Rückblick 2014

Die Pfarrgemeinde St. Nikolaus Dingelsdorf im Jahreskreis

Wenn sich der laufende Jahreskreis langsam wieder schließt, können wir auch in diesem Jahr auf ein lebendiges und ereignisreiches Jahr zurückblicken.

Unsere Patrozinien St. Nikolaus und Heilig Kreuz, Erstkommunion, regelmäßige Kinderkirche, Christi Himmelfahrt, Ministranteneinführung, verschiedene Familien- und Jugendgottesdienste, Erntedankfest, die Sternsingeraktion, Glaubenskurs, aber auch die zahlreichen Aktivitäten des Frauentreffs seien hier nur stellvertretend erwähnt.

Besonders zu erwähnen ist das Fronleichnamsfest, das unter großer Beteiligung  aus unserer Seelsorgeeinheit in diesem Jahr turnusmäßig in Dingelsdorf in der zur Kirche umgestalteten Mehrzweckhalle gefeiert wurde. Dank schönem Wetter konnte dieses Mal auch die Prozession durch den Ort durchgeführt werden.

Ein besonderes Ereignis war sicherlich auch die Ministrantenwallfahrt nach Rom. Die Eindrücke vom Petersdom und der Audienz bei Papst Franziskus wird allen Teilnehmern wohl in unvergesslicher Erinnerung bleiben.

Auch im Bereich der Ökumene gab es verschiedene Gottesdienst-Angebote, teilweise unter freiem Himmel, die auch gut besucht waren.

Sehr erfreut sind wir, dass wir mit Frau Petra Hertkorn-Betz und Frau Kerstin Kern neue Kommunionhelferinnen bekommen haben, und Frau Kern darüber hinaus auch noch als Kantorin mit ihrem Gesang eine große Bereicherung unserer Gottesdienste ist.

Dankbar sind wir, dass wir mit Herrn Mathias Ehret und Frau Gisela Lorenz zwei weitere Organisten in unserer Pfarrgemeinde haben, die bei Bedarf sehr gut und gerne unsere Kirchenorgel spielen können.
Unser Pfarrpensionär Herr Florian konnte in diesem Jahr sein 40-jähriges Priesterjubiläum sowie seinen 75. Geburtstag feiern, herzlichen Glückwunsch.

Verschiedene Baumaßnahmen haben uns in diesem Jahr beschäftigt:
Die Erweiterung des Kindergartens um eine Gruppe für unter 3-Jährige läuft planmäßig und wird zum Jahresende noch in Betrieb gehen können.
Am Pfarrhaus werden noch in diesem Jahr Wärmeschutzmaßnahmen im Dachbereich durchgeführt. Im Pfarrheim und an der Pfarrkirche sind noch diverse Instandsetzungsarbeiten vor dem Winter erforderlich.
Die Kirchenmauer wurde in den vergangenen Tagen vom schadhaften Putz befreit, so dass das Mauerwerk sichtbar ist. Die Mauer soll nun austrocknen können und danach auf Vorschlag von Fachleuten und auf Wunsch des Pfarrgemeinderates, etwa im Frühjahr des nächsten Jahres, nicht mehr verputzt sondern nur noch ausgefugt werden.

Mit dem laufenden Jahr geht auch die Ära der Selbständigkeit unserer Pfarrgemeinde zu Ende. Nach Erlass des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg werden zum 1. Januar 2015 alle Pfarrgemeinden einer bestehenden Seelsorgeeinheit, in unserem Fall St. Peter und Paul/Litzelstetten, St. Nikolaus/Dingelsdorf und St. Verena/Dettingen/Wallhausen, zu einer rechtlich neuen „Kirchengemeinde“ umgewandelt.
Ab diesem Zeitpunkt gibt es dafür dann nur noch einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat und einen gemeinsamen Stiftungsrat, der im März nächsten Jahres neu gewählt werden muss. Für die Aufgaben vor Ort in den einzelnen Pfarreien sind dann „Gemeindeteams“ zuständig, die für diese Aufgaben berufen werden.

Schon seit längerer Zeit haben sich die Verantwortlichen in unserer Seelsorgeeinheit mit diesen nun anstehenden Veränderungen und deren Folgen beschäftigt und die notwendigen Vorbereitungen für einen möglichst reibungslosen Übergang getroffen.
Als nächstes gilt es nun, Personen aus unserer Pfarrgemeinde zu finden, die bereit sind, im Pfarrgemeinderat oder im Gemeindeteam Verantwortung zu übernehmen und mit Engagement und Freude Bewährtes fortsetzen aber auch neue Chancen nutzen  können. Wer sich dazu berufen fühlt, sollte sich unbedingt melden, eine lebendige Pfarrgemeinde wird es ihnen danken.

So danke ich an dieser Stelle allen Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäten, allen Ausschussmitgliedern, dem Gemeindereferenten Herrn Langkau und auch allen anderen, die in irgendeiner Weise zum Wohl unserer Pfarrgemeinde mitgewirkt haben und aus Platzgründen keine besondere Erwähnung gefunden haben, für Ihren Einsatz und die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren mit einem herzlichen „Vergelt`s Gott“. In diesen Dank schließe ich besonders auch unseren Ortspfarrer Herrn Zimmermann und unseren Pfarrpensionär Herrn Florian ein und wünsche beiden noch ein gesundes und langes Wirken unter uns.

Für die Pfarrgemeinde St. Nikolaus Dingelsdorf/Oberdorf

Eugen Kaibach

Die Pfarrgemeinde St. Verena im Jahr 2014

Die Pfarrgemeinde St. Verena hat auch im vergangenen Jahr wieder auf vielfältige Weise gezeigt, dass Kirche dort zu finden ist, wo die drei Grundaufgaben der „Liturgie“, „Diakonie“, „Verkündigung“ im Einklang zueinander stehen und sich gegenseitig befruchten. Dies war nur durch den tatkräftigen und oft auch zeitaufwendigen Einsatz vieler engagierter Mitchristinnen und Christen möglich. Ich möchte in diesem Jahr keine einzelnen Projekte, Aufgaben und Dienste hervorheben, sondern ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an alle Personen richten, die sich für Gott und unsere Gemeinschaft eingesetzt haben. Durch SIE ist die Botschaft von der Nähe und Liebe Gottes sichtbar geworden ist. Bitte fühlen Sie sich angesprochen und ermutigt sich weiterhin in unserer Gemeinde einzubringen.

An dieser Stelle möchte ich den Blick auf die Zukunft unserer Gemeinde richten. Wir stehen am 1.1. 2015 vor der Gründung der sogenannten Kirchengemeinde „neu“ und vor neuen Wegen des Miteinanders mit unseren Partnergemeinden in Dingelsdorf und Litzelstetten. Dieser Umbruch bedeutet Veränderungen bietet aber auch die Chance, unsere neue Kirchengemeinde weiterzuentwickeln und aktiv mitzugestalten. Mich bewegen in diesem Zusammenhang drei von der österreichischen Pastoraltheologin Maria Widl in ihrem Buch „Kleine Pastoraltheologie, Realistische Seelsorge“ vorgestellte und real existierende Entwicklungsstufen von Pfarrgemeinden:

Sie sieht die „Pfarrerpfarre“ als erste Stufe und von einer starken vormodernen Gläubigkeit geprägt und getragen. Die Struktur der Gemeinde ist hierarchisch gegliedert und der allein verantwortliche Priester versucht mit von ihm ausgewählten und passenden Mitarbeitern der Gemeinde eine pastorale Vollversorgung zu bieten. Schon die Würzburger Bischofssynode von 1975 fordert aber einen Entwicklungsschritt der Gemeinde von einem passiven pastoralen Versorgtwerden zu einem in der Eigenverantwortung aller begründeten aktiven gemeinsamen Dienst.
Diese Forderung wird in der zweiten Entwicklungsstufe nach Maria Widl, der sogenannten „Aktivistenpfarrei“, umgesetzt. Das Gemeindeleben ist hierbei durch die Vielfalt von Aktivitäten und Gruppen sowie die Mitverantwortung der Laien geprägt. Die Gemeinde ist Dreh- und Angelpunkt für eine gemeinsame Freizeitgestaltung und jeder darf und muss sich einbringen, um zur Gemeinde zu gehören. Der Priester nimmt vorwiegend eine motivierende, beratende, integrierende und vermittelnde Position ein und führt Laien zur Selbstständigkeit -wodurch er selber wieder Freiräume für die Seelsorge erhält. Dieses Pfarreimodell wird nach Maria Widl aber problematisch, wenn die herkömmliche Form des Engagements in Gruppen in die Krise kommt oder wenn durch Aktivismus die geistliche Tiefe verloren geht. Der Theologe und Soziologe Matthias Sellmann sieht eine gruppenhafte Gemeinde nicht in der Lage eine Antwort auf die Herausforderungen und das Komplexitätsproblem unserer Zeit zu bieten.

An diesem Punkt steht für Maria Widl, auch Lehrstuhlinhaberin an der Universität Erfurt, die Weiterentwicklung zum Pfarreimodell der „verbindlichen Gemeinde“. In diesem wird eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn aller Aktivität und des Aufwandes gesucht und die Glaubensvertiefung in das Zentrum des Gemeindelebens gestellt. Das Erkennen und Leben der persönlichen Berufung und die persönliche Ergriffenheit von Gott wird zum Schlüssel zur Beantwortung der Sinnfrage. Der Priester sieht sich in diesem Modell mit seinen eigenen Fragen und Zweifeln auf einem gemeinsamen Glaubensweg mit anderen Christinnen und Christen und legt die Schwerpunkte in Liturgie und Exerzitien auf eine Erfahrbarkeit des Glaubens. Eine verbindliche Glaubensgemeinschaft erkennt, „daß man nur geben kann, was man selber empfangen hat“ und sucht nach vertiefenden Gotteserfahrungen, die wiederum die Basis dafür sind den eigenen Glauben weiterzutragen. Diese geistliche Dimension von Reich Gottes ist die zentrale Motivation für die Umsetzung der drei Grundaufgaben in der „verbindlichen Gemeinde“.

Ich wünsche uns allen, dass wir die Chance des Umbruchs nutzen und der Umbruch zu einem Aufbruch wird. Ganz herzlich bitte ich Sie, IHRE Fähigkeiten und Gaben auch im neu zu wählenden Pfarrgemeinderat, dem neuen Gemeindeteam oder in einem Projekt unserer neuen Gemeinde einzubringen.


Markus Flaisch,
Pfarrgemeinderatsvorsitzender St. Verena

Die Sternsinger

Bis Dreikönig sind die Sternsinger in Städten und Dörfern unterwegs und sammeln Geld für Gleichaltrige, denen es nicht so gut geht. Die Sternsinger waren auch in Litzelstetten, Dingelsdorf und Dettingen unterwegs.

Sternsinger 2014
Foto: SK Malow

Der Südkurier hat in Dettingen eine Gruppe begleitet. Er berichtet davon (SK 02.01.2014): Die Kinder beginnen  im Chor: „Wir grüßen Euch in diesem Haus, und wünschen Glück und Segen“.  Sie bringen mit dem Kreidezeichen 20*C+M+B*14 an den Türen den Segen Christi zu den Menschen. Ihr Spenden-Kässchen haben sie  dabei. In diesem Jahr geht ein Großteil der Spenden an Flüchtlingskinder in Malawi. Wenn die Sternsinger auch noch Süßigkeiten zugesteckt bekommen, freuen sie sich natürlich. Mirjam und Lilli zählen bereits zu den „alten Sternsinger-Hasen“. Mit ihren zwölf Jahren ist Mirjam schon das vierte Mal dabei und für die zehnjährige Lilli ist es immerhin schon das dritte Jahr in königlichem Gewand. Neulinge sind dagegen die neunjährigen Zwillinge Nick und Ben, die das Quartett in Dettingen komplett machten. Gemeinsam klingelten sie als Caspar, Melchior, Balthasar und Sternträger an zahlreichen Haustüren und erfreuten die Menschen mit ihrem Auftritt. „Zu uns kommen die Sternsinger jedes Jahr. Wir finden den Brauch einfach schön“, erklärt Familie Schneider. „Für mich gehört das dazu und es ist mir wichtig, dass der Segen auf dem Haus liegt“, meint auch Monika Bumb. „Außerdem ist es für einen guten Zweck“, fügt sie hinzu. Als die Kinder ihren Text vortragen, flüstert sie leise die Worte mit. Wie sie später erklärt, war ihre Enkelin viele Jahre Sternsingerin. „Da kennt man die Texte.“
In diesem Jahr klingelten die Sternsinger in Dettingen und Wallhausen nicht wie sonst an jeder Haustüre, sondern kamen nur auf Wunsch. Diese Neuerung war laut Gemeindereferent Thomas Langkau unumgänglich, da die Gruppe der Sternsinger mit 13 Kindern recht dünn besetzt ist. „Alle Haushalte zu besuchen, wäre dieses Jahr schlicht unmöglich gewesen“, so Langkau. Er ist seit 13 Jahren Gemeindereferent in St. Verena und als solcher auch für die Koordination der Sternsinger verantwortlich. In den letzten zwei Wochen gingen bei ihm rund einhundert Anmeldungen von Menschen ein, die sich einen Besuch der Sternsinger wünschen. „Ein paar Extrabesuche machen wir aber auch“, erklärt Mirjam. „Bei Leuten, die wir kennen und von denen wir wissen, dass sie sich freuen, wenn wir kommen.“ Auch als die Vier auf der Straße von einer Dame angesprochen und gebeten werden, spontan bei ihr vorbei zu kommen, machen sie gerne eine Ausnahme.
In der Vergangenheit haben Lilli und Mirjam als Sternsinger auch unerfreuliche Situationen erlebt. „Letztes Jahr haben wir bei Leuten geklingelt und als wir hoch an die Wohnungstüre kamen, hieß es nur: Was soll das denn! Und die Türe wurde wieder zugeknallt.“ Die einzigen Zwischenfälle am vergangenen Sonntag waren eher komischer Natur. Einmal ging dem Weihrauch die Puste aus, ein andermal brauchte es eine Leiter, um die Segensformel an die Türe zu schreiben. An einer Haustüre im Neubaugebiet Schmidtenbühl öffnete ein kleines Mädchen, drückte den Sternsingern Geld und Süßes in die Hand und verschwand bevor irgendjemand etwas sagen konnte. Das einzige, was man durch die verschlossene Türe noch hörte, war ein schüchternes „Tschühüß“

In Litzelstetten wird seit Jahren die Sternsinger-Aktion von den Oberministranten mit den Ministranten durchgeführt unter Anleitung von Pfarrer Zimmermann.
In Dingelsdorf hatte die Organisation der Sternsinger viele Jahre Frau Steen. Jetzt wird sie unter Anleitung von Frau Hertkorn-Betz durchgeführt.

Feierliche Ministrantenaufnahme mit Apfelbaumpflanzaktion

Unter den feierlichen Klängen der Jugendkapelle Dingelsdorf/Langenrain zog eine große Schar von Ministranten am Sonntag, den 22. Juni in die Kirche St. Nikolaus. Mit dabei die zehn Erstkommunionkinder, die neu aufgenommen werden sollten.

Ministrantenaufnahme Dingelsdorf 2014

Eine „himmlischen Modeschau“ war angekündigt worden. Die Idee stammt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser, in dem er die Gemeinde auffordert, sich mit aufrichtigem Erbarmen, mit Demut, Güte, Milde und Geduld zu bekleiden. Und wie bei einer echten Modenschau schritten die Models bei schwungvoller Musik durch den Mittelgang, bevor ihre „Kleidung“ durch andere Minis gedeutet wurde im Blick auf die  Worte in der Bibel.                                                   
Schließlich legte  Pfarrer Florian ein großes rotes Band um alle Models mit dem Hinweis, dass es das Band der Liebe ist, das alles zusammenhält und vollkommen macht.
Danach wurden die sechs Mädchen und vier Jungen, die sich für den Ministrantendienst entschieden haben, in die Gemeinschaft aufgenommen und erhielten aus den Händen der Oberminis eine Plakette und einen Ausweis.
Die frohe Stimmung des Gottesdienstes mündete in das gemeinsame Lied „Jesus Christ, you are my life“, bevor die ganze Ministrantenschar in den Pfarrgarten zog, um das Apfelbäumchen zu pflanzen, das sie Pfarrer Florian zum 40jährigen Priesterjubiläum geschenkt hatten.

Ministranten pflanzen einen Apfelbaum

Die Erwachsenen machten es sich schon mal gemütlich beim Frühschoppen vor dem Pfarrheim, der von den Ministranten und ihren Eltern organisiert worden war und dessen Erlös der Rom- Wallfahrt zugute kommt.