Rückblick 2009

Modellproiekt "Bildungshaus 3-10 Jahre" in Dingelsdorf

Das "Bildungshaus 3 -10 Jahre" ist ein Landesmodell des Kultusministeriums Baden-Württemberg. Im "Bildungshaus 3 -10 Jahre" arbeiten Kindergarten und Grundschule pädagogisch eng zusammen, d.h. Kindergartenkinder und Grundschulkinder können hier gemeinsam spielen und lernen.

Die Erzieherinnen und Lehrerinnen betreuen die Kinder, gestalten gemeinsam Bildungsangebote und dokumentieren die Entwicklung aller Kinder. Auch die Raumgestaltung sowie das Material haben einen hohen Aufforderungscharakter und wirken als 3. Pädagoge besonders mit. Verschiedene Raumressourcen von Kindergarten und Grundschule sowie die Turnhalle, das Pfarrheim und die Umgebung in freier Natur werden als gemeinsame Bildungsräume genutzt. Zudem werden Experten von Außen mit ihrer individuellen Kompetenz miteinbezogen.

Im Modellprojekt "Bildungshaus 3 -10 Jahre" lernen Kindergarten und Grundschulkinder gemeinsam. Dadurch sollen die Entwicklung und das Lernen der Kinder intensiv gefördert werden.

Es gab einige Gründe für dieses Modellprojekt: So soll den Kindern der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule über institutions- und jahrgangsübergreifende Gruppen erleichtert wer den. Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung (Kindergarten) sowie der Bildungsplan (Grundschule) betonen den aktiven Erwerb von Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Im "Bildungshaus 3 -1 0 Jahre" nehmen Erzieherinnen und Lehrerinnen partnerschaftlich die Entwicklung aller Kinder gemeinsam in den Blick.

Es gibt nicht nur pädagogische Gründe für die enge Verzahnung: Die demographische Situation gefährdet zunehmend die Existenz kleinerer Einrichtungen, vor allem im ländlichen Raum.
Gerade Kindergarten und Grundschule sollen wichtige Kulturträger im Ort bleiben. "Bildungshäuser 3 -1 0 Jahre" könnten somit ein pädagogisch sinnvolles Lösungsmodell sein!

Mittwochs von 8.30 -12.00 Uhr ist in Dingelsdorf Bildungshaustag. Alle 4 -6-jährigen Kindergartenkinder sowie die Erst- und Zweitklässler treffen sich regelmäßig im 4-Wochenblock zu jeweils vier verschiedenen Themen. Pro altersgemischte Gruppe steht ein Thema (z.B.: Müll, Sinne, Experimente und Wasser) zur Verfügung. Es sind vier Gruppen mit mindestens einer Erzieherin oder Lehrerin sowie teilweise Experten von Außen mit den Kindern beschäftigt.

Die dritte und vierte Klasse werden in Form von Projekten (zu Sachthemen, Vorlesen, Erste Hilfe, ...) miteinbezogen. Alle Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte erleben zusammen Feste und Aktionen. Gemeinsame Treffen finden stetig im pädagogischen Gesamtteam (Erzieherinnen und Lehrerinnen) statt. Zudem werden wir regelmäßig durch das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) begleitet und wissenschaftlich dokumentiert.

Für unsere Kinder soll das "Bildungshaus 3 -10 Jahre" eine gerechte Verteilung von Bildungschancen bieten. Zudem soll ein nahtloser Übergang vom Kindergarten in die Grundschule stattfinden. Die Kinder profitieren durch die größere Anzahl ihrer Lernbegleiter und deren vielfältigen Kompetenzen. So behalten sie ihre vertrauten und beständigen Bezugspersonen als Lernbegleiter über einige Jahre. Jedes einzelne Kind steht als Individuum im Mittelpunkt. Die sprachliche, körperliche, musische und kreative Ausdrucksfähigkeit wird besonders gefördert. Unsere Kinder wählen sich selbst individuelle Herausforderungen.

Der natürliche Wissensdurst, der Forschergeist und die Entdeckerfreude der Kinder werden durch das spielerische Lernen unterstützt. Ein selbstbestimmtes mit- und voneinander Lernen in altersgemischten Gruppen wird im Bildungshaus ermöglicht.

Das Gefühl der Geborgenheit und der lebensbejahenden Einstellung wird positiv unterstützt. Es kann sich ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl der Kindergarten- und Schulkinder entwickeln.

Für die Lernbegleiter bringt das Bildungshaus eine partnerschaftliche Teamarbeit, d.h. Erzieherinnen und Lehrerinnen sind Lernbegleiter auf Augenhöhe. Die verschiedenen Sichtweisen und Blickwinkel werden als Bereicherung erfahren und ein gemeinsamer Blick auf jedes Kind wird ermöglicht. Wir haben gemeinsame Ziele entwickelt und verfolgen diese im Miteinander. Die vielfältigen Ressourcen und Kompetenzen aller Lernbegleiter werden genutzt. Individuelle Lernanregungen sowie Lernumgebungen sind geschaffen. Der Orientierungs- sowie der Bildungsplan werden gemeinsam umgesetzt. Die Lernbegleiter aus beiden Institutionen gehen auf gemeinsame Weiterbildungen.

Für die Eltern und Familien in Dingelsdorf bringt das "Bildungshaus 3 -10 Jahre" ebenfalls einen nahtlosen Übergang von Kindergarten- zu Grundschuleltern. Das Gemeinschaftsgefühl im Dorf wird gestärkt. Die Zusammenarbeit mit allen Lernbegleitern bringt somit auch ein gemeinsames Verständnis von Lernen.

Es macht uns Lernbegleitern sehr viel Spaß, dieses Modellprojekt gemeinsam mit Kindern, Eltern, Experten von Außen umzusetzen und stetig weiterzuentwickeln!

Im Namen des Bildungshausteams Annette Müller

Ökumenisches Bibelfrühstück

Zwei Mal haben wir in diesem Jahr zum ökumenischen Bibelfrühstück eingeladen: 

am 6. Juni zum Thema: „Unser tägliches Brot gib uns heute“

und am 21. November zum Thema: „Talitha – kumi – Mädchen steh auf“

Beide Male setzten wir uns intensiv mit den Themen auseinander und spürten nach, was sie uns in unserem Leben zu sagen haben.
Das nächste Bibelfrühstück ist im Frühjahr 2010 geplant. Sie sind jetzt  schon herzlich eingeladen!

Für das Vorbereitungsteam: 
Karin Hoehl


 

Patrozinium St. Marien Insel Mainau

Am 16. August 2009 fand das Patrozinium St. Marien auf der Insel Mainau statt. Bilder vom Festgottesdienst in der Schlosskirche finden Sie in dieser Galerie.

Pfarrer i. R. Werner Florian, unser neuer Pensionär

Nach über fünfunddreißig Jahren als Priester bin ich mit Vollendung des 70. Lebensjahres aus dem aktiven Dienst unserer Erzdiözese ausgeschieden. Nun bekommt für mich das Wort aus den Pastoralen Leitlinien unserer Erzdiözese „Den Aufbruch gestalten“ eine neue, eine persönliche Dimension.

Zu meiner Person:
1939 in der Nähe von Berlin geboren, führten die Kriegswirren meine Familie und mich nach Plankstadt bei Heidelberg.
Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte ich eine Lehre als Industriekaufmann und übte diesen Beruf bis 1963 aus. Dann entschied ich mich, das Abitur nach zu machen und Theologie und Philosophie zu studieren. 1974 wurde ich durch Erzbischof Hermann Schäufele im Münster zu Freiburg zum Priester geweiht. Es folgten Vikarsjahre in Engen und Baden-Baden, bevor ich 1978 als Pfarrer in Brühl bei Mannheim investiert wurde.
Auf Wunsch von Erzbischof Oskar Saier wechselte ich 1992 in die Fechterstadt Tauberbischofsheim, wo ich 17 Jahre lang als Seelsorgeleiter von acht Gemeinden und als Dekan wirken durfte.

Als Pfarrer i. R. habe ich zusammen mit meiner Haushälterin Cordula Hogg eine neue Heimat in Konstanz-Dingelsdorf gefunden. Wir wohnen dort in dem schönen Pfarrhaus der Pfarrgemeinde St. Nikolaus. Schon in den ersten Tagen haben wir die Herzlichkeit der Menschen hier erfahren dürfen. So wurden wir nicht nur vom Seelsorgeleiter Pfarrer Bernd Zimmermann sehr herzlich begrüßt, sondern wurden auch im Rahmen eines Stehempfangs von Gemeindemitgliedern, vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Herrn Kaibach und dem Ortsvorsteher Herrn Fuchs sehr herzlich empfangen.

Wenn ich jetzt auch aus dem „aktiven Dienst“ ausgeschieden bin, so möchte ich mich dennoch mit ganzem Herzen und mit ganzer Kraft als Priester in der Seelsorgeeinheit der Bodanrückgemeinden einbringen gemäß dem Wort unseres Kurses bei der Priesterweihe: „Seid nicht Herren eures Glaubens, sondern Helfer zur Freude.“