Rückblick 2012

Die Pfarrgemeinde St. Nikolaus/Dingelsdorf im Jahreskreis 2012

Einer der Höhepunkte im Jahreskreis unserer Pfarrgemeinde ist das alljährlich Anfang Dezember zu Ehren unseres Kirchenpatrons gefeierte Sankt Nikolaus Patrozinium. Der Festgottesdienst mit musikalischer Gestaltung durch den Litzelstetter Kirchenchor und unter Einbeziehung der Kinderkirche war auch im vergangenen Jahr gut besucht.
Auch der Einladung zum anschließenden Frühschoppen im Pfarrheim sind zahlreiche Gottesdienstbesucher, darunter auch einige aus unserer Seelsorgeeinheit gerne gefolgt.
Zum Festnachmittag bei Kaffee und Kuchen kam auch Sankt Nikolaus persönlich zu Besuch ins Pfarrheim und erfreute alle Besucher, insbesondere aber alle anwesenden Kinder. Die Kinderkirche brachte ihm zum Dank einige Darbietungen entgegen. Traditionell gab es auch eine Tombola, deren Reinerlös Missionar Wilhelm Stader für seine Missionsarbeit in Brasilien gespendet wurde, in der er nun schon über 33 Jahre tätig ist.

Viel Freude bereitet uns die „Kinderkirche“, die von engagierten Eltern begleitet, nun schon über vier Jahre besteht und jeden 2. Sonntag im Monat parallel zum Sonntagsgottesdienst im Pfarrheim  einen eigenen von den Eltern gestalteten kindgerechten Gottesdienst feiert. Herzlichen Dank an alle mitwirkenden Kinder und  insbesondere den begleitenden Eltern.

Unser Kindergarten ist derzeit, bedingt durch das Angebot von  Krippenplätzen (für Kinder unter 3 Jahren) voll ausgelastet und an der Kapazitätsgrenze, speziell bei den Angeboten zum Mittagessen, angelangt. Hier muss mittelfristig über geeignete Erweiterungsmöglichkeiten nachgedacht werden.
Im Frühjahr konnte der Außenbereich des Kindergartens durch eine großzügige Geländeüberlassung der Familie Huber, bei der wir uns hierfür auch ganz herzlich bedanken möchten, erheblich vergrößert werden. In diesem Zusammenhang wurde der Außenbereich auch umgestaltet und mit neuen Spielgeräten ausgerüstet.
Auf dem Dach des Kindergartens wurde zudem eine Photovoltaikanlage installiert, die Anfang des Jahres in Betrieb genommen wurde und seither einen wertvollen Beitrag zur regenerativen Energiegewinnung leistet.

Voller Sorge um den Gesundheitszustand unseres Pfarrers Bernd Zimmermann beobachteten wir dessen Krankenhaus- und anschließenden Kuraufenthalt und sind froh darüber, dass er  die ganzen Strapazen den Umständen entsprechend einigermaßen gut überstanden hat. Unsere besten Genesungswünsche begleiten Ihn auch zukünftig, verbunden mit dem Wunsch nach  unbedingt erforderlicher persönlicher Rücksichtnahme auf seine Gesundheit bei seinem Wirken als Leiter unserer Seelsorgeeinheit.

Von einigermaßen schönem Wetter begleitet war die diesjährige Flurprozession an Christi Himmelfahrt zur Heilig Kreuz Kapelle in Oberdorf. Dorthin zogen auch gleichzeitig die Teilnehmer aus Litzelstetten und Dettingen. Der gemeinsame Gottesdienst unserer Seelsorgeeinheit war wiederum Höhepunkt des Festes, das mit einem gemütlichen Frühschoppen mit dem Musikverein Dingelsdorf auf dem Kirchenvorplatz ausklang.

Die gemeinsame Feier des Fronleichnamsfestes unserer Seelsorgeeinheit fand in diesem Jahr turnusgemäß in Litzelstetten statt. Eine große Besucherschar sowie die von den einzelnen Pfarreien Litzelstetten, Dettingen/Wallhausen und Dingelsdorf schön gestalteten Altäre und Blumenteppiche auf dem Prozessionsweg durch das Dorf zeugen von einer guten Gemeinschaft in unserer Seelsorgeeinheit.
Neben den regelmäßig am letzten Sonntag eines jeden Monats in der Heilig Kreuz-Kapelle in Oberdorf stattfindenden Sonntagsgottesdiensten ist das dortige Patrozinium im September ein besonders gern besuchtes Fest in unserer Seelsorgeeinheit. Auch hier ist  der Litzelstetter Kirchenchor unter der bewährten Leitung von Frau Andrea Heizmann, in dem ja bekanntlich auch einige Dingelsdorfer und Oberdorfer Sängerinnen und Sänger mitwirken, immer ein gern gesehener, beziehungsweise gehörter Gast.
Zum Schluss des Festgottesdienstes wurde Heinrich Fuchs für seine mittlerweile 40-jährige Tätigkeit als Mesner an seinem „Arbeitsplatz“ in der Oberdorfer Kirche geehrt und für seine ehrenamtlich, stets gern und mit viel Leidenschaft  erbrachten Mesnerdienste durch den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und auch durch Pfarrer Werner Florian gedankt.
Die offizielle Ehrung durch die Pfarrgemeinde und durch den Mesnerverband wird jedoch erst am  9. Dezember 2012 im Rahmen des Festnachmittags am Sankt Nikolaus-Patrozinium im Pfarrheim in Dingelsdorf stattfinden.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Besucher zu einem Stehempfang auf den Kirchenvorplatz eingeladen, wo bei Süßmost und Zwiebelkuchen die Möglichkeit zum Kennenlernen und Gespräch gegeben war.

Schon eine lange Tradition hat der Laternenumzug an Sankt Martin, der von unserem Pfarrgemeinderat organisiert und durchgeführt wird. Viele Kinder, teilweise auch aus unseren Nachbargemeinden, begleitet durch ihre Eltern und Großeltern, ziehen dabei bei Einbruch der Dunkelheit mit ihren bunten Laternen, angeführt von Sankt Martin auf einem Pferd und musikalisch begleitet durch die Jugendkapelle des Musikvereins Dingelsdorf singend  durch das Dorf bis in die Thingolthalle. Dort wird auf der Bühne ein Martinsspiel aufgeführt und nach der darauf folgenden Verlosung von Martinsgänsen für die erwachsenen Teilnehmer erhalten abschließend alle Kinder eine „Martinsbrezel“ und  einen Kinderpunsch. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Mithelfenden dieser Veranstaltung, insbesondere an Frau Christa Steen (langjährige Leitung Bühnenspiel), Frau Irmgard Henssler (Sankt Martin auf dem Pferd), der Jungmusik, sowie der Jugendfeuerwehr für die Sicherung des Umzugsweges.

In diesem Jahr (dem Jahr des Glaubens) hatte sich der Pfarrgemeinderat und auch der Gemeinsame Ausschuss unserer Seelsorgeeinheit zusätzlich zu seinen üblichen Aufgaben mit dem vom Erzbischof angestoßenen Dialogprozess zu befassen. Auf Initiative des Litzelstetter Pfarrgemeinderates gab es im 4. Mai und am 11. Oktober moderierte Gesprächsabende zum Thema „Lebendige Kirche jetzt“, dem sich auch Teilnehmer aus Dettingen/Wallhausen und Dingelsdorf, insbesondere aus deren Pfarr­gemeinderäten, angeschlossen haben. In Arbeitsgruppen sollte dabei überlegt werden, mit welchen Ideen, Wünschen und  Aktivitäten gemeinsam zum Gelingen einer „Lebendigen Kirche“ beigetragen werden kann. Die Gesprächsabende werden auch im kommenden Jahr noch ihre Fortsetzung finden. Das Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit soll nach der Vorstellung in den einzelnen Pfarrgemeinden mit deren Einverständnis an den Erzbischof mitgeteilt und später im Internet abrufbar sein.  
Mit dem dazu passenden Thema „Wie sieht Kirche aus, bei uns im Dorf, in Freiburg, in Rom?“ befassen wir uns derzeit auch in Gesprächen und Diskussionen innerhalb unseres Pfarrgemeinderates und suchen dazu nach Erklärungen sowie Ideen und Möglichkeiten zu Verbesserungen der gegenwärtigen Situation. Diese Überlegungen werden uns auch ins kommende Jahr hinein begleiten.
 
Am 19. Januar 2013 ist für die Pfarrgemeinderäte unserer Seelsorgeeinheit sowie alle interessierten Mitglieder unserer Pfarreien ein Besinnungstag im Gemeindehaus in Litzelstetten mit dem Ziel der Glaubensfindung und -vertiefung vorgesehen, zu dem noch separat eingeladen wird. Dazu würden wir uns eine rege Teilnahme auch aus unserer Pfarrgemeinde wünschen.

Zum Schluss danke ich von ganzem Herzen allen, die sich auch in diesem Jahr zum Wohle unserer Pfarrgemeinde, oft auch im verborgenen, eingesetzt und engagiert haben.

Ich wünsche Ihnen jetzt schon ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Für die Pfarrgemeinde St. Nikolaus Dingelsdorf/Oberdorf
Eugen Kaibach

Jahresbericht 2012 des Pfarrgemeinderates St. Verena

Nachdem ich gerade beim 2. Dialogabend „Lebendige Kirche jetzt!“ in Litzelstetten war, habe ich beschlossen, für diesen Pfarrbrief einen etwas anderen Bericht zu schreiben. In den letzten Jahren stand immer wieder der Blick zurück auf das vergangene Jahr im Mittelpunkt. Doch der Pfarrbrief soll uns ja das ganze neue Jahr begleiten und somit will ich diesmal mehr nach vorne blicken.

Ein grosses Anliegen wird genau dieser in Litzelstetten vorgelebte Dialogprozess sein. Offen für die ganze Seelsorgeeinheit haben die beiden Diskussionsabende mir gezeigt, dass wir in allen 3 Gemeinden sehr ähnliche Bedürfnisse und Erwartungen haben. Und – was für mich besonders interessant war – auch über die Generationen hinweg gab es sehr viele Übereinstimmungen.

Im Pfarrgemeinderat St. Verena haben wir ebenso immer wieder diskutiert, wie es uns besser gelingen kann, die Menschen für das Gemeindeleben zu begeistern, Angebote zu besuchen und – je nach Berufung - sich vielleicht auch selbst für und mit anderen zu engagieren.
Andererseits erleben wir häufig, dass es bereits viel Engagement gibt, aber die Aufgaben und Menschen dahinter oft gar nicht so wahrgenommen werden. Die Ehrungen zum Pfarrfest sind der Versuch, eben diese Personen und Aufgaben auch mal einem grösseren Kreis bekannt zu machen. Aber wenn wir an den Generationswechsel denken, der in vielen Aufgaben ansteht, ist es wichtig, jetzt mit vielen Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen. Dabei gilt es nicht nur auf die zu blicken, die sich schon heute einbringen, sondern auch anderen die Möglichkeit zu geben, ihren Platz im Gemeindeleben zu finden. Das Bild von dem einen Leib und den vielen verschiedenen Gliedern drängt sich dabei auf.

Und der Zuwachs der Ortsgemeinde mit dem Neubaugebiet Schmidtenbühl-Nord stellt auch an uns eine besondere Chance und Anforderung, zusätzliche Menschen ins Gemeindeleben aufzunehmen, sie offen anzusprechen, zu integrieren ohne sie zu vereinnahmen und trotzdem ihnen Raum für Beteiligung zu geben.

2013 wird ohne Zweifel in die Geschichte der Kirchengemeinde eingehen, wenn im September die neue Pfeifenorgel eingeweiht wird. Aufgabe des Pfarrgemeinderats und Stiftungsrates war und ist es, diese Entscheidung mit zu tragen und die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch hier sind der Dialog und die Kommunikation ein wichtiges Element. Es ist sehr zu begrüssen, dass sich hier viele Menschen mit ihren Fähigkeiten und mit ihrem Enthusiasmus eingebracht haben, um dieses einmalige Projekt auf den Weg zu bringen.

Und gleichzeitig gilt es festzustellen, dass wir trotz der Dimension einer solchen Aufgabe uns die Handlungsfreiheit bewahren konnten und können, um all die anderen Themen in einem Gemeindeleben wahrzunehmen, die wir uns vorgenommen haben. Und dabei denke ich nicht nur an den finanziellen Aspekt, sondern auch und besonders an inhaltliche Diskussionen zu anderen Erwartungen und Bedürfnissen von Einzelnen oder Gruppen.
Und während wir bei der Pfeifenorgel in einem Jahrhundert denken, gibt es auch zeitlich moderne Veränderungen. So wird der ein oder andere merken, wie einzelne Räume des Pfarrheims ein neues Outfit bekommen. Hintergrund sind einerseits Verschleisserscheinungen an der Ausstattung, aber auch eine gezieltere und trotzdem flexiblere Nutzung einzelner Räume.

Und wir wollen uns 2013 einer modernen, schnelllebigen Aufgabe stellen: Zwar sind viele Informationen heute schon online verfügbar, aber für den Besucher vor Ort gibt es – allein schon durch das Platzangebot - nur eingeschränkte Informationen in den Schaukästen und im Kirchenvorraum. Hier wollen wir etwas zeitgemässes Neues kreieren, was aber zum jetzigen Zeitpunkt noch in der Diskussionsphase steckt und deshalb separat kommuniziert werden muss.

Und das bringt mich am Schluss meines Berichts noch zu einem Aspekt, der mich immer wieder beschäftigt.
Ein Pfarrgemeinderat, aber auch ein Gemeindeleben an sich birgt viele Möglichkeiten sich einzubringen und mitzugestalten. Manches würde man gerne schneller realisieren. Aber wir müssen auch immer wieder akzeptieren, dass jeder von uns dies ehrenamtlich betreibt und sich Prioritäten und Schwerpunkte jedes einzelnen immer wieder und immer häufiger verschieben (müssen). Und das wird wohl die grösste Herausforderung sein, der wir uns stellen müssen. Es wird immer schwieriger werden, Personen langfristig für eine Aufgabe zu finden. Wir müssen Wege finden, wie sich jemand vielleicht projektbezogen einbringen kann und dann wieder eine Zeit zurückziehen kann, um später gegebenenfalls bei einer anderen Aktion wieder präsent zu sein. Wie das gehen kann, setzt wieder einen guten Dialog voraus, womit wir wieder am Anfang des Berichts sind.

Für den Pfarrgemeinderat
Dominik Ball

Jahresbericht 2012 des Pfarrgemeinderates von St. Peter und Paul

Beim Rückblick auf das Jahr 2012 ragen in der ersten Jahreshälfte zwei Ereignisse heraus, an die im Nachhinein noch einmal besonders erinnert werden soll.
Nach monatelanger intensiver und harter Arbeit konnte am 25. März 2012 das von Grund auf sanierte und baulich erweiterte Gemeindehaus neu eingeweiht werden. Ein herrlicher Tag und ein großes Fest war das für die ganze Gemeinde. Die Segnung aller Räume, der Dank an alle Mitwirkenden, angefangen vom Architekten, Herrn Rogg, den beteiligten Bau- und Handwerkerbetrieben, dem Stiftungsrat der Gesamtkirchengemeinde bis hin zum Bauausschuss unter hervorragender Leitung von Herrn Wolfgang Hirt, schlossen sich Grußworte und musikalische Umrahmungen unseres Kirchenchores an. Beim lockeren Sektempfang gab es anschließend die Möglichkeit, die neue Optik durch die geraden Fensterfronten, den großzügigen Eingangsbereich, die neuen Räume der Bibliothek im Einzelnen zu betrachten und zu bestaunen. Die neue grüne Fassade des Gebäudes weist indirekt darauf hin, dass durch optimale Dämmung mit der kostenaufwendigen Sanierung ein beachtlicher ökologischer Beitrag geleistet wurde. Bereits die ersten Wochen nach der Einweihung haben gezeigt, dass das sanierte Gemeindehaus durch seine neuen Raumaufteilungen eine vielfältigere Nutzung zulässt.

Zu unserem großen Glück ist es gelungen, Frau Lydia Kling als Verantwortliche und Ansprechpartnerin für die Nutzer und Mieter des Gemeindehauses zu gewinnen. Mit viel Liebe regelt sie zusammen mit Frau Ulrike Huber, die für die Sauberkeit des Hauses zuständig ist, den laufenden regulären und außerordentlichen Betrieb. Wir danken ihr sehr herzlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Das zweite herausragende Ereignis der ersten Jahreshälfte war der Beginn des Dialogprozesses in unserer Gemeinde. Unser Erzbischof hat zu diesem Dialog eingeladen und der Pfarrgemeinderat hat beschlossen, an dem Dialog unter dem Motto „Lebendige Kirche jetzt!“ teilzunehmen. Es ist uns gelungen zwei versierte Moderatoren, Frau Rasche, Leiterin der Schulpastoral im Marianum Hegne und Herrn Schlenker, Pädagogischer Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule beim SkF Konstanz, zu gewinnen, die uns auf dem Weg eines Dialogs untereinander und mit der Gesamtkirche begleiten. Der erste Abend fand am 04. Mai im Gemeindehaus statt. Ca. 50 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aller Altersgruppen hatten sich auf den Weg gemacht und nach Altersgruppen getrennt engagiert über Fragen der Glaubenspraxis, der Liturgie und des kirchlichen Miteinanders diskutiert. Die Ergebnisse dieses Abends, die die Grundlage für einen weiteren Dialogabend bilden, wurden anschließend zusammengefasst und in der Kirche veröffentlicht. Es hat sich gezeigt, dass alle Altersgruppen ähnliche Fragen, Wünsche und Sorgen bewegen: Die kirchliche Gemeinschaft, ihr Ausdruck in einer aufbauenden und frohmachenden Feier der Liturgie, die schwierige Situation der immer größer werdenden Seelsorgeeinheiten, der anstößige Gegensatz zwischen kirchlichem Recht und der von Gott geforderten Barmherzigkeit. Wie mit den aufgeworfenen Fragen umzugehen ist, welchen Beitrag wir leisten können, das sollte ein zweiter Abend im Oktober klären.

Kurz erwähnen möchte ich noch die jährlich, so auch in diesem Jahr wieder stattgefundene gemeinsame Sitzung von Pfarrgemeinderat und evangelischem Kirchengemeinderat. Wir haben uns gegenseitig über unsere Aktivitäten und Vorhaben informiert und zusammen überlegt, wie über die bereits laufenden ökumenischen Angebote wie ökumenischer Familiengottesdienst, ökumenische Kinderbibelwoche, Bibelfrühstück und ökumenischer Neujahrsgottesdienst hinaus, weitere Angebote wie ein ökumenischer Glaubenskurs oder ökumenische Besinnungstage angeboten werden könnten. Die bereits sehr guten und lebhaften Kontakte wollen wir auf jeden Fall mit Blick auf unseren gemeinsamen christlichen Auftrag weiter ausbauen.

Für den Bericht über die zweite Jahreshälfte reiche ich den Stift nun an Frau Judith Hirt weiter. Nach meinem Ausscheiden aus dem Pfarrgemeinderat Ende Mai, wurde Frau Judith Hirt zur Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates gewählt. Mit großem Engagement stellt sie sich dieser Aufgabe. Ihr und dem ganzen Pfarrgemeinderat möchte ich ganz herzlich für die außerordentlich gute und konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre danken. Trotz hoher Anforderungen hat die Arbeit viel Spaß gemacht, weil bei allen Beteiligten großes Vertrauen und die uneingeschränkte Bereitschaft zu spüren waren, der Kirche als der Gemeinschaft der Glaubenden vor Ort zu dienen und ihr eine Gestalt zu geben, die anziehend und einladend auf Nahe und Fernstehende wirkt.
Ich wünsche dem Pfarrgemeinderat auch für die kommenden Jahre ein frohes, fruchtbares und gesegnetes Wirken.

Christa Herrmann


An dieser Stelle darf ich nun anknüpfen und bedanke mich aus ganzem Herzen bei meiner Vorgängerin Frau Herrmann, die über viele Jahre unseren Pfarrgemeinderat geleitet hat mit großem persönlichem Einsatz und einem sehr fundierten theologischen Wissen. Wir haben als relativ junger Pfarrgemeinderat – sei es aus Altersgründen oder weil wir neu dabei waren, viel von ihr gelernt und die Zusammenarbeit mit ihr sehr geschätzt. Nun hat sie leider ihre Ankündigung, sich nach der halben Amtszeit zurückzuziehen, wahrgemacht, und wir hoffen, ihre Unterstützung in verschiedenen Gremien noch lange zu haben.

Das Fronleichnamsfest unserer drei Bodanrückgemeinden fand in diesem Jahr in Litzelstetten statt, mit einer Prozession durch den Ort und wunderschönen Blumenaltären an der Grundschule, dem Dorfplatz und in der Kirche, die jeweils von einer der drei Pfarrgemeinden gestaltet wurde. Festlich umrahmt wurde die Prozession durch die beiden Kirchenchöre aus Dettingen und Litzelstetten sowie dem Musikverein aus Dettingen, auch die drei Kindergärten unserer Gemeinden waren mit einem eigenen Beitrag dabei. Mit einem Sektempfang nach der Kirche, zu der der Pfarrgemeinderat herzlich einlud, klang das gemeinsame Fest aus. Der Festgottesdienst zu unserem Patrozinium St. Peter und Paul wurde in diesem Jahr von Herrn Pfarrer Florian gehalten, in Vertretung Pfarrer Zimmermanns, der sich zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus von einer schweren Operation erholte.

Ohne Atempause gingen die Planungen für weitere bauliche Aktivitäten weiter. Die Stadt Konstanz war an uns herangetreten mit der Anfrage nach einer Erweiterung unseres Kindergartens, um die ab Ende 2013 gesetzlich geforderten Krippenplätze zu schaffen. So geht es jetzt ab Ende Oktober an einen Erweiterungsbau unseres Kindergartens, an dem sich die Stadt mit 80 % der Kosten beteiligt. Die Spielgruppe, die momentan noch in den Räumen des Gemeindehauses untergebracht ist, soll integriert werden und 10 Krippenplätze werden entstehen. Dies erfordert natürlich eine besondere Kraftanstrengung unseres Kindergartenteams, die bei „laufendem Betrieb“ die Bauarbeiten über das nächste Jahr als Begleitung haben und sich auf die neue Herausforderung vorbereiten werden.

Aus unserem Dialogabend zum Thema „Lebendige Kirche“ haben sich zwei weitere Gesprächsabende ergeben, in deren Verlauf wir uns daran machten, die drängendsten Anliegen unserer Gemeinde, die sich aus dem ersten moderierten Abend ergeben haben, zu formulieren, um sie in einem Brief an unseren Erzbischof zu schicken. Bei unserem zweiten, ebenfalls durch Frau Rasche und Herrn Schlenker moderierten Gesprächsabend am 11. Oktober waren ca. 35 Teilnehmer da, auch Gemeindemitglieder aus Dettingen und Dingelsdorf waren vertreten.  An diesem Abend ging es darum, den Ergebnissen des letzten Males konkrete Schritte folgen zu lassen.  So wurde zum einen der erarbeitete Brief vorgestellt, zum anderen wiederum in Gruppenarbeit überlegt, wie wir unseren Beitrag zu einer Lebendigen Kirche gestalten können. Der Wunsch nach der Abhaltung von Gottesdiensten für Jugendliche (z.B. Frühschichten), Gottesdienste draußen und an besonderen Orten, legt den Schluss nahe, dass wir uns vielleicht mit den anderen Gemeinden der Seelsorgeeinheit zusammen um ein Fortbildungsangebot für die Abhaltung von Wortgottesdiensten bemühen werden, die außerhalb der sonntäglichen Eucharistiefeier beispielsweise von Jugendlichen gestaltet werden können, im akuten Fall vielleicht auch helfen könnten, beispielsweise bei Krankheit des Pfarrers den Sonntagsgottesdienst aufrecht zu erhalten. Ein anderer Ansatz ist, den Gemeindemitgliedern die Möglichkeit zu Gesprächen nach der Sonntagsmesse zu geben, indem wir in regelmäßigen Abständen ein Kirchencafé in der Unterkirche anbieten, wo man sich noch etwas verweilen kann. So stehen verschiedene Vorschläge im Raum, deren Umsetzung wir im Pfarrgemeinderat zusammen mit Herrn Pfarrer Zimmermann überlegen und an der sich hoffentlich viele Gemeindemitglieder beteiligen werden.

So wünsche ich uns allen ein gutes Gelingen unserer sämtlichen Baustellen und eine frohe Zusammenarbeit im Geiste Gottes!

Judith Hirt