Rückblick 2010

Annette Müller, die Leiterin des Kindergartens und der Spielgruppe St. Nikolaus

Ich heiße Annette Müller und bin am 15.05.1979 in Freudenstadt im Nordschwarzwald geboren. Als 3. Kind von insgesamt 5 Kindern wuchs ich in meiner Großfamilie im Schwarzwaldhaus mit Kühen, Katzen, und natürlich vielen Nachbarskindern auf.
Wir genossen als Kinder die vielfältigen Spiel/Erfahrungsmöglichkeiten, was mich sicherlich in meiner Naturverbundenheit stark geprägt hat.
Nach der Schulzeit in Bad Rippoldsau-Schapbach und später Freudenstadt, begann ich meine Ausbildung zur Erzieherin im Sonderschulkindergarten Oberau in Freiburg.
Nach erfolgreicher Fachschulausbildung an der kath. Fachschule für Sozialpädagogik in Gengenbach bewarb ich mich für das Anerkennungsjahr im Kindergarten St. Martin in Konstanz - Wollmatingen. Hier genoss ich anschließend weitere 7 Jahre als Gruppenleitung und absolvierte zudem berufsbegleitend weitere Zusatzqualifikationen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur Fachwirtin für Organisation und Führung war es mein großer Wunsch, gerade diese Kenntnisse in einer Leitungsfunktion umzusetzen und eigenständig zu erproben.
Die ansprechende Dingelsdorfer Stellenausschreibung sah ich im Jahr 2007 als meine persönliche Chance und bin nun sehr froh und glücklich, hier mein Tätigkeitsfeld in diesem tollen Team gefunden zu haben. 
Im Jahr 2006 habe ich im Schwarzwald geheiratet.

Meine Hobbies:
Ich gehe gerne wandern, fahre mit dem Rad oder mit unserem Kanu und genieße das Schwimmen im Bodensee.
Bücher verschlingen, backen, fotografieren, Musik hören & Klarinette spielen gehören ebenfalls zu meinen Interessen.

Die Arbeit mit Kindern und ihren Familien war schon früh mein Wunsch, was ich nach wie vor und täglich aufs Neue als tiefe Bereicherung erleben und genießen kann.
Ich bin sehr dankbar, hier bei Ihnen in Dingelsdorf gelandet zu sein und freue mich auf viele weitere Begegnungen.

„ES SIND DIE BEGEGNUNGEN MIT MENSCHEN,
DIE DAS LEBEN LEBENSWERT MACHEN“

Im Kindergarten St. Nikolaus werden bis zu 65 Kinder im Alter von 2 - 6 Jahren in 6 altersgemischten Kleingruppen betreut. Das pädagogische Konzept unseres Kindergartens orientiert sich an der „Offenen Arbeit“, d. h. die einzelnen Räume unterliegen verschiedenen Schwerpunkten und können von allen Kindern gleichermaßen genutzt werden.
Seit 2004 sind wir als Modelleinrichtungen „infans“ in Baden Württemberg tätig. Dieses Projekt wird vom Institut für Sozialisationswissenschaften in Berlin gesteuert und basiert auf wissenschaftlichen Untersuchungen und Erkenntnissen zur Bildung und Begleitung von Kindern.
Ein weiterer Schwerpunkt ist seit September 2007 unser Modellprojekt Bildungshaus für Kinder von 3 - 10 Jahren! Hier können Kindergartenkinder und Grundschulkinder gemeinsam spielen und lernen. Erzieherinnen und Lehrerinnen betreuen die Kinder institutionsübergreifend, gestalten gemeinsam Bildungsangebote und dokumentieren die Entwicklung aller Kinder.

Zu unserem Kindergarten gehört seit September 2008 die Spielgruppe St. Nikolaus. Hier werden an drei Vormittagen 10 Kinder in der Thingolthalle betreut, so dass wir Dingeldorfer Kinder und ihre Familien sehr früh und über viele Jahre begleiten.

August Kraus leitet seit 2002 die Pfarrbücherei in Dettingen

SÜDKURIER 24. August 2010

Pfarrbüchereien werden gerne als ideale Ergänzung zu großen Bibliotheken wie der Stadtbücherei gesehen: Sie sind wohnortnah und schnell zu erreichen; Familien mit Kindern oder ältere Leser ersparen sich den langen Weg in die Stadt. Eine von ihnen ist die Katholische öffentliche Bücherei Sankt Verena in Dettingen.
Alle ein bis zwei Monate bestellt Büchereileiter August Kraus Bücher. Ein Spezialverlag liefert die Exemplare schon ausleihfertig mit Schutzumschlag und Fristenzettel. „Ich beobachte kritisch Bestsellerlisten und Verlagsinformationen“, berichtet er. Diese helfen ihm bei der Auswahl neuer Bücher, und damit trifft er offensichtlich den Geschmack der Nutzer. 2002 hat er die Leitung übernommen. Seit dieser Zeit ist es ihm gelungen, die Ausleihzahlen zu verdoppeln. Die Zahl der engagierten Mitarbeiter stieg auf 14, die die Bücherei zwei Mal pro Woche öffnen.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung wünscht sich Kraus noch mehr Benutzer. Vielen Menschen sei es nicht bekannt, dass es in den Vororten oder kleineren Gemeinden Büchereien gibt, die meist von den Kirchen unterhalten werden. In Dettingen sind rund 3000 Bücher, CDs oder DVDs vorhanden. Es gibt Sachbücher, Romane und Hörbücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Spiele und Zeitschriften. Diese Medien decken den allgemeinen Bedarf. Bei Spezialwünschen wie eine Reisebeschreibung zu Madeira verweist August Kraus auf die Stadtbücherei. „Das wird alle fünf Jahre einmal nachgefragt und würde unser Budget sprengen“, erklärt er.
Finanziert wird die Bücherei hauptsächlich durch die Pfarrgemeinde und die Erzdiözese Freiburg. Spenden, Einnahmen beim Flohmarkt, Ausstellung zu Weihnachten und nicht zuletzt Überziehungsgebühren ermöglichen weitere Beschaffungen.
Der größte Wunsch von August Kraus sind ein Internetanschluss und eine eigene Homepage. Darüber könnten die Nutzer suchen, reservieren oder verlängern, erklärt Kraus. Aber umsonst ist sein Traum nicht zu erfüllen, denn das hieße, das eine oder andere Buch nicht beschaffen zu können.

 

Aus dem Pfarrgemeinderat von St. Verena

Das Ende des Jahres 2009 und der Start ins Jahr 2010 war von der Kandidatensuche für die anstehende Neuwahl des Gremiums geprägt. Leider hatten sich mehrere Mitglieder aus verschiedenen Gründen entschieden, nicht noch einmal für dieses Ehrenamt zu kandidieren. An dieser Stelle zunächst ein herzliches Dankeschön für die teilweise über viele Jahre geleistete Arbeit im Pfarrgemeinderat.
Doch auch die Suche nach neuen Interessenten gestaltete sich schwierig. Letztlich mussten wir mit einer Wahlliste von nur 8 Kandidaten für die 10 zur Verfügung stehenden Plätze gehen.

Umso erfreulicher war es, dass für die freien Plätze während der Wahl am 13./14. März handschriftlich noch Vorschläge gemacht wurden. So umfasst der Pfarrgemeinderat doch wieder 10 Frauen und Männer aus der Gemeinde. In der konstituierenden Sitzung wurde Markus Flaisch zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und mir wurde erneut das Vertrauen für den Vorsitzenden gegeben.

Gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode wurden wir mit der Planung der Erzdiözese konfrontiert, die Seelsorgeeinheiten im Stadtgebiet bis Allensbach/Reichenau neu zu organisieren. Ein Modell sah u.a. vor, die SE Allensbach mit unserer zu verbinden. Da es von allen Seiten gute Gründe gegen eine solche Neuorganisation gab, kam es am 17. Mai zu einer ausführlichen Aussprache mit den Pfarrern und Gemeindevertretern aller Pfarreien des Dekanats, dem Dekan und Regionaldekan inklusive ihrer Referenten und Generalvikar Keck mit Herrn Eiermann von der Erzdiözese. Hier wurden noch einmal die Für und Wider der verschiedenen Planungen diskutiert. Herr Generalvikar Keck nahm die Argumente mit. Wie sich jetzt die Erzdiözese entscheidet steht noch aus.

Erfreulich war im Juli, dass es endlich mit der Stadt Konstanz und dem Land Baden-Württemberg eine Einigung zur geplanten Bebauung „Linzgaublick-Ost“ gibt. Von der Gesamtplanung aus dem Jahr 2005 durch Stadt und Land waren auch Grundstücke der Kirche betroffen. Deshalb gab es in den vergangenen Jahren umfangreiche und schwierige Verhandlungen zu den unterschiedlichen Interessen. Vor dem Notariat Konstanz wurde nun vertraglich geregelt, dass 4 Baugrundstücke in Kirchenbesitz kommen und dafür ein anderer Teil unseres bisherigen Grundstücks als Ausgleichsfläche der Stadt überschrieben wird. Unser relevantes Bauland wird in Erbpacht an Interessenten vergeben. Eine offizielle Ausschreibung kann jedoch erst in Abstimmung mit dem Land und unter Beachtung der Vorgaben der Stadt Konstanz erfolgen. Wenn es soweit ist, wird eine gesonderte Information veröffentlicht.

Und dann gab es durch bzw. mit Hilfe des Pfarrgemeinderats 2 große Feste zu organisieren. Zunächst unser Patrozinium kurz nach den Sommerferien und letztlich das Priesterjubiläum von Pfarrer Zimmermann. Zu letzterem gilt es auch ein Lob nach Litzelstetten zu schicken, denn als „Hauspfarrei“ von Pfarrer Zimmermann lag dort sicherlich die Hauptarbeit. Da sich letztlich viele an der  Organisation und Durchführung beteiligten, konnten auch die Helfer aus Messdienern, Frauengemeinschaft, Weltladen usw. das Fest genießen. Zu diesem Fest wird an anderer Stelle im Pfarrbrief ausführlicher berichtet.

Wie ebenfalls an anderer Stelle ausführlicher berichtet wird, hat der Stiftungsrat, der sich aus Teilnehmern des Pfarrgemeinderats und dem Pfarrer zusammensetzt, im Oktober die Anschaffung einer neuen Pfeifenorgel auf den Weg gebracht. Durch die engagierte Arbeit des Orgelausschusses ist es gelungen, eine ausreichende finanzielle Basis für diese große Investition zu schaffen. Auch hier den Beteiligten ein großes Lob und Anerkennung, dass sie so unermüdlich an diesem Ziel gearbeitet haben und noch weiter arbeiten wollen.

Im November fand ein Treffen mit unseren evangelischen Christen statt. Letztes Jahr war diese eigentlich jährlich geplante Zusammenkunft durch die anstehende PGR-Wahl ausgefallen. Doch bei den jeweiligen Pfarrfesten war zu sehen, dass wir auch inoffiziell immer wieder im Dialog sind.

Am Ende dieses Jahresrückblicks bin ich selbst erstaunt, mit welchen wichtigen Themen wir uns in den vergangenen Monaten beschäftig haben. Weitere Punkte stehen in absehbarer Zeit an. So entfiel bislang die jährliche Ehrung verdienter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch an der Umsetzung der pastoralen Leitlinien gilt es zu arbeiten.

Und wenn Sie etwas bewegt, kommen Sie doch auf die Mitglieder des Pfarrgemeinderats zu oder nehmen Sie an einer Sitzung des Pfarrgemeinderats teil. Je mehr Feedback wir bekommen, desto leichter fällt es uns, die richtigen Dinge zu tun.

Für den Pfarrgemeinderat

Dominik Ball

Bettina Helmer, die neue Leiterin des Kindergartens und der Spielgruppe St. Peter und Paul stellt sich vor

Meine schulische Ausbildung fand an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd statt. Dort studierte ich den Bachelor-Studiengang „Frühe Bildung“, den ich im Juli diesen Jahres erfolgreich absolvierte. Während des für mich sehr spannenden Studiums besuchte ich ein Semester lang die Universität Stavanger in Norwegen im Rahmen des Studiengangs „Early Childhood Education“. In diesem Semester war ich ebenfalls Praktikantin in einer norwegischen Kindertagesstätte, in welcher ich den naturnahen Erziehungsstil erfahren konnte und beeindruckende Erfahrungen des norwegischen Erziehungssystems sammeln konnte. Eine weitere Zusatzqualifikation - die Grundstufe der Ausbildung „Personenzentrierte Beratung mit Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen“ – erzielte ich während des Studiums durch den Besuch mehrerer themenbezogener Seminare. Praktische Erfahrungen sammelte ich zudem durch studieninterne Praktika in unterschiedlichen Kindergärten mit den Schwerpunkten der Beobachtung und Dokumentation sowie der Sprachstandsdiagnose. Zudem führte ich ein Projekt  „Englisch im Kindergarten“ durch.  Mein Schwerpunkt in der Arbeit mit den Kindern ist die individuelle Förderung des Kindes und die positive Beziehungsgestaltung. Ich freue mich auf die Arbeit im Kindergarten und bin mir sicher, dass die kommende Zeit nicht nur für mich sondern auch für alle Beteiligten spannend und reich an schönen Erfahrungen sein wird!

Im zweigruppigen Kindergarten arbeiten 4 Erzieherinnen,  eine Heilerziehungspflegerin und eine Frühpädagogin. Es werden momentan 39 Kinder betreut. Zu unseren Räumen zählen zwei Gruppenräume, zwei an die Gruppenräume angegliederte separate Räume, die Werkstatt, der Rollenspielraum,   sowie die Bewegungsbaustelle in der großen Halle. Die Räume des Kindergartens können teilweise frei genutzt werden und beinhalten unterschiedliche Bildungsangebote. Im Außengelände befindet sich ein großer Garten, der täglich von den Kindern genutzt wird. Die Spielgruppe ist in zwei Gruppen geteilt: Der 2-Tagesgruppe sowie der 3-Tagesgruppe. In der Spielgruppe arbeiten 3 Erzieherinnen, diese betreuen je nach Gruppe bis zu 10 Kinder. Die Spielgruppe befindet sich im Gemeindehaus, in welchem ein Gruppenraum sowie weitere Räumlichkeiten sowie ein kleiner Garten zur Verfügung stehen.

Als Ansprechpartnerin stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Bettina Helmer