Jahresbericht 2009 des Pfarrgemeinderates von St. Peter und Paul

Beim Durchblättern der Protokolle der Pfarrgemeindratssitzungen des Berichtsjahres wurde mir bewusst, wie vielseitig und abwechslungsreich und gerade deshalb interessant und herausfordernd das Aufgabenspektrum des Pfarrgemeinderates auch im zu Ende gehenden Kirchenjahr wieder war:

  • das Gemeindeleben mit seinen Festen und Höhepunkten im Verlauf des Kirchenjahres wurde begleitet und organisiert,
  • Visionen für die Vertiefung des religiösen Lebens in der Gemeinde wurden angedacht und entwickelt,
  • Arbeitsanforderungen und Aufträge des Erzbischöflichen Ordinariats zur Weiterentwicklung und Umstrukturierung von Pfarrgemeinden wurden umgesetzt,
  • die Pfarrgemeinde war in anderen kirchlichen und örtlichen Gremien zu vertreten,
  • die baulichen Belange von Kirche und den weiteren kirchlichen Gebäuden mussten im Blick behalten und erforderliche Maßnahmen ergriffen werden,
  • die Kindergartenarbeit musste begleitet, unterstützt und in vielen Sachfragen geregelt werden,
  • die kirchlichen Vereine, besonders die Jugendarbeit, galt es zu fördern, usw.

Selbstverständlich war bei all diesen Aufgaben eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Pfarrer, dem Leiter der Pfarrgemeinde, unabdingbar. Notwendig und hilfreich war aber auch das Aufeinandertreffen vielfältiger und unterschiedlicher Talente und Vorkenntnisse bei den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates. Davon haben wir im abgelaufenen Jahr wieder in vielerlei Hinsicht profitiert. Die Zusammenarbeit im Pfarrgemeinderat war deshalb sehr effektiv und harmonisch und der Einsatz jeder und jedes Einzelnen sehr hoch. So konnten wir auch einige größere Projekte zu Ende bringen oder neue beginnen. Dafür möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich allen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates danken.

Zu Ende gebracht haben wir die Erarbeitung und Abfassung der Pastoralen Leitlinien, die uns die letzten zwei Jahre sehr beschäftigt haben. Darin haben wir u a. festgehalten, dass wir die bestehenden Aktivitäten und Initiativen weiter fördern und unterstützen werden, dass wir die Zusammenarbeit in der Seelsorgeeinheit mit Dingelsdorf und Dettingen verstärken wollen, dass wir bei uns in St. Peter und Paul ein größeres Augenmerk auf Caritas und Diakonie vor Ort legen wollen und deshalb den Samaria-Kreis gegründet haben und dass wir versuchen werden, die Gründung neuer Familienkreise anzuregen. Die Leitlinien wurden Herrn Dekan Trennert-Hellwig vorgelegt und von ihm genehmigt.

Als größere neue Maßnahme haben wir Anfang des Jahres ein Energiegutachten für Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten in Auftrag gegeben. Dieses erstellte Gutachten empfiehlt uns den Einbau einer neuen Heizung in der Kirche und umfangreiche bauliche Verbesserungen vor allem im Gemeindehaus. Planung und Kalkulation dieser Maßnahmen werden uns in den nächsten Wochen noch intensiv beschäftigen. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, wie die Nutzung des Gemeindezentrums sich zukünftig entwickeln wird. Die Einbeziehung der Pfarrgemeinde, vor allem der aktiven Gruppen, in diese Überlegungen ist eine selbstverständliche Voraussetzung, weshalb wir Vertreter dieser Gruppen im Oktober zu einem Planungsgespräch in das Gemeindezentrum eingeladen haben.

Zu unserem großen Bedauern hat Herr Huber seine Hausmeistertätigkeit für Gemeindehaus und Kindergarten Ende September beendet. Herr Huber hat mit großem Einsatz nicht nur die Außenanlagen gepflegt, sondern um das ganze Gemeindezentrum herum Platten verlegt, Zäune gesetzt und erneuert und viele Reparaturen in aller Stille ausgeführt. Dafür danken wir ihm im Namen der Pfarrgemeinde ganz herzlich. Die Pflege der Grünanlagen, der Spielgeräte usw. wird für Gemeindezentrum und Kindergarten in Zukunft der Bauhof der Ortsverwaltungen Dettingen/Litzelstetten in unserem Auftrag übernehmen. Wir sind sehr dankbar, dass Herr Eckert weiterhin die Hausmeistertätigkeit für Kirche und Pfarrhaus wahrnimmt.

In den letzten Wochen hat uns die im März 2010 anstehende Neuwahl zum Pfarrgemeinderat, vor allem die Suche nach neuen Kandidatinnen und Kandidaten, sehr beschäftigt. Wir hoffen sehr, dass sich für diese schöne und herausfordernde Arbeit genügend Gemeindemitglieder bereit finden und sich der Wahl stellen.

Zum Schluss möchte ich zwei besonders eindrucksvolle Ereignisse des vergangenen Jahres in Erinnerung rufen und allen, die mitgewirkt und sich dafür eingesetzt haben, nochmals ganz herzlich danken.
Ich erinnere an die Adventsmeditation unter Mitwirkung des Organisten Frederik Heinz, des Blockflötentrios der Musikschule Konstanz, mit Vera und Laura Knörr und Simon Spohn, der Solistin Andrea Heizmann, des Kirchenchores unter Leitung von Andrea Heizmann und des Liturgiekreises.
Ein weiterer Höhepunkt war das Patrozinium mit dem Orgelkonzert am Vorabend, bei dem uns Bruno Sauder aus Kreuzlingen mit der heiteren Orgel überraschte und der Gottesdienst am Sonntag mit der Spatzenmesse von W.A. Mozart, mit der unser Kirchenchor mit Orchesterbegleitung und vier Solisten unter Leitung von Andrea Heizmann den Gottesdienst festlich gestaltete. Den Orgelpart in diesem Gottesdienst übernahm Winfried Messner.

Diese und viele weitere Aktivitäten, Zusammenkünfte und Begegnungen haben Gemeinde vor Ort erlebbar und erfahrbar gemacht.
Allen, die mit einem Dienst, einer Aufgabe oder ihrer Teilnahme am Leben der Gemeinde mitgewirkt und Gemeinde mit gestaltet haben, möchte ich sehr herzlich danken.
Im Namen der Pfarrgemeinde danke ich ganz besonders Herrn Pfarrer Zimmermann für seinen unermüdlichen Einsatz und pastoralen Dienst in unserer Gemeinde.

Im Namen des Pfarrgemeinderates von St. Peter und Paul
Christa Herrmann