläutete und mussten unseren Freud versprechen, diesen Fehler selbst nicht zu wiederholen.

Nachdem wir das verlorene Wissen für die Menschheit wiedererlangt hatten, feierten wir ein großes Fest und ließen so die ereignisreiche Woche ausklingen.

Auch sonst fanden unter dem Jahr wieder ein paar Aktionen der KjG statt wie zum Beispiel die Ostermedi, Lager warm up etc. Wie nun schon seit 20 Jahren gab es auch einen Offenen Treff. Zu dem wir interessierte Jugendliche ab 13 Jahren, auch in Zukunft, jeden Mittwoch ab 18-20 Uhr einladen möchten.

Auch 2014 können wir dankbar zurückblicken, auf viel Unterstützung und Zuspruch aus dem Dorf und eine tolle Zeit mit den Kindern und Jugendlichen aus Dettingen.

KjG St.Verena

Konzertreihe in St. Verena startet glanzvoll

Der Auftakt der Konzertreihe „Dettinger Te Deum“ zog viele Besucher an. Die einheimischen Künstler Claudia von Tilzer (Sopran) und Alexander Bürkle (Orgel und Spinett) gestalteten das Programm des ersten Konzerts.

Konzertreihe St. Verena
 
Es war für Dettingen und seine fast neue Orgel in der St. Verena-Kirche eine Steilvorlage, dass Georg Friedrich Händel vor 270 Jahren ein „Dettinger Te Deum“ komponiert hatte. Auch wenn damit ein anderes der insgesamt neun deutschen Dettingens gemeint war. So zugkräftig war der Titel der neuen Konzertreihe jedenfalls gewählt, dass sich die Kirche zum nachmittäglichen Eröffnungskonzert beachtlich füllte. Dazu trug auch bei, dass das Orgel-Kammerkonzert von den beiden einheimischen Künstlern Claudia von Tilzer (Sopran) und Alexander Bürkle (Orgel) gestaltet wurde.

„Te Deum laudamus“ interpretierte Pfarrer Zimmermann eingangs als Lob und Dank für die neue Metzler-Orgel, die nun schon ein ganzes Jahr auf der in ihrer Raumhöhe sehr beschränkten Empore ihren Dienst tut. Sie konzertant zu hören, war einer der schönen Eindrücke, die man aus diesem Konzert mitnehmen konnte. Mit 14 Registern auf zwei Manualen und Pedal ist sie wörtlich ein „Kleinod“ und für Barockmusik besonders geeignet, setzt aber mit unaufdringlicher Mixtur (scharf-helle Stimme), Terz- und Quintklängen Klangpointen von großem Reiz. Das Trompetenregister ermöglicht zusätzlich fülligen Bass- und Bläserklang: Johann Sebastian Bachs große „Dorische Toccata“ und seine g-Moll-Fuge erreichten da im klug differenzierten Legato- und Staccatospiel des Organisten erstaunlich voluminösen Tuttiklang.

Unter dem Titel „Dettinger Te Deum“ gibt es zwei Mal im Jahr den Klang der Metzler-Orgel in der Kirche St. Verena außerhalb von Gottesdiensten zu hören. Der Auftakt der Reihe fand anlässlich des Patroziniums statt. Das nächste Konzert ist am Pfingstsonntag, 23. Mai 2015. Das Programm wird Stephanie Mertens, Kantorin und Organistin in der Kreuzlinger Kirche Sankt Stefan, gestalten. Beim dritten Konzert im Oktober 2015 wird Kirchenmusiker Matthias Wand aus Köln zu Gast sein. Der Name der Reihe lehnt sich an das „Dettinger Te Deum“ von Georg Friedrich Händel an, das er nach dem Sieg der Engländer über die Franzosen am 27. Juni 1743 bei Dettingen am Main komponiert hat. (Südkurier: 15.09.2014, löf/nea gekürzt)

In St. Peter und Paul findet das traditionelle Orgelkonzert am Vorabend des dortigen Patroziniums am 27. Juni 2015 um 19.00 Uhr statt. Solistin Andrea Heizmann, an der Orgel Winfried Messmer.

Manfred Neher 10 Jahre Mesner in St. Peter und Paul

Manfred NeherNachdem Manfred Neher schon von 1987 bis 1999 den Mesnerdienst in St. Georg / Allmannsdorf verrichtete, lernte ihn Pfarrer Bernd Zimmermann schon dort als freundlichen, einsatzbereiten Mesner kennen. Mit dem Weggang von Pfr. Zimmermann als Pfarrer von Allmannsdorf, hörte dort auch Nehers Mesnerdienst auf, da er eine neue Wohnung in Wallhausen übernahm. Gelegentlich kam er dann in Litzelstetten bei Pfr. Zimmermann zur heiligen Messe. So übernahm er ab 20. Dezember 2004 wieder den Mesnerdienst – jetzt in St. Peter und Paul / Litzelstetten, bei dem Pfarrer, mit dem er sich gut verstand.
Er wird – so hoffen wir – den Dienst noch viele weitere Jahre ausführen.