Rückblick 2013

40 Jahre Frauengemeinschaft

Die Frauengemeinschaft St. Peter und Paul wird 40 Jahre alt. Das ist ein Grund zur Freude und Dankbarkeit für die Mitglieder und für alle, die die Frauengemeinschaft begleitet haben. In den 40 Jahren waren Frauen gemeinsam unterwegs, haben Zusammengehörigkeit, Geborgenheit und Vertrauen erfahren, haben gemeinsam Aufgaben und Ziele wahrgenommen und sich gegenseitig im Glauben gestärkt. Auch das Leben der Pfarrgemeinde haben sie in dieser Zeit auf vielfältige Weise mitgeprägt. Mit Stolz können sie auf die vergangenen Jahre zurückblicken.

Begonnen hat alles am 24. Oktober 1973 im Nebenzimmer des Gasthauses Krone. Mit Pfarrer Buhl und der damaligen Dekanatsvorsitzenden Frau Deufel versammelten sich 18 Litzelstetter Frauen. Keine hatte eine klare Vorstellung über Aufgaben und Ziele einer Frauengemeinschaft. Alle aber standen diesem Vorhaben positiv gegenüber und brachten Idealismus und Mut mit, unbekannte Wege zu gehen. Ein Vorstand wurde gewählt. Pfarrer Buhl unterstützte die Frauen wo er konnte und Frau Deufel gab Ratschläge für die Programmgestaltung. Aus diesen Anfängen hat sich sehr schnell eine lebendige Gemeinschaft entwickelt, die Mitglied im Diözesanverband Freiburg und im Zentralverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands in Düsseldorf wurde.

Aus der Pfarrgemeinde war die Frauengemeinschaft bald nicht mehr wegzudenken. Sie engagierte sich beim Kirchenputz, bei der Bewirtung an Gemeindefesten, Dorffesten und an Kinderspieltagen (150 Pfd. Kartoffelsalat, 45 Kuchen), und legte über Jahrzehnte die Fronleichnamsteppiche. Sie veranstaltete zahlreiche Basare, die insgesamt 75.000,-- DM zur Reduzierung der Schuldenlast der Pfarrei, entstanden durch den Kirchenumbau, eingebracht haben. Die Basare sind vor allem mit dem Namen Else Trummer verbunden.

In besonderer Weise hat es die Frauengemeinschaft verstanden Fasnacht zu feiern. Aus ihren närrischen Aktivitäten sind die späteren Fasnachtsabende der Pfarrgemeinde hervorgegangen. Zu diesem Erfolg trug vor allem Frau Christmann bei, die mit ihrem herausragenden Talent immer wieder für Höhepunkte sorgte.

Frauengemeinschaft Fasnachr 1980
Fasnacht 1980 im evangelischen Gemeindesaal: “
Jockele gang Du vora“

Seit 1984 bietet die Frauengemeinschaft bis heute am Misereorsonntag das Eintopfessen an.
Bis zum Jahr 2011 kam der Erlös und auch die Kollekte der monatlichen Gottesdienste Pater Köhler in Brasilien zugute. In seinen Briefen drückte der Litzelstetter Missionar immer wieder seine Dankbarkeit und die Freude über die Verbundenheit mit der Heimatgemeinde aus, die ihm viel bedeutete. Nach dessen Tod fließen die Spendengelder zu Pater Michael Heinz in Bolivien und Pater Ivica in Ruanda.

In den 80er Jahren beteiligte sich die Frauengemeinschaft an größeren Hilfsaktionen. Sie schickte 30 Lebensmittel-und Textilienpakete nach Polen. Nach den Fernsehgottesdiensten 1988 kam es zu 94 Paketsendungen in die DDR. 1992 startete die „Kriegswinterhilfe Jugoslawien“ mit 31 Paketen. Hinzu kamen die Unterstützung der Rumänienhilfe des „Freundeskreises Oradea, sowie die Aktionen des Diözesanverbandes „Mütter in Not“ und „Kinderhilfe Bethlehem“, die auch heute noch weitergeführt werden.

Geselligkeit kam und kommt in der Frauengemeinschaft nie zu kurz. Wir Frauen unternahmen Ausflüge, Wanderungen, Radtouren, machten Besichtigungen, hörten Vorträge oder feierten bei Spiel und Gesang, Feuer und Würstchenbraten, Suser und Zwiebelkuchen. Ganz besonders gern nehmen wir „Runde Geburtstage“ wahr. Auch heute noch tragen diese Aktivitäten dazu bei, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

 40 Jahre Frauengemeinschaft
Pfarrer Zimmermann überreicht zum Jubiläum Rosen
(Bild Südkurier)

Die Ökumene darf nicht unerwähnt bleiben. Mit den evangelischen Frauen gestalten wir seit 1996 in Litzelstetten den „Weltgebetstag der Frauen“ und seit dem Jahr 2003 zwei Mal jährlich das „Ökumenische Bibelfrühstück“.

Auch zu den Frauengemeinschaften in Dingelsdorf und Dettingen besteht enger Kontakt.

Schon vom Ursprung her sind katholische Verbände und Gemeinschaften auch Glaubensgemeinschaft. Bei Einkehrtagen, im gemeinsamen Gottesdienst, im Austausch von Glaubenserfahrung wird der Einzelne in seinem Glauben gefestigt und gestärkt. In den monatlichen von Frauen selbst gestalteten Gottesdiensten wird immer wieder Christus als die Mitte erfahren, aus der die Einzelne Kraft, Mut und Freude für ihr Leben schöpft. An der Frauengemeinschaft St. Peter und Paul ist die Zeit nicht spurlos vorübergegangen.

Sie ist in die Jahre gekommen, hat aber immer noch an die 50 Mitglieder. Es gibt keine Vorsitzende mehr. Stattdessen setzt sich ein Team von 10 Frauen mit viel Engagement dafür ein, dass das ganze Jahr über ein abwechslungsreiches Programm stattfindet. Leider fehlen die jüngeren Frauen, die heutzutage für eine Frauengemeinschaft nur schwer zu gewinnen sind.

Die Frauengemeinschaft hat einen starken Verband im Rücken: die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, kurz kfd genannt. Mit rund 600.000 Mitgliedern ist sie der größte Frauenverband und der größte katholische Verband Deutschlands. Die kfd ist eine starke Partnerin in Kirche und Gesellschaft und setzt sich auf allen Ebenen für die Anliegen der Frauen ein. Es ist eine schöne und befriedigende Aufgabe, sich für die Ziele dieses Verbandes einzusetzen.

In den 40 Jahren hatte die Frauengemeinschaft folgende Vorsitzende:
1973-1982 Rosel Kunkel
1982-1986 Karin Hoehl (außerdem 16 Jahre im Dekanatsteam)
1986-1990 Barbara Lüßling
1990-1992 Erika Eble
1992-1996 Lydia Kling
1996-2008 Magda Weiβ

Karin Hoehl

Betriebsausflug der Mitarbeiter unserer Pfarreien

Im Jahr 2013 jährte sich zum tausendsten Mal der Geburtstag des bedeutenden Reichenauer Mönches, Gelehrten und Dichters Hermann des Lahmen. Aus diesem Anlass wählte Pfarrer Bernd Zimmermann für den Ausflug im Jahr 2013 Altshausen als Geburtsort Hermann des Lahmen aus. In der dortigen Schloss- und Pfarrkirche hat wie bei uns der Ordensbaumeister Bagnato auch ein barockes Gesamtkunstwerk geschaffen. Damals war die Mainau der Deutsch-Ordensherrschaft Altshausen unterstellt. Somit bestand ebenso zu unseren drei Gemeinden eine besondere Beziehung. Die katholische Linie des Hauses Württemberg hat viel zur Erhaltung des Schlosses und der Kirche von Altshausen in den vergangenen Jahren beigetragen. Eine gute Darstellung über Leben und Werk Hermann des Lahmen ist da zu sehen. Ungewöhnlich ist auch, dass der Reichenauer Mönch in seinem Geburtsort beerdigt wurde. Beeindruckt hat besonders alle Besucher das einmalig erhaltene Heilige Grab von Altshausen aus der Barockzeit.

Betriebsausflug 2013

Die Pfarrgemeinde St. Nikolaus im Jahr 2013

Mit dem St. Nikolaus-Patroziniumsfest in unserer Pfarrgemeinde und den Festgottesdiensten zu Weihnachten in unserer Kirche sowie der Heilig-Kreuz-Kapelle in Oberdorf am „Stefanstag“ ging auch das vergangene Jahr traditionell feierlich zu Ende.

Zwischen den Weihnachtsfesttagen und Dreikönig waren auch in diesem Jahr wieder die Ministranten als Sternsinger im Dorf unterwegs, um die Neujahrsbotschaft in alle Häuser zu bringen und dabei Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. In diesem Jahr wurde damit ein Projekt von Pater Heinz in Bolivien unterstützt, der sich dafür im Juli mit einem Dankgottesdienst und anschließender Präsentation seiner Projektarbeit als Missionar in Bolivien persönlich bei den Ministranten in unserer Pfarrei für deren Hilfe bedankt hat.
Erstmals wurden dabei die Sternsinger von Frau Hertkorn und Frau Hogg begleitet und vorbereitet, nachdem dies zuvor lange Jahre von Frau Christa Steen mit viel Liebe und Verbundenheit gemacht wurde. Herzlichen Dank dafür und den Neuen weiterhin viel Spaß und Freude bei dieser wichtigen Aufgabe.

Am 19. Januar fand für die Pfarrgemeinderäte unserer Seelsorgeeinheit sowie alle interessierten Mitglieder unserer Pfarreien ein sehr gut besuchter Besinnungstag im Gemeindehaus in Litzelstetten mit dem Ziel der Glaubensfindung und Vertiefung statt.

Am Samstag 6. April konnten sechs Dingelsdorfer Kinder in unserer Pfarrkirche das Fest der Erstkommunion zusammen mit ihren Begleitern und Herrn Pfarrer Zimmermann feiern.

Gutes Wetter begleitete die diesjährige Flurprozession an Christi Himmelfahrt zur Heilig-Kreuz-Kapelle nach Oberdorf. Angeregt von Frau Dr. Monika Kuhn und eingeübt von einigen engagierten Gemeindemitgliedern sowie unterstützt von Kirchenchorleiterin Frau Andrea Heizmann wurden an den einzelnen Stationen und während des Gottesdienstes Lieder der Schubertmesse gesungen. Dem gemeinsamen Gottesdienst mit allen 3 Pfarreien unserer Seelsorgeeinheit folgte danach ein gemütlicher Frühschoppen mit dem Musikverein Dingelsdorf auf dem Kirchenvorplatz.

Das diesjährige Fronleichnamsfest, ebenfalls eine gemeinsame Feier unserer Seelsorgeeinheit, fand in diesem Jahr turnusmäßig in Dettingen statt. Bedingt durch schlechtes Wetter musste auf die Prozession durch den Ort verzichtet werden. Diese gab es in verkürzter Form innerhalb der Kirche, wozu an verschiedenen Stellen die schön gestalteten Altäre der einzelnen Pfarrgemeinden aufgebaut wurden. Im nächsten Jahr wird das Fronleichnamsfest in Dingelsdorf stattfinden.

Gut besucht war auch das Patroziniumsfest in der Heilig- Kreuz-Kapelle in Oberdorf, bei dem der Litzelstetter Kirchenchor unter der Leitung von Frau Andrea Heizmann schon seit langem ein gern gesehener Gast zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes ist. Zur Freude der Kirchenbesucher wurden diese im Anschluss an den Gottesdienst vom Pfarrgemeinderat zu einem Stehempfang vor der Kapelle eingeladen, wo bei Süßmost und Zwiebelkuchen die Möglichkeit zum Gespräch und Kennenlernen gegeben war.

Am 18. und 19. Oktober wurde den Jugendlichen aus unserer Seelsorgeeinheit gemeinsam in der Kirche in Litzelstetten durch Weihbischof Dr. Bernd Uhl das Sakrament der Firmung gespendet. Im Anschluss daran bestand für die Teilnehmer in der Unterkirche die Möglichkeit zu einem Gespräch mit dem Bischof. Die gesamte Firmvorbereitung wurde von unserem Gemeindereferent Herrn Thomas Langkau geplant und durchgeführt. Hierfür sei ihm herzlich gedankt.

Der Ablauf der St. Martinsfeier wurde in diesem Jahr etwas geändert und zusammen mit den Kindern des Kindergartens gefeiert. Der Laternenumzug, ausgehend vom Dorfplatz, führte über verschiedene Zwischenstationen in die Thingolthalle, wo noch ein Martinsspiel aufgeführt und an alle Teilnehmer eine Martinsbrezel ausgeteilt wurde. Nach einem gemeinsamen Gebet erhielten zum Schluss alle Anwesenden den Segen durch Herrn Pfarrer Zimmermann. Ein anschließendes gemütliches Beisammensein bei Kinderpunsch und Glühwein beendete den netten Abend. Herzlichen Dank an das Organisationsteam.

Unserer Dingelsdorfer Pfarrkirche wurde eine besondere Ehre zuteil, als sie in den Kirchlichen Nachrichten des Dekanats Konstanz in der Ausgabe August/September als Kirche des Monats vorgestellt wurde. In einem ganzseitigen Beitrag von Herrn Pfarrer Zimmermann wurde die Geschichte der St. Nikolauskirche sehr ausführlich und kenntnisreich beschrieben und zusätzlich mit schönen Fotoaufnahmen von außen und innen ergänzt. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Vielen Dank.

Wir schätzen es sehr, dass in unserer Kirche neben den regelmäßigen Gottesdiensten am Samstagabend mit unserem Ortspfarrer Herrn Zimmermann zusätzlich - wenn möglich - auch Sonntagsgottesdienste durch unseren Pfarrpensionär Herrn Pfarrer Florian angeboten werden können. Ein kleines Dienstjubiläum können wir dabei in diesem Jahr zusammen mit unserem Organisten Herrn Carlo Karrenbauer feiern, der nun schon seit 15 Jahren regelmäßig unsere Sonntagsgottesdienste an der Orgel begleitet und dazu extra aus Konstanz zu uns nach Dingelsdorf kommt. Herzlichen Glückwunsch und „Vergelts Gott“.

Die in der Oberdorfer Heilig Kreuz-Kapelle einmal monatlich angebotenen Gottesdienste erfreuen sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit, insbesondere auch bei Besuchern aus unseren Nachbargemeinden. Zur Freude aller 98 Kirchenbesucher gibt es dort nun auch eine automatische Liedanzeige, die von einer Dingelsdorfer Familie gespendet und angebracht worden ist. Herzlichen Dank dafür.

Ebenfalls gerne genutzt wurde unsere Kirche auch für musikalische Angebote wie Konzerte des Musikvereins, das Mundharmonikakonzert mit Orgelbegleitung von Winfried Meßmer oder auch bei “Musik im Dorf klingt“, bei denen die Kirche immer voll besetzt war.

Sehr aktiv zeigt sich der Frauentreff über das ganze Jahr. Neben regelmäßigen Treffen und interessanten Angeboten oder Vorträgen zu den verschiedensten Themen sind die Mitglieder auch stets zur Stelle, wenn irgendwo in der Pfarrgemeinde Hilfe oder Unterstützung erforderlich ist. So zum Beispiel beim Kaffee am Patroziniums-Festnachmittag, an Fronleichnam mit dem Blumenteppich, am Erntedankfest mit der Gestaltung des Altars u.v.m. Einen herzlichen Dank dafür an alle Mitglieder und in besonderem Maße an die Leiterin Frau Christine Kaschura.

Schauen wir noch kurz in die Zukunft: Großes vor haben unsere Ministranten im kommenden Jahr. Eine Gruppe von 12 Mitgliedern aus unserer Pfarrgemeinde wird im August des kommenden Jahres an der internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom teilnehmen, wo etwa 50 000 Ministranten aus Deutschland die ewige Stadt erleben und auch von Papst Franziskus empfangen werden. Wir wünschen den Teilnehmern alles Gute.

Großes vor haben wir auch als Pfarrgemeinde mit der geplanten Erweiterung des Dingelsdorfer Kindergartens. Im kommenden Jahr soll der bestehende Kindergarten um eine Gruppe erweitert und für die Aufnahme von Kleinkindern unter 3 Jahren ausgestattet werden. Der Bauantrag dazu wurde bereits eingereicht, der Baubeginn ist für das kommende Frühjahr vorgesehen und die geplante Eröffnung soll im Herbst 2014 erfolgen. Das ist ein sehr kurzer Zeitraum und erfordert daher die gebündelte Kraft aller Beteiligten.

Im kommenden Jahr ist auch eine nochmalige Sanierung der schadhaften Kirchenmauer vorgesehen. Ein Aufschub dieser Maßnahmen hätte eine rasche Verschlechterung der vorhandenen Bausubstanz zur Folge und ist daher nicht ratsam. Erste Überlegungen und Untersuchungen dazu sind derzeit im Gang.

Für das Jahr 2015 ist vom Erzbischöflichen Ordinariat die Zusammenlegung der drei Pfarreien unserer Seelsorgeeinheit zu einer neuen Pfarrgemeinde zwingend vorgeschrieben. Das heißt, dass es dann nur noch einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat und einen gemeinsamen Stiftungsrat für alle 3 Pfarreien geben wird. In den einzelnen Pfarreien sollen dann sogenannte Gemeindeteams gebildet werden, die für die Aufgaben vor Ort zuständig sind. Im Gemeinsamen Ausschuss und in den einzelnen Pfarrgemeinderäten wird bereits derzeit überlegt und beraten, wie dieser Veränderungsprozess möglichst schonend und für alle Beteiligten fruchtbar umgesetzt werden kann. Hierzu müssen nun vorrangig die erforderlichen Strukturen und Rahmenbedingungen wie z. B. Größe und Besetzung des neuen Pfarrgemeinderates oder die Regelung der Finanzen festgelegt werden. In Vorbereitung der bevorstehenden Zusammenführung hat in diesem Jahr bereits jede unserer drei Pfarrgemeinden die jeweils beiden anderen zu einer individuellen Veranstaltung mit dem Ziel des gegenseitigen Kennenlernens der derzeitigen Pfarrgemeinderäte eingeladen.

Völlig überraschend und für uns alle immer noch unfassbar verstarb kürzlich der Vorsitzende des Gemeinsamen Ausschusses und Pfarrgemeinderatsvorsitzende aus Dettingen/Wallhausen Dominik Ball und hinterlässt nicht nur in seiner Familie und den Angehörigen, denen unser ganzes Mitgefühl gilt, eine tiefe und schmerzliche Lücke, sondern ist auch in unseren Reihen hinsichtlich seines bisherigen Engagements und der bevorstehenden Aufgaben kaum zu ersetzen.

An dieser Stelle möchte ich auch allen anderen ein herzliches Dankeschön sagen, die sich im vergangenen Jahr in irgendeiner Weise für unsere Pfarrgemeinde - oftmals auch im Verborgenen - eingesetzt und verdient gemacht haben, jedoch hier nicht ausführlich erwähnt wurden. Ich würde mich sehr freuen, auch im kommenden Jahr zur Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben auf ihre bewährte Mitarbeit zählen zu dürfen.

Freuen wir uns nun auf unser bevorstehendes St. Nikolaus Patrozinium. Schon jetzt wünsche ich Ihnen von Herzen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Neue Jahr.

Eugen Kaibach
Vorsitzender des Pfarrgemeinderates

Die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul im Jahr 2013

Auch das zurückliegende Jahr war geprägt von großen Bautätigkeiten. Anfang des Jahres begannen die Umbauarbeiten in der Unterkirche, für die nach dem Auszug der Bücherei neue Nutzungsmöglichkeiten entstanden waren. Ein Team aus dem Pfarrgemeinderat stellte seit geraumer Zeit zusammen mit dem Architekten, Herrn Mitteis, Überlegungen für eine Neugestaltung an. Es sollte ein Raum werden für Frühschichten und Meditationen, für Gottesdienste im kleinen Rahmen und für die Jugend genauso wie für die kleine Gemeinde, in dem Kinder während des Sonntagsgottesdienstes kindgerecht die entsprechenden Bibeltexte vermittelt bekommen, singen, beten und basteln, bis sie wieder zur Mitfeier bei den „Großen“ geholt werden. Aber auch ein Ort, an dem man sich beispielsweise nach dem Gottesdienst auf eine Tasse Kaffee treffen kann, um noch mal über die Predigt oder das Evangelium zu sprechen, um einen Sektempfang nach einem Festtagsgottesdienst zu bereiten oder, wie in diesem Jahr zur Einweihung beim Patrozinium geschehen, in dem Pater Heinz aus Bolivien seine Arbeit in einem Entwicklungsland vorstellte. An diesem Tag konnte sich dann auch die Gemeinde von der gelungenen Umsetzung überzeugen. Jetzt liegt es an uns, der Gemeinde, den Raum dergestalt anzunehmen und zu nutzen. Wir freuen uns auf die Anfrage zur Gestaltung des ersten Kirchenkaffees am Sonntag!

Die Bauarbeiten am Kindergarten während des ganzen Jahres zeigen deutlich die Veränderung des „Betriebes Kindergarten“, der baulich fast auf die doppelte Größe anwächst. Dies drückt auch die wachsende Verantwortung aus, die der Kindertagesstätte künftig zukommt. Das Personal wird deutlich aufgestockt, die ganztägigen Öffnungszeiten entsprechen den neuen gesellschaftlichen 37 Anforderungen, so dass Eltern ihre berufliche Tätigkeit wahrnehmen können und gleichzeitig ihre Kinder „gut aufgehoben“ wissen. Großeltern wohnen oft nicht am selben Ort, räumliche Distanzen zwischen Wohn- und Arbeitsplatz müssen überbrückt werden. Die Arbeitswelt fordert Flexibilität, Kinder brauchen Stabilität. Diese Phase des Umbaus hat das Team unserer Erzieherinnen mit großem persönlichem Einsatz begleitet, dafür sei ihnen herzlich gedankt! Mit der Kinderkrippe, die ihren Betrieb zum 1. September aufgenommen hat (übergangsweise im Gemeindehaus), können wir Familien die gewünschte Betreuung für ihre Kinder bieten. Ein Haus, in dem sich Kinder wohl fühlen, in dem sie gefördert und gefordert werden. Auch die Partizipation der Eltern ist Teil des Konzepts von Erziehung, Bildung und Betreuung, mit dem wir als Kirchengemeinde unseren Teil beitragen zum Wohl der nächsten Generation.

Als Ergebnis aus den Wünschen des Dialogprozesses zur „Lebendigen Kirche heute“ gab es im März das Angebot zu einer Einführung in die Wortgottesdienstgestaltung mit Herrn Seiler von der Regionalstelle in Singen. Dieser Abend richtete sich an alle Mitglieder der Bodanrückgemeinden mit dem Interesse, für eine bestimmte Gruppe oder an einem bestimmten Ort einen Wortgottesdienst in Absprache mit dem Pfarrer zu gestalten, um mit bestimmten Themen verschiedene Zielgruppen zu erreichen. Das können Kinder- oder Jugendgottesdienste sein oder ein Ausflug von Gemeindemitgliedern mit einem gemeinsamen Gottesdienst auf dem Purren oder am See. Herr Seiler ermunterte uns, von den vielfältigen liturgischen Möglichkeiten Gebrauch zu machen.

Zur Feier des Patroziniums Ende Juni hielt Pfarrer Notker Baumann, auf Besuch in seiner Heimatgemeinde, die Festpredigt. Im Anschluss an diesen schönen 38 Festgottesdienst, den unser Kirchenchor musikalisch umrahmte, segnete Pfarrer Zimmermann die neu gestaltete Unterkirche und Pater Heinz stellte uns sein Projekt in Bolivien vor, für das sich Jugendliche aus unserer Gemeinde dann auch gleich für ein Freiwilligenjahr interessierten.

Ganz herzlichen Dank aussprechen möchte ich allen, die sich mit viel Engagement in verschiedenen Gruppierungen oder ganz im Stillen für unsere Pfarrgemeinde einbringen. Allein beim Durchblättern dieses Pfarrbriefes wird deutlich, wie viele Menschen dazu beitragen, Kirche vor Ort lebendig sichtbar zu machen.

Das große Thema, das uns im kommenden Jahr beschäftigen wird, ist die Zusammenlegung der drei Bodanrückgemeinden zu einer Rechtsperson ab dem Jahr 2015, was sich in der nächsten Pfarrgemeinderatswahl im März 2015 auch in der Bildung eines gemeinsamen Pfarrgemeinderats niederschlagen wird. Ein schwerer Schlag ist für uns alle der völlig überraschende Tod von Dominik Ball, der als Leiter des „Gemeinsamen Ausschusses“ die drei Pfarrgemeinden auf diesem Weg der Fusion führen sollte und in den wir großes Vertrauen für die anstehenden Gespräche und Entscheidungen gesetzt hatten. Ich möchte hier seiner Frau Claudia und ihren drei Kindern unser herzliches Mitgefühl ausdrücken, wir werden ihn und seine Familie in unser Gebet einschließen.

Im Pfarrgemeinderat haben wir Überlegungen zur Gestaltung der neuen großen Pfarrgemeinde angestoßen. Die Vorgaben aus Freiburg lassen viel Spielraum, die neuen Gremien der konkreten Arbeit und den Bedürfnissen vor Ort anzupassen. Wir möchten alle Gemeindemitglieder einladen, sich an diesem Gestaltungsprozess zu beteiligen und sich mit ihren Ideen einzubringen. Es geht darum, in der Einheit der Bodanrückgemeinden große Entscheidungen gemeinsam zu treffen, viele Arbeitsbereiche gemeinsam zu gestalten – wie das bereits seit langem geschieht beispielsweise in der Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung – und das kirchliche Leben vor Ort in unseren Gemeinden zu erhalten. Dazu brauchen wir engagierte Christinnen und Christen, die mit Offenheit und Weitsicht bereit sind, an einer lebendigen Kirche für die Zukunft mitzubauen!

Zum Schluss noch ein Wort in eigener Sache: Ich werde zum Ende des Kirchenjahres den Vorsitz in der Pfarrgemeinde abgeben und aus dem Pfarrgemeinderat ausscheiden, um mich in den folgenden zwei Jahren auf meine berufliche Ausbildung zu konzentrieren. Die Arbeit im Vorstand der Kirchengemeinde während der letzten dreieinhalb Jahre, im Team mit dem gesamten Pfarrgemeinderat, habe ich sehr gerne gemacht. Ich wünsche meiner Nachfolgerin, Frau Maria Regele, alles Gute für die anstehenden Aufgaben und bedanke mich bei Stiftungs- und Pfarrgemeinderat für die intensive und gute Zusammenarbeit.

Im Vertrauen auf göttliche Führung in den anstehenden Entscheidungen wünsche ich Ihnen allen gesegnete Weihnachten und gute Wege im kommenden Jahr.


Judith Hirt
Vorsitzende des Pfarrgemeinderates bis November 2013