Rückblick 2011

Lagerbericht der kirchlichen Jugend Litzelstetten

Im 5. Jahr in Folge haben die Ministranten von St. Peter und Paul wieder ein Zeltlager erleben können. Es ging für eine Woche nach Gutenzell bei Ochsenhausen/Biberach, nur 2 Fahrstunden weg von Litzelstetten und doch bei vielen unbekannt, was sich ändern sollte. Schon bei der Anreise war klar: wir waren in einem eher ruhigen Teil des Allgäu gelandet und der Zeltplatz war abgelegen gelegen mit wenig Komfort und Natur pur. Außer einem Trinkwasseranschluss in ca. 200m Entfernung war keine moderne Technik vorhanden, wodurch die Wiese, der Wald und der Bach eine ganz andere Bedeutung gewannen, als es normalerweise wahrgenommen wird. Das Lagerteam, unterstützt von ein paar Eltern, hatte in 3 Tagen das notwendige Material zum Lagerplatz gebracht und Zelte, Waschtrog, Donnerbalken und die Küche aufgebaut. Damit war das Lager bereit, die Kinder und Jugendlichen aufzunehmen.

Die Anreise erfolgte im komfortablen Reisebus und die 51 Teilnehmer kamen sehr neugierig im Ort an, von wo aus der letzte Teil der Anreise zu Fuß zum Zeltplatz zurückgelegt wurde, an unseren zukünftigen Nachbarn vorbei, einer Kuhherde, die sich interessiert die Neuankömmlinge anschaute.

Lager 2011

Das diesjährige Motto war "Magic Camp - wir lassen uns verzaubern" das sich durch das ganze Programm zog und mit vielen Einfällen und Phantasie eine wunderbare Lagerwelt erschaffen hat. So wurden magische Gruppennamen gewählt und ein Punktesystem eingeführt, das die Leistungen und Verfehlungen der Gruppen widerspiegelte und sehr interessiert verfolgt wurde. Nachdem die Zelte bezogen waren, wurden der Bannermast aufgestellt, von unserem Lagerleiter Katja die Aufgaben und Dienste verteilt und die Regeln erklärt, die das Lagerleben ordneten. Beim abendlichen Lagerfeuer wurden noch Lieder gesungen und dann ging es in die Zelte, wo es nur langsam ruhig wurde, weil ja alles noch sehr neu und aufregend war. Schließlich wurde es dann doch ruhig und die Nachtwache, die jeder mindestens zwei Mal gemacht hat, wachte über den Platz und zog seine Runden um die Zelte.

Im Laufe der Woche besuchten wir den Gottesdienst in der Gemeinde, lernten bei rientierungsläufen Gutenzell und Biberach kennen, badeten im Bach, Jordanbad und einem nahegelegenen Badesee und wer wollte, konnte die Schneeraupen- Produktion bei Käsbohrer besichtigen.

Dazwischen war immer wieder Zeit für Spiele, Basteln und gemeinsame Unternehmungen. Ein Höhepunkt war der Besuch unseres Pfarrers Zimmermann, begleitet von Thomas Langkau, der wieder Eis für alle mitbrachte und einen Lagergottesdienst mit uns feierte, der mal wieder vom Freien ins Zelt verlegt werden musste, da es zu regnen anfing. Dieses Jahr war das aber kein Problem, da wir in unserem neuen Aufenthaltszelt alle gemütlich Platz fanden.

Lager 2011

Versorgt wurden wir von unserem Küchenteam Regina, Ute und Gaby, die viel Lob und „Der Küche sein ein Drullalla…“ ernteten und für eine gute Stimmung und einen zufriedenen Magen sorgten, was eine wichtige Grundvoraussetzung für ein gelungenes Lager ist.

So ging auch diese Woche viel zu schnell vorbei und am Ende des Lagers konnten wir auf tolle Tage, mit tollen Kids, einer erstklassigen Küche und zufriedenen Leitern zurückblicken: es war einmalig. Wir alle waren überglücklich, dass alle so toll mitgemacht und mitgeholfen haben.

Zuhause haben sich dann alle wieder auf das weiche Bett, das warme Wasser und die Toiletten gefreut: schon erstaunlich, worüber man sich manchmal noch freuen kann!

Vielen ging es dann so, dass sie am Liebsten wieder zurück aufs Lager gegangen wären, weil es viel zu schnell vorübergegangen ist. Die Vorfreude aufs nächste Jahr hilft da ein wenig darüber hinweg und wir hoffen, dass alle wieder dabei sein können.

Das Lagerteam Katja, Kathi, Chris, Anna, Lara, Yannic, Fabian, Max, Lars, Alex, Judith, Kalle

Herr Hanusch, der neue Leiter des Kindergartens und der Spielgruppe

Mike HanuschMein Name ist Mike Hanusch, ich bin Jahrgang 1975 und leite seit Sommer 2011 den katholischen Kindergarten St. Peter und Paul in Litzelstetten.

Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“ und keine unselbstständigen Wesen. Kinder sind Forscher und Experten in eigener Sache. Sie entdecken und konstruieren sich ihre Welt, ganz dem individuellen Bedürfnissen und Entwicklungsstand entsprechend. Wir Erwachsenen müssen Ihnen die Möglichkeiten schaffen, zu reifen. Dazu benötigen Kinder Liebe, Geborgenheit, Vertrauen und eine Umgebung, in der sie sich ausprobieren, den Dingen auf den Grund gehen, sich zurückziehen können. Nachdem meine Vorgängerinnen bereits damit begonnen haben, das Konzept des Kindergartens umzugestalten, möchte ich diesen Prozess fortsetzen und erweitern, indem wir den Kindern (Lern)umgebungen schaffen, die nach ihren Themen gestaltet und dementsprechend wandelbar sind. Der Rollenspielbereich zeigt sich mal als typischer „deutscher Haushalt“, dann als Beduinen-Zelt oder sogar als Zirkus-Manege. Der Naturwissenschaftsbereich wird mal zur Raumstation ISS, mal zur Dino-Ausgrabungsstätte oder zur Wasserforschungsstation. Die Themen der Kinder sind unsere Themen. „Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“ (Maria Montessori).

Ein Kind lernt nicht nur von uns Erwachsenen, ein Kind lernt vor allem auch mit und von seinen Altersgenossen. Spätestens wenn das Kind das erste Schimpfwort mit nach Hause bringt, wird Eltern dieser Umstand bewusst. Wir versuchen, dies zu nutzen, indem wir einen Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit auf das sogenannte Peer-Tutoring legen. Jüngere Kinder lernen von den älteren. Die Älteren vertiefen und überdenken ihr Wissen, wenn sie es den jüngeren erklären oder zeigen. Schließlich sind die Kinder von heute die Erwachsenen von morgen. Durch Peer-Tutoring werden auch soziale Kompetenzen erlernt, vertieft, verinnerlicht.

In unserer Gesellschaft verbringen Kinder zunehmend mehr Zeit außerhalb des Elternhauses und dabei werden die Kinder immer jünger. Wir legen deshalb besonderen Wert auf die Eltern-Kindergarten-Vernetzung. Denn Eltern sind die Experten für ihre Kinder – wir sind die Experten für ihre Bildung. Führen wir unser Wissen zusammen, können Eltern und Erzieher gemeinsam die Grundlagen für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben unserer Kinder schaffen.

Ruhe vor dem Ostertrubel

Südkurier Konstanz, 23.04.2011

Pfarrer Bernd Zimmermann ist im Osterstress. Messen, Taufen und Tipps für Kommunionkinder stehen über die Feiertage auf seinem Plan. Aber der Pfarrer ist Hetzen gewohnt.

Ein Blick in den Kalender von Pfarrer Bernd Zimmermann verrät: Über Ostern braucht der 69-Jährige starke Nerven. Ihm stehen ein Marathon an Predigten und Gesprächen bevor. Über die Feiertage drängen sich Messen, Taufen, Taufgespräche, Beichten und Vorbereitungsstunden für die Kommunionskinder. Die Kalenderseiten sind mit winziger Schrift dicht beschrieben.

Selbst Organisationstalent Zimmermann entfährt mit Blick auf die Aufgaben am Ostermontag: „Da muss ich mich schon abhetzen.“

Dabei ist der 69-Jährige die enge Zeitplanung gewöhnt. Schon im Alltag als Pfarrer ist er ständig auf Achse. Er kümmert sich um drei Gemeinden mit ihren Kirchen und Kapellen. Er betreut Dettingen-Wallhausen, Dingelsdorf-Oberdorf und Litzelstetten-Mainau. Der katholische Priester ist auch für St. Marien zuständig, die Barockkirche auf der Mainau, ein Traum für viele Heiratswillige.

Manchmal hat der 69-Jährige drei bis vier Trau-Gottesdienste an einem Samstag, immer wieder auch mit weitgereisten Partnern, etwa aus Australien, aus Singapur, aus Thailand oder aus Russland. Zimmermann spricht bei Bedarf auch Englisch zu den Paaren. Zu seinen drei Gemeinden gehören drei Pfarrgemeinderäte. Er begleitet sie mit einer Einschränkung. Um 22 Uhr macht er Feierabend. „Ich bin zwei Stunden voll da, aber dann gehe ich.“

Pfarrer Bernd Zimmermann
Doch selbst den stresserprobten Pendler zwischen seinen Gemeinden fordern die Ostertage noch heraus: Es drängen sich die Termine. In der Osternacht am Samstag tauft er ein Baby und zwei Kinder, die bald Erstkommunion feiern. Ostersonntag startet er um 9.15 Uhr mit einer Messe in Dettingen, um 10.45 Uhr schließt sich ein feierliches Amt in Litzelstetten an und um 12.30 Uhr ein Gottesdienst auf der Mainau mit Taufe. Drei Gottesdienste stehen auch am Montag auf dem Plan: Um 9.15 Uhr leitet er die Eucharistiefeier in Dettingen, um 10.30 Uhr führt er Kinder in Litzelstetten zur Erstkommunion und um 18.30 Uhr zelebriert er das Abendmahl in Litzelstetten. Es ist der vorbereitende Gottesdienst für die Kommunionkinder aus Dettingen. Zimmermann geht gelassen an die Feiertage heran: „Es ist manchmal Stress, aber es macht auch Freude. Ich lebe mit meinen Gottesdiensten. Ich meditiere meine Gottesdienste.“

Eine Woche lang sinniert er über die Bibelstellen, zu denen er predigt. Manche Texte erscheinen auch dem Pfarrer sperrig und er steht vor der Frage, wie er sie den Menschen vermitteln kann. Manchmal zieht er sich in den Garten zurück, zusammen mit seinen beiden Schildkröten, die jüngst Nachwuchs bekommen haben. Sie helfen ihm, konzentriert nachzudenken über die Texte sowie die Menschen, zu denen er sprechen will. Pfarrer Zimmermann könnte längst in den Ruhestand gehen, doch er bleibt – nicht nur, weil die Kirche zu wenige junge Pfarrer hat, die die Aufgaben übernehmen könnten. Zimmermann bleibt auch, weil ihn seine Aufgaben mit Zufriedenheit erfüllt. „Die Liebe Christi drängt mich, weiterzugehen.“ Auch wenn an Ostern kein Feiertagsgefühl im Sinne von Freizeit aufkommen kann, freut sich der Pfarrer auf das Fest, in dem es um Überwindung des Todes durch die Auferstehung von Jesus geht. „Ich feiere gern mit meiner Gemeinde, auch wenn ich hinterher müde bin.“

Rückblick auf das Jahr 2011

1. Januar
Gemeinsamer ökumenischer Eröffnungsgottesdienst der Litzelstetter und Dingelsdorfer evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in der evangelischen Auferstehungskirche Litzelstetten

von Weihnachten bis Dreikönig
Sternsingeraktion in Litzelstetten, Dettingen und Dingelsdorf

9. Januar
Segnungsgottesdienst für Kleinkinder der Konstanzer Bodanrückgemeinden in der Pfarrkirche St. Nikolaus / Dingelsdorf

6. Februar
Einführung von Dr. Christoph Ellsiepen zum evangelischen Pfarrer von Litzelstetten-Dingelsdorf in der Auferstehungskirche Litzelstetten

13. Februar
Segnung für Liebespaare im Anschluss an die sonntägliche Eucharistie

1. März
Frauenfasnacht in Dingelsdorf am Nachmittag, Pfarrfasnacht in Dettingen am Abend

2. März
Pfarrgemeindefasnacht in Litzelstetten am Nachmittag

4. März
Ökumenischer Weltgebetstag

28. März
Planungsgespräch des Pfarrgemeinderats St. Peter und Paul mit Geschäftsführer Herrn Gräble für den Umbau des Gemeindehauses

2. April
Tag der offenen Tür des Bildungshauses Dingelsdorf, bestehend aus Kindergarten St. Nikolaus und Grundschule Dingelsdorf

10. April
MISEREOR-Fastenessen in Dettingen und Litzelstetten

17. April
Konzert der Ministranten um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul

25. April (Ostermontag)
Erstkommunion in St. Peter und Paul für Litzelstetter und Dingelsdorfer Kommunionkinder

1. Mai
Erstkommunion in St. Verena für Dettinger Kommunionkinder

3. Mai
Betriebsausflug kirchlicher Angestellter nach Kloster Rheinau

17. Juni
Eucharistiefeier der Gemeinden anlässlich des 70. Geburtstages von Pfarrer Bernd Zimmermann

2. Juni (Christi Himmelfahrt)
Sternprozession nach Heilig-Kreuz /Oberdorf

23. Juni
Gemeinsames Fronleichnamsfest in der Thingolthalle Dingelsdorf

25. Juni
Orgelkonzert von Winfried Meßmer (München) mit Orgel-Fantasien am Vorabend des Patroziniums in St. Peter und Paul

26. Juni
Patrozinium St. Peter und Paul mit der „Krönungsmesse“ von W. A. Mozart für Soli, Chor und Orchester. An der Orgel: Winfried Meßmer, Gesamtleitung: Andrea Heizmann, Festpredigt: Pfarrer Zimmermann

9. Juli
Dünnele-Essen mit den Ministranten mit Film vom Jubiläum im Fuchshof

17. Juli
Der ökumenische Gospelchor singt im Sonntagsgottesdienst

18. Juli
Dünnele-Essen mit Film von Jubiläum mit Film vom Jubiläum mit Pfarrgemeinderäten und Gästen im Fuchshof

Juli-August
Mini-Hütte der Dettinger Ministranten auf dem Feldberg
Zeltlager der Ministranten von Litzelstetten in Gutenzell/Ochsenhausen
Pfadi- und Mini-Lager von Dingelsdorf in Mellau
13 Ministranten von Litzelstetten beim Weltjugendtag in Madrid

14. August
Patrozinium St. Marien/Mainau

16. September
Seelenamt und Beerdigung von Herrn Pfarrer Wilhelm Speicher in St. Nikolaus/Dingelsdorf

17. September
Patrozinium Hl. Kreuz/Oberdorf

18. September
Patrozinium St. Verena/Dettingen
Der Chor singt unter Leitung von Herrn Stefan Benner die „Schubert-Messe“. Anschließend Einweihung des neu gestalteten Weltladens und Pfarrfest

25. September
Ministranten und Mitglieder der Gemeinden in Freiburg bei der Eucharistiefeier mit dem Papst

1. und 2. Oktober
Erntedankfest mit Erntedankaltären in Dettingen, Dingelsdorf und Litzelstetten

14. und 15. Oktober
Firmung in St. Verena/Dettingen für die 75 Firmlinge der Konstanzer Bodanrückgemeinden durch Domkapitular Dr. Peter Kohl

15. Oktober
Ökumenisches Bibelfrühstück in der evangelischen Auferstehungskirche

16. Oktober
Ökumenischer Gottesdienst in der evangelischen Jakobuskirche Wallhausen mit Predigt von Pfarrer Bernd Zimmermann

12. November
Einführung der Kommunionkinder in Dingelsdorf

20. November
Einführung der Kommunionkinder in Dettingen und Litzelstetten

27. November
Adventsmeditation mit Chor und Texten in St. Peter und Paul/Litzelstetten und St. Verena/Dettingen

2. Dezember
Konzert des Chanty-Chors in der Pfarrkirche St. Peter und Paul

3. Dezember
Dankgottesdienst aller Firmlinge in St. Verena/Dettingen

4. Dezember
Patrozinium St. Nikolaus/Dingelsdorf mit Pfarrfest

11. Dezember
Friedenslicht-Gottesdienst in St. Nikolaus/Dingelsdorf

18. Dezember
Adventskonzert des Musikvereins in Dingelsdorf