Ein großer Tag im Gemeindeleben der Seelsorgeeinheit

Im Jahr 2010 feierten am 10. Oktober die Konstanzer Bodanrückgemeinden St. Peter und Paul/Litzelstetten-Mainau, St. Verena/Dettingen-Wallhausen und St. Nikolaus/Dingelsdorf-Oberdorf gemeinsam Pfarrfest. Anlass war das 40-jährige Priesterjubiläum des Leiters der drei Gemeinden Bernd Zimmermann, der in St. Augustin bei Bonn am 11. Oktober 1970 zum Priester geweiht wurde.

Die Feier begann festlich mit einer Eucharistiefeier des Pfarrers als Orchestermesse in der Kirche St. Peter und Paul in Konzelebration mit Erzbischof Raphael Cheenath, Orissa/Indien, Provinzial des Steyler Ordens und Generalvikar Michael Heinz, Santa Cruz/Bolivien, Geistlicher Rat Werner Florian, der die Festpredigt hielt, sowie den Priestern Bernhard Eichkorn, Vinzenz Schmid, Hans Buekers, Helmut Linse – auch Msgre. Emanuel Frey nahm teil – sowie den Diakonen Karl Wilhelm und Anton Frommknecht. Auch Pfarrer Dr. Christoph Ellsiepen von den evangelischen Gemeinden war unter den Gästen.

Über 100 Ministranten beeindruckten die zahlreichen Gäste. Erzieherinnen der drei Kindergärten, der Kleinen Gemeinde und der Kinderkirche feierten kindgemäß den Festgottesdienst in eigenem Raum und kamen beim Te Deum auf ihre Weise zum Gratulieren und um den Segen zu empfangen.

Dann erfolgte das Pfarrfest mit über 600 Besuchern. Eine  Filmshow gab einen spannenden Rückblick über das Leben des Pfarrers von früher und seiner jetzigen Gemeinden. Für alle war durch ein gutes Mittagessen und Kaffee und Kuchen bei geschmückter Halle gesorgt. Immer wieder gab es auch aufschlussreiche Beiträge zum Pfarrfest. Eine feierliche Vesper bildete wiederum in der Pfarrkirche den Abschluss.

Der in Konstanz nun schon über 20 Jahre als Dienstältester in der Leitung der Seelsorge wirkende Pfarrer ist in Stühlingen/ Südschwarzwald geboren, verbrachte dort seine Kindheit und war dann im Internat und Gymnasium bei den Steyler Missionaren in Aulendorf und St. Wendel. Nach dem Abitur absolvierte er das Philosophie- und Theologiestudium mit dem akademischen Grad des Licentiates in St. Augustin bei Bonn und San Anselmo/Rom. Die Priesterweihe erhielt er im Jahr 1970 im Steyler Priesterseminar St. Augustin. Sofort wurde er gebraucht als Präfekt im Internat St. Wendel, wo er zugleich als Seelsorger und Chor- und Orchesterleiter tätig war. Von 1974 bis 1979 war Bernd Zimmermann Klinikseelsorger in Köln. Zugleich studierte er an der Universität Köln weiter und bestand 1978 das erste und zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Danach  von 1979 an war er wieder zehn Jahre in St. Wendel als Lehrer für Deutsch, Religionslehre und Musik. Noch heute bestehen gute Kontakte mit ehemaligen Schülern, die er als Vertrauenslehrer begleitete. Seinem Wunsch gemäß wollte er ab 1989 seinen priesterlichen Dienst als Pfarrer in Gemeinden ausüben. So wurden ihm von Erzbischof Saier über den damaligen Personalreferenten Zollitsch die Konstanzer Pfarreien St. Peter und Paul/Litzelstetten und St. Georg/Allmannsdorf mit Wohnsitz Litzelstetten übertragen. Mit der Schaffung der neuen Seelsorgeeinheiten übernahmen 1999 die Salesianer-Patres von Maria-Hilf die Pfarrei St. Georg; Pfarrer Zimmermann behielt Litzelstetten mit der Mainau mit vielen Trauungen und übernahm dazu die Pfarreien von Dingelsdorf-Oberdorf und Dettingen-Wallhausen. Neben zahlreicher baulicher Tätigkeiten in den Gemeinden ist Pfarrer Bernd Zimmermann seinem Primizspruch gemäß „Die Liebe Christi drängt uns“ ein unermüdlich eifriger Priester und Seelsorger, der sich selbst zurücknimmt und sehr offen ist für die ihm anvertrauten Menschen und die Belange der Orts- und Weltkirche.