Rückblick 2007

Neue Orgel für St. Verena

Die Kirchengemeinde St. Verena in Dettingen hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Innerhalb von zwei Jahren sollen mit verschiedenen Aktionen insgesamt 200.000 Euro für eine neue Pfeifenorgel gesammelt werden. Der Startschuss für die Großaktion fiel beim Kirchenpatrozinium.
Die jetzige elektronische Orgel stammt aus den 60er Jahren und muss demnächst ausrangiert werden. Der neu gegründete Orgelausschuss ist davon überzeugt, dass sich die Investition in eine Pfeifenorgel lohnt, weil sie ein wesentliches Fundament für gute Kirchenmusik bietet. Der Orgelsachverständige der Erzdiözese Freiburg, Georg Koch, hat berechnet, dass die neue Orgel über 20 Register verfügen sollte. Diese Größe sei ausreichend für den Kirchenraum und biete genügend Variationsmöglichkeiten für eine abwechslungsreiche Gottesdienstgestaltung, aber auch für kleine Orgelkonzerte.
Als Faustregel gilt, dass jedes Register rund 10.000 Euro kostet. Das Geld für ein Register ist bereits vorhanden, denn schon Anfang der 80er Jahre haben engagierte Gemeindemitglieder Geld gesammelt und damit einen Grundstock für die Anschaffung einer Orgel gelegt.

Nun plant der Orgelausschuss in den kommenden Jahren einen "Klangpfad" mit Aktionen. Dabei hoffen die Mitglieder auf vielfältige Unterstützung, sei es durch finanzielle Beteiligung oder durch gute Ideen. Mit einer Spende können Patenschaften für eine oder mehrere Pfeifen übernommen werden. Mit ihrem engagierten Projekt will die Kirchengemeinde auch zeigen, dass St. Verena trotz Priestermangel nicht nur eine Nebenstelle ist, sondern eine aktive Gemeinde mit einem eigenen Profil. Wie anspruchsvolle Kirchenmusik klingen kann, zeigte der neue Chorleiter Stefan Benner beim Patrozinium mit der "Kleinen Festmesse" des zeitgenössischen Komponisten Ernst Tittel. Gemeinsam mit verschiedenen Solisten, einem Streicherensemble des jungen Kammerorchesters Konstanz und Musikern des Musikvereins Dettingen-Wallhausen gestaltete der Chor von St. Verena den Festgottesdienst. Sängerinnen und Sänger des Litzelstetter Kirchenchors unterstützten dabei die Sängerkollegen.

Stefan Benner
Chorleiter

Roland Schönherr bleibt Organist

In der Klinikseelsorge wurde Pastoralreferent Roland Schönherr im Jahr 2007 nach fast 30 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

Roland Schönherr mochte seine Arbeit, auch wenn sie ihn vor immer neue Herausforderungen stellte und manchmal an psychische sowie physische Grenzen brachte. Ein wenig habe er wohl auch zum Heilungsprozess bei einigen Patienten beitragen können, stellte Roland Schönherr fest. Denn oft erlebte er, wie hinter der Krankheit grundsätzliche Lebensprobleme aufschienen, die belastender waren als der Krankenhausaufenthalt. Roland Schönherr bot diesen Menschen die Möglichkeit, sich von der Seele zu reden, was sie bedrückte.

Manchmal war er der erste Mensch, dem sich Patienten anvertrauten. Er trug kein Gewand, das ihn als Mitarbeiter in der Klinikseelsorge auswies. Dennoch ahnten die meisten, noch bevor er sich vorstellte, in welcher Funktion er kam. "Sie haben es am Gesicht erkannt", vermutet der Mann mit dem grauen Bart und dem freundlichen Lachen. Nicht alle allerdings wünschten Besuch von einem Vertreter der Kirche: "Manchmal wurden wir auch rausgeschmissen", berichtet Roland Schönherr von den Erfahrungen der Seelsorger. Wenn ein Gespräch zustande kam, sei es wichtig gewesen, sich für den Patienten Zeit zu nehmen. Möglicherweise hat dies in manchen Fällen den Genesungsprozess voran gebracht. "Eine leichte Seele trägt zur Gesundung bei."

Roland Schönherr gestaltete im Klinikum und in seiner Freizeit in Verena auch die Gottesdienste mit seinem Orgelspiel. Er ist bereit, in der Pfarrkirche St. Verena weiterhin den Orgeldienst zu übernehmen, worüber wir glücklich und dankbar sind.

Bernd Zimmermann, Pfarrer

Sakrament Firmung 2007

am Freitag, 19.10.07, 17.00 Uhr
am Samstag, 20.10.07, 10.00 Uhr
durch Herrn Domkapitular Dr. Klaus Stadel
in St. Verena, Dettingen


"Ihr seid das Salz der Erde." (Mt 5,13)
Mit diesem Wort Jesu aus der Bergpredigt sprach Herr Domkapitular Stadel die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Firmgottesdiensten direkt an und meinte damit, dass unser Glaube an Gott etwas Schmackhaftes, Lebendiges und Hoffnungsvolles ist. Gerade unser Glaube bringt Kraft und Halt in unser Leben, dass wir uns von Gott getragen fühlen dürfen und dadurch diese Hoffnung auch anderen weiter geben. Durch die Firmung wird dieser Glaube mit der Kraft des Geistes Gottes bestärkt und bekräftigt.

Auch in diesem Jahr waren für die 81 Firmlinge wieder zwei Firmgottesdienste notwendig. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Motivation der jungen Leute diesmal deutlicher zu spüren war.

Für das Gelingen der Firmvorbereitung und Firmung selbst waren viele mitverantwortlich, denen ich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich danken möchte. Mein Dank gilt den Firmtreffbegleitern, allen Mitarbeitern bei den Hüttenwochenenden, Leitern von einzelnen Aktionen und Projekten bis hin zu den sozialen Projekten, allen Musikern für die Bereicherung der Firmgottesdienste und allen, die durch viele kleine Dienste die Firmung mitgetragen haben, besonders aber auch dem Firmausschuss, der mit mir zusammen die gesamte Firmvorbereitung im Blick hat.

Wir wünschen allen Neugefirmten die Kraft des heiligen Geistes Gottes und den Mut, zu ihrem Glauben zu stehen.

Gemeindereferent Thomas Langkau