Rückblick 2010

Neue Geschäftsführung der Kindertagesstätten

Bisher oblag die Verantwortung auch für die Geschäftsführung der Kindergärten der Konstanzer Bodanrückgemeinden allein beim Pfarrer und dessen Delegierten. Mit dem Kindergartenjahr 2010/11 wurde der Pfarrer davon entlastet, indem einer Geschäftsleitung diese verantwortliche Aufgabe in der Gesamtkirchengemeinde übertragen wurde. Dies ist eine große Erleichterung für den Pfarrer der drei Gemeinden. Er bleibt jedoch als Verantwortlicher der Pfarrgemeinden weiterhin Träger dieser Kindertagesstätten. Sein Schwerpunkt wird weiterhin die seelsorgerliche Begleitung der Erzieherinnen sowie die religiöse Unterweisung der Kinder sein. Er verbindet mit dem Gemeindereferenten und den Beauftragten die Pfarrgemeinde mit dem Kindergarten  und bleibt im Kontakt mit der Kindergartenleitung, den Kindern und deren Eltern. So ist auch weiterhin die Verbindung des jeweligen Kindergartens zur Pfarrgemeinde gewährleistet.

Pfarrer Bernd Zimmermann
Tel.: 07531/44171
Geschäftsführerin: Claudia Fischer
Tel.: 07531/3659614

Südkurier-Bericht nach dem Fest

SÜDKURIER Montag, 11. Okt. 2010 von Aurelia Scherrer

Pfarrer feiert mit vielen Gästen

Wie angesehen Pfarrer Bernd Zimmermann in seiner Seelsorgeeinheit Bodanrück ist, zeigte sich während des gestrigen Priesterjubiläums. Die Kirche St. Peter und Paul in Litzelstetten war bei der Feier zum 40-jährigen Priesterjubiläum restlos gefüllt; selbst einen Stehplatz zu ergattern, war eine Kunst. Anschließend lud Pfarrer Bernd Zimmermann alle zum gemeinsamen Pfarrfest in die Litzelstetter Seeblickhalle ein. Auch hier mussten spontan noch weitere Bänke aufgestellt werden, denn weit über 600 Gäste wollten ihrem Pfarrer die Ehre erweisen.

„Alles hat seine Stunde“. Mit diesem Satz könnte man das Priesterjubiläum überschreiben. „Alles hat seine bestimmte Zeit und heute ist eine Zeit der Freude“, äußerte der ehemalige Dekan von Tauberbischofsheim, Werner Florian, in seiner Festrede während des Gottesdienstes. Sein Jubiläum habe Pfarrer Bernd Zimmermann bewusst mit einem Gemeindefest aller Pfarreien seiner Seelsorgeeinheit verbunden, denn es ist ihm wichtig, dass alle einmal zusammenkommen. „Gott hat jedem eine bestimmte Berufung, eine Lebensaufgabe übertragen“, so der Festredner. „Und er schenkt uns Menschen, die von seiner Liebe erzählen.“ So ein Mensch ist Pfarrer Bernd Zimmermann, der schon als Kind unbedingt hatte Priester werden wollen. Durch sein Leben und sein Wirken habe er vielen Menschen geholfen, ihre Aufgabe und ihren Platz zu finden. Vielen stand er in Lebenskrisen zur Seite, half jungen Menschen, eine Perspektive für ihr Leben zu finden.

Pfarrer Bernd Zimmermann (links), an seiner Seite Erzbischof Raphael Cheenath aus Orissa/Indien, nahm die Gratulation der Kinder entgegen.

Seine Aufgaben waren vielfältig, so der Festredner. Allerdings hätten Pfarrer eine Vielzahl an Terminen und Anforderungen zu erfüllen, die sich auch mit den größer werdenden Seelsorgeeinheiten noch mehrten. „Fast ein Damoklesschwert“, so Werner Florian. Er überbrachte Pfarrer Bernd Zimmermann die Glück- und Segenswünsche von Erzbischof Robert Zollitsch und dankte zudem ganz persönlich für die „Mitbrüderlichkeit“.

Im Anschluss an den Festgottesdienst, der vortrefflich von Kirchenchor, Orchester und Orgel unter Leitung von Andrea Heizmann umrahmt und die Spatzenmesse zu Gehör gebracht wurde, lud Pfarrer Bernd Zimmermann zum Gemeindefest in die Seeblickhalle. Eigentlich, so verriet Christa Herrmann im Namen der Pfarrgemeinden Litzelstetten, Oberdorf, Dingelsdorf und Dettingen-Wallhausen, „hatten wir ihm dieses Fest schenken wollen. Aber er wollte alles Finanzielle übernehmen.“ Rund 600 Gäste feierten gemeinsam mit ihrem Pfarrer. Allen war es ein Herzensanliegen, dabei zu sein. Die Ortsvorsteher von Litzelstetten, Dingelsdorf und Dettingen-Wallhausen, Rudolf Riedle, Heinrich Fuchs und Roger Tscheulin, gratulierten, Kindergarten- und Schulkinder aller seiner Pfarrgemeinden überbrachten ihm Geschenke, die Ministranten ließen ihren Pfarrer hochleben, ehemalige Schüler und Freunde waren gekommen, Professor Dominik Groß aus Aachen, ein Freund des Jubilars, hielt einen Festvortrag und viele weitere reihten sich in die Gratulantenschar.

Südkurier-Bericht vor dem Jubiläum und Pfarrfest

Donnerstag, 7. Okt. 2010 von Aurelia Scherrer

Jesus ist sein bester Freund

In den katholischen Kirchen in Dingelsdorf und Dettingen wird am kommenden Sonntag keine Heilige Messe stattfinden. Das Zentrum der Seelsorgeeinheit Bodanrück mit ihren rund 5500 Gläubigen wird die Kirche St. Peter und Paul in Litzelstetten sein, denn dort wird das 40-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Bernd Zimmermann im Rahmen der Eucharistiefeier um 10.30 Uhr gefeiert.

„Schon von Kindheit an wollte ich Priester werden“, sagt Pfarrer Bernd Zimmermann, derzeit dienstältester amtierender Pfarrer in Konstanz. Der gebürtige Stühlinger besuchte Internat und Gymnasium bei den Steyler Missionaren in Aulendorf und St. Wendel. „Es war ein strenges Internat. Ich habe nur durchgehalten, weil ich unbedingt Priester werden wollte“, so der heute 69-Jährige. Einen Ausgleich hatte er in der Musik gefunden. Und er wusste noch jemanden an seiner Seite: „Jesus ist und war mein bester Freund.“ Nach dem Abitur absolvierte er das Philosophie- Theologiestudium und erhielt 1970 die Priesterweihe. Sofort wurde er als Präfekt im Internat St. Wendel eingesetzt, wo er als Chor- und Orchesterleiter sowie als Seelsorger tätig war. Von 1974 bis 1979 studierte Zimmermann an der Universität Köln Germanistik und Linguistik und war zudem als Klinikseelsorger in Köln tätig. 1979 kehrte er wieder nach St. Wendel zurück, wo er in der Mittel- und Oberstufe Deutsch, Religionslehre und Musik unterrichtete. „Ich habe alles anders gemacht als meine Lehrer“, stellt Zimmermann fest. Nie wollte er Angst verbreiten oder mittels Autorität seinen Willen durchsetzen. „Durch Vertrauen, Mut und starken Einsatz habe ich die Schüler zu Höchstleistungen gebracht. Ich habe die Begabten gefördert und jene, die sich schwer taten, durchgebracht“, so Zimmermann, der seine eigene Schulzeit nie vergessen wird. „In der zwölften Klasse sind elf von 30 Schülern durchgefallen. So darf man es nicht machen.“

1989 wollte Bernd Zimmermann seinen priesterlichen Dienst in einer Gemeinde ausüben. „Priester wurden als Pfarrer mehr gebraucht. Es gab schon damals Priestermangel“, erläutert Zimmermann seinen Entschluss. Ihm wurden sogleich die Pfarreien St. Peter und Paul/Litzelstetten sowie St. Georg in Allmannsdorf übertragen. Mit der Schaffung der Seelsorgeeinheit Bodanrück 1999 übernahmen die Salesianerpatres Maria-Hilf und St. Georg, während Zimmermann die neue Seelsorgeeinheit Bodanrück aufbaute. Er hat in seinen Gemeinden in diesen letzten 20 Jahren alle Kirchen renoviert. Den Schwerpunkt legt er aber auf die Eucharistiefeier. „Die mache ich selber“, stellt er fest. Auch ist noch nie eine Fronleichnamsprozession in den vergangenen 20 Jahren ausgefallen.“ Und mit Blick auf die Insel Mainau, die schließlich zu Litzelstetten gehört, schmunzelt er: „Ich habe die meisten Trauungen in Konstanz.“ Am meisten freut er sich aber, dass in Litzelstetten der Gottesdienst nach wie vor sehr gut besucht ist. „Ich predige leichter vor einer vollen Kirche“, bekennt er. Am Sonntag wird sie garantiert noch voller sein als sonst.