Die Pfarrgemeinde St. Nikolaus im Jahreskreis

Unser Patroziniums- Festgottesdienst zu Ehren des Heiligen St. Nikolaus sowie die Gemeindefeier am Nachmittag im Pfarrheim waren ein würdiger und gelungener Höhepunkt des vergangenen Jahres für unsere Pfarrgemeinde.

Sowohl im Festgottesdienst als auch am Festnachmittag stand die Verabschiedung unseres Pfarrpensionärs Wilhelm Speicher und seiner Haushälterin Frau Renate Mannigel nach über 20-jährigem Wirken in unserer Pfarrgemeinde sowie unseres Mesners Franz Schroff  nach über 55 Dienstjahren in unserer Pfarrkirche im Mittelpunkt. Die Würdigung der Arbeit dieser drei verdienten Persönlichkeiten unserer Pfarrgemeinde wurde sogar durch St. Nikolaus persönlich vorgenommen und der dazu gebührende Dank ausgesprochen. Diesem Dank schließe ich mich hiermit an dieser Stelle nochmals herzlichst an.

Am 30. April feierte Pfarrer i.R. Wilhelm Speicher im Beisein  vieler Gratulanten, auch aus unserer Pfarrgemeinde, im Pflegeheim des Klosters Hegne seinen 90. Geburtstag. Wünschen wir Ihm dort noch weiterhin einen langen, gesegneten Ruhestand, gute Gesundheit  und dazu Gottes Segen. 

Mit einigen Baumaßnahmen haben wir uns auch in diesem Jahr beschäftigt. Zum Einen wurde das Pfarrhaus innen grundlegend renoviert, nachdem im vergangenen Jahr der Außenbereich des Gebäudes saniert worden war, zum Anderen waren noch restliche Arbeiten im Chorbereich unserer Pfarrkirche, u.a. mit dem Einbau eines Beichtstuhls zu erledigen. Die noch zu tätigenden Restarbeiten sollten bis zum diesjährigen Patrozinium abgeschlossen sein. Die Arbeiten im Pfarrhaus waren termingerecht auf  Ende Juni des Jahres beendet. 

Es war der erklärte Wille des Pfarrgemeinderates, das Pfarrhaus wie in der Vergangenheit wieder mit einem Pfarrpensionär zu besetzten, der insbesondere in unserer Pfarrgemeinde pastorale Aufgaben übernehmen und somit auch den Ortspfarrer entlasten kann.
Mit Pfarrer i.R. Werner Florian ist  zum Anfang August zu unserer großen Freude ein neuer Pfarrpensionär in unser Pfarrhaus eingezogen. Er hat sich nach seiner Pensionierung mit seiner Haushälterin und gleichzeitiger Religionspädagogin Frau Cordula Hogg für unsere Pfarrgemeinde als neue Ruhestandsheimat entschieden, nachdem er zuvor in Tauberbischofsheim als Dekan gewirkt hat. Über diesen Entschluss freuen wir uns und danken dafür beiden ganz herzlich.

Am 16. August konnten wir Pfarrer Florian anlässlich seines ersten Gottesdienstes in unserer Pfarrkirche begrüßen und willkommen heißen und ihn und seine Haushälterin anschließend bei einem Stehempfang  näher kennenlernen.
Wir wünschen beiden alles Gute und viel Freude in unserer Pfarrgemeinde in Dingelsdorf.

Ganz herzlich danken möchte ich an dieser Stelle Herrn Pfarrer Helmut Linse, der nach dem gesundheitlich bedingten Umzug  unseres vorherigen Pfarrpensionärs  Herrn Speicher ins Kloster Hegne über ein Jahr lang die von unserer Pfarrgemeinde zusätzlich angebotenen Gottesdienste am Sonntag und auch noch an einem Werktag übernommen hat. Ohne seine Mithilfe hätten diese Gottesdienstangebote nicht  bestehen können.

Vor etwa eineinhalb Jahren wurde von engagierten Eltern die „Kinderkirche“ gegründet. Einmal im Monat feiern dabei Kinder im Alter von ca. 3 bis 8 Jahren parallel zum Sonntagsgottesdienst im Pfarrheim einen eigenen von ihren Eltern gestalteten kindgerechten Gottesdienst. Wir freuen uns sehr darüber, dass  dieses Angebot seit dessen Bestehen sowohl von den Eltern als auch von den Kindern gerne angenommen wird.

In unserem Kindergarten konnte, den Bedürfnissen vieler Eltern entsprechend, die Öffnungszeit auf 48 Wochenstunden erweitert werden. Die dazu erforderliche personelle Verstärkung wurde genehmigt und ist mittlerweile erfolgt.
Das wissenschaftlich begleitete Modellprojekt „Bildungshaus 3 bis 10 Jahre“ wird sowohl von der Grundschule als auch vom Team des Kindergartens mit großem Engagement gemeinsam weiter entwickelt und voran gebracht. (Siehe dazu ausführlicher Bericht über Bildungshaus 3 bis 10 Jahre an anderer Stelle des Pfarrbriefes).

Die gemeinsamen Feiern unserer Seelsorgeeinheit  wie die Flurprozession an Christi Himmelfahrt zur Heilig Kreuz Kapelle nach Oberdorf und das  Fronleichnamsfest, das in diesem Jahr turnusmäßig in Litzelstetten stattfand, waren nicht zuletzt wegen des  guten Wetters sehr gut besucht.

Zum Fest des Patroziniums in der Heilig Kreuz Kapelle in Oberdorf, das musikalisch vom Litzelstetter Kirchenchor gestaltet wurde, konnten wir dort auch eine neue Kirchenorgel einweihen und in Betrieb nehmen. Mit einem kleinen Orgelkonzert am Schluss des Gottesdienstes - von Frau Andrea Heizmann und Herrn Winfried Messmer gemeinsam gegeben - wurden die Gottesdienstbesucher anschließend noch etwas unterhalten.
Danach waren alle Gottesdienstbesucher noch zu einen Stehempfang vor der Kapelle mit Süßmost und Zwiebelkuchen eingeladen.

Es werden derzeit Überlegungen angestellt, ob in der Oberdorfer Kirche zukünftig nicht regelmäßig, etwa einmal im Monat, ein Sonntagsgottesdienst anstelle der heiligen Messe in der Dingelsdorfer Kirche gefeiert werden könnte. Derzeit ist dies nur in den Sommermonaten der Fall. Nachdem die Kapelle in der Vergangenheit vollständig renoviert und dabei auch eine Sitzbank-Heizung eingebaut wurde, und nun auch eine neue Kirchenorgel installiert wurde, wären die äußeren Voraussetzungen dazu optimal geschaffen.

Am 16. und 17. Oktober wurden die Jugendlichen unserer Seelsorgeinheit  gemeinsam in der Kirche in Litzelstetten durch  Herrn Weihbischof Wehrle gefirmt. Insgesamt beteiligten sich daran 91 Jugendliche, davon 22 aus Dingelsdorf. Im Anschluss daran waren alle Beteiligten zu einem Stehempfang eingeladen; dabei gab es die Möglichkeit zu einem Gespräch mit dem Weihbischof.

Für den Pfarrgemeinderat und im Besonderen auch für den Gemeinsamen Ausschuss war auch in diesem Jahr nochmals die Erstellung  neuer „Pastoraler Leitlinien“ ein zentrales Thema.
Nachdem unsere, die Pfarrgemeinde Dingelsdorf betreffende Ausführung, bereits im vergangenen Jahr erstellt und verabschiedet wurde, musste auf Ebene der Seelsorgeeinheit noch eine Zusammenfassung der einzelnen Ausführungen aller drei Pfarreien erarbeitet werden. Dieses gemeinsame Werk konnte Mitte des Jahres unserem Dekan zur Prüfung übergeben werden.
Mittlerweile liegt uns auch eine Stellungnahme mit diversen Anregungen vor. Diese Pastoralen Leitlinien gehen nun als nächster Schritt zur Prüfung und Genehmigung an das Erzbischöfliche Ordinariat nach Freiburg.

Am 13./14 März 2010 finden die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen statt. Unser Pfarrgemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, auch in der kommenden Amtsperiode nochmals die jetzige Form der Zusammenarbeit innerhalb unserer Seelsorgeeinheit beizubehalten. Dies ist nur noch in der kommenden Periode möglich. Danach wird es gravierende Änderungen geben, denn ab 2015 werden die Pfarreien einer Seelsorgeeinheit zu einer „Kirchengemeinde“ zusammengeschlossen mit nur noch einem gemeinsamen Pfarrgemeinderat und einem gemeinsamen Stiftungsrat. In den einzelnen Pfarreien sollen dann sogenannte „Gemeindeteams“ gebildet werden, diese sollen die  Aktivitäten vor Ort beraten und organisieren. (Siehe dazu auch „ Die Weiterentwicklung der Seelsorgeeinheiten“ an anderer Stelle des Pfarrbriefes). Eine wichtige Aufgabe des kommenden Pfarrgemeinderates wird daher sein, schon frühzeitig im Laufe der Amtsperiode die nötigen Schritte zur Vorbereitung auf  die geplante Weiterentwicklung unserer Seelsorgeeinheit in die Wege zu leiten. Dazu benötigen wir aber im Besonderen die Unterstützung aus der Pfarrgemeinde und bitten daher auch um ihre Bereitschaft  zur Mitwirkung im kommenden Pfarrgemeinderat.  

Zum  Schluss danke ich von ganzem Herzen allen, die sich auch in diesem Jahr  zum Wohle unserer Pfarrgemeinde, oft auch im verborgenen, eingesetzt und engagiert haben.

Ich wünsche Ihnen jetzt schon ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Für die Pfarrgemeinde St. Nikolaus Dingelsdorf
Eugen Kaibach