Jahresbericht des Pfarrgemeinderates von St. Peter und Paul, Litzelstetten

Beim Durchblättern der Sitzungsprotokolle des zu Ende gehenden Jahres wird deutlich, wie viel Zeit die Sanierung und der Umbau des kath. Gemeindehauses in den Sitzungen des Pfarrgemeinderates beansprucht haben. Ohne kompetente Vorarbeit durch den Bauausschuss wäre der Zeitumfang allerdings wesentlich größer gewesen. Inzwischen sind die wichtigsten Entscheidungen gefallen unddie Bauarbeiten haben begonnen. Dafür musste das Haus geräumt und der Betrieb im Haus eingestellt werden. Das betraf neben Chor, Altenwerk und Frauengemeinschaft vor allem die Spielgruppe, für die übergangsweise eine neue Bleibe gefunden werden musste. Dankenswerterweise hat die evangelische Kirchengemeinde sich bereit erklärt, uns ihren Gemeindesaal für die Spielgruppe zur Verfügung zu stellen, die sich nun schon seit einigen Wochen dort sehr wohlfühlt. Wenn alles gut läuft, keine nicht vorhersehbaren Störungen auftreten, hoffen wir, in den ersten Wochen des neuen Jahres in das Gemeindehaus wieder einziehen zu können. Dann wird auch die Bibliothek ihre Bücher von der Unterkirche in das Gemeindehaus verlagern und dort ihre Dienste anbieten.

Nach wie vor sind Bauausschuss und Stiftungsrat sehr damit beschäftigt, die Finanzen nicht aus dem Auge zu verlieren und aufzupassen, dass die Baukosten nicht überschritten werden. Wegen der sehr knappen Finanzlage ist jetzt schon abzusehen, dass für die Erneuerung der Inneneinrichtung, vor allem der Küche, kein Geld zur Verfügung stehen wird.

Der Pfarrgemeinderat hat sich deshalb überlegt, zusammen mit den zukünftigen Nutzern des Hauses zu Spendenaktionen aufzurufen und Spendenaktionen durchzuführen. Wir hoffen sehr auf eine breite Unterstützung dieser Aktion.

Die Vielschichtigkeit der Aufgaben eines Pfarrgemeinderates, die nicht immer leicht zu erfassende Aufteilung der Kompetenzen und Zuständigkeiten, hat bei unserem „jungen“ Pfarrgemeinderat Anfang des Jahres den Wunsch geweckt, in einem Workshop an einem Wochenende uns intensiver mit diesen Fragen zu befassen. So sind wir Anfang des Jahres gemeinsam nach Haus Verna in Gengenbach gefahren und haben dort unter Anleitung und Begleitung der Theologin und Psychologin, Frau Sander-Bauer, anderthalb Tage intensiv miteinander gearbeitet, uns über unsere Ziele und Motive ausgetauscht und uns so auch besser kennengelernt. In diesen Tagen entstand die Idee, innerhalb des Pfarrgemeinderates einen Familienausschuss zu gründen, der sich gründlicher, als das in den Sitzungen des Pfarrgemeinderates möglich ist, mit Themen und Fragen des Kindergartens, der Kleinen Gemeinde, der Feier von Familiengottesdiensten usw. beschäftigen kann. In seiner Sitzung am 26. Mai 2011 hat der Pfarrgemeinderat diesen Ausschuss ins Leben gerufen. Ihm gehören an: Frau Heinz, Frau Münch, Frau Maier-Zepf und Frau Hirt. Je nach Bedarf steht Frau Schlee beratend zur Verfügung. Der Ausschuss hat seine Arbeit aufgenommen. Eine positive Begleitung und Unterstützung der Arbeit unseres Kindergartens unter der neuen Leitung von Herrn Hanusch sehen wir nach wie vor als eine wichtige Aufgabe an, auch wenn die Geschäftsführung des Kindergartenbetriebes zur Entlastung der Pfarrgemeinden und ihrer Leiter neuerdings auf die Gesamtkirchengemeinde übergegangen ist. Der Kindergarten steht vor großen Herausforderungen. Die Eingliederung einer Krippengruppe im Jahr 2013 erfordert eine bauliche Erweiterung des Kindergartens, die in den kommenden Monaten zügig angegangen werden muss.

Ein besonderes Anliegen ist dem Pfarrgemeinderat der Ausbau und die Vertiefung der ökumenischen Zusammenarbeit. Frau Regele vertritt uns in der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) und unterstützt dort gemeinsame Projekte. Hier vor Ort haben wir gern das Angebot zum Aufbau eines gemeinsamen Gospelchores unter Leitung von Herrn Pfarrer Dr. Ellsiepen angenommen. Der Gospelchor hat bereits im Laufe des Jahres die musikalische Gestaltung eines Gottesdienstes bei uns übernommen, worüber sich viele, vor allem junge Gemeindemitglieder, sehr gefreut haben.

Beim diesjährigen Osterfest haben wir erstmals die symbolische Geste des Kerzentausches vorgenommen. In der Osternacht übergaben evangelische Gemeindemitglieder uns eine selbstgestaltete Kerze mit Grüßen und Osterwünschen ihrer Gemeinde und Mitglieder unserer Gemeinde haben Kerze und Osterwünsche beim Gottesdienst der evangelischen Gemeinde am Ostersonntag überbracht. Durch solche Gesten wollen wir uns verstärkt ins Bewusstsein rufen, dass wir gemeinsam als Schwestern und Brüder in der Nachfolge Christi stehen.

Mit großer Sorge haben wir die Umstrukturierungspläne und Zusammenlegungen von Seelsorgeeinheiten in unserem Dekanat verfolgt. Wir sind dankbar, dass eine weitere Vergrößerung unserer Seelsorgeeinheit dieses Mal noch nicht erfolgt ist. Das schließt aber nicht aus, dass uns die Entwicklungen und Probleme, vor denen unsere Kirche steht, stark berühren und beschäftigen. Deshalb möchten wir den Aufruf der Deutschen Bischofskonferenz zum Dialog auch gern aufgreifen und unserer Pfarrgemeinde einen Weg eröffnen, sich in diesen Dialog mit einzubringen. Dialog: das Gespräch mit Gott und untereinander kann und soll uns  helfen, Mutlosigkeit, Resignation und Gleichgültigkeit zu überwinden und gemeinsam neue Wege des Glaubens und neue Formen des Glaubenslebens zu finden und zu erschließen.

Zuversichtlich gehen wir in das neue Jahr. Wir danken allen, die unsere Arbeit unterstützen und betend begleiten. Wir danken denen, die sich für größere oder kleinere Einzelaufgaben in unserer Gemeinde engagieren und wir danken Herrn Pfarrer Zimmermann und allen Hauptamtlichen für ihr engagiertes Wirken in unserer Pfarrgemeinde.

Für den Pfarrgemeinderat St. Peter und Paul

Christa Herrmann