Ansprache des Ortsvorstehers am Priesterjubiläum von Pfarrer Zimmermann

- eine Nachlese -


Wir drei Ortsvorsteher, Heiner Fuchs von Dingelsdorf-Oberdorf, Roger Tscheulin von Dettingen-Wallhausen, beides auch Stadträte im Konstanzer Gemeinderat und meine Wenigkeit, Rudolf Riedle aus Litzelstetten-Mainau.

Wir möchten uns für die Einladung bedanken. Wir sind gerne der Einladung gefolgt, um unserem Jubilar zu gratulieren und die Glückwünsche der Bürgerinnen und Bürger zu überbringen. Pfarrer Bernd Zimmermann ist seit 1990 Litzelstetter Mitbürger, deshalb habe ich die Ehre, im Namen der drei Teilorte zu sprechen.

Als Sie Priester wurden bis heute hat sich unglaublich viel verändert. Vor 40 Jahren hatte in den Gemeinden ein Dreigestirn das Sagen: der Pfarrer, der Lehrer, der Bürgermeister. Heute sind alleine in Litzelstetten in der Grundschule 15 Lehrerinnen zuständig, drei Ortsvorsteher leiten die Ortschaftsratgremien und die Ortsverwaltungen. Bei der Stelle des Pfarrers hat sich in der Weise etwas verändert: Nur ein Pfarrer darf verantwortlich sein, nicht nur für ein, sondern für drei Teilorte. Herr Pfarrer Zimmermann - Sie für Ihre Bodanrückgemeinden! Und Sie, lieber Pfarrer Bernd Zimmermann, sind ein Stützpfeiler in unseren Gemeinden geworden. Denken wir an Ihre spontane und große Hilfe, als es vor wenigen Jahren darum ging, die Kleinkinder, die Kleinsten der Familien, in die katholischen Kindergärten zu integrieren. Sie waren unsere einzige Chance, und Sie haben uns sehr geholfen! Großen Dank dafür. Ja, Sie sind ein wirklicher Stützpfeiler, auf den wir uns verlassen können!

Wir befinden uns in nicht einfachen Zeiten:
In kräftigem Wertewandel, in einer noch nie da gewesenen Gesellschaftsveränderung, am Beginn des Computer-Zeitalters, das noch unvorstellbare Veränderungen mit sich bringen wird. Wir wissen, dass in vielen Aktionen der heutigen Zeit die Religion und unsere Kirchen nicht die verdiente Würdigung erhalten, dass sie nicht gerade Hochkonjunktur haben.

Priester zu sein ist ja kein normaler Beruf; diese Aufgabe ist nur mit Berufung zu schaffen, einer Berufung folgend! Würde man über den Beruf des Pfarrers philosophieren: Der Arbeitsplatz ist absolut sicher, Nachwuchsmangel ist seit Jahren die Regel, der Priester ist gefragt, die Bezahlung nicht schlecht, nur der Sonntag allerdings ist nicht arbeitsfrei, es gibt keinen freien Sonntag.

Wir feiern ein 40-jähriges Priesterjubiläum, eine lange Beschäftigungszeit beim gleichen Arbeitgeber und nur ein Chef …. dort oben.

Lieber Herr Pfarrer Zimmermann, Sie meistern Ihre Herausforderung bravourös. Es ist bewundernswert, mit welchem Einsatz Sie zu Werke gehen: Unverdrossen, ausgeglichen und optimistisch. Nie erwecken Sie den Eindruck, als seien Sie frustriert, enttäuscht, niedergeschlagen. Wie von einem nicht versiegenden Kraftfeld angetrieben gehen Sie den Weg Ihrer Berufung.

Sehr herzlich gratulieren wir Ihnen zu Ihrem Priester-Jubiläum. Wir verbinden damit zugleich aber auch unseren herzlichen Dank für Ihr Wirken. Bleiben Sie ein wirklicher Stützpfeiler in unseren Bodanrückgemeinden.

Wir wünschen Ihnen Gesundheit und uns, dass Sie noch lange bei uns bleiben. Wir Ortsvorsteher möchten mit unserem Geschenk erreichen, dass Sie nicht vergessen, öfter auch mal an sich zu denken. Die möchten Sie zur Muse zwingen, und da Sie ein Musikkenner sind, möchten wir mit etwas Druck erreichen, Konzerte der Südwestdeutschen Philharmonie zu besuchen. Alle drei Teilorte haben sich gleichermaßen beteiligt.
Herr Pfarrer Zimmermann genießen Sie dieses musische Geschenk.