Rückblick 2007

Jahresbericht des Pfarrgemeinderates St. Peter und Paul

Auch ein ganz normales Jahr ist, wenn man es genauer ansieht, voll von besonderen und herausragenden Erlebnissen und Ereignissen. Einige Höhepunkte, die das Leben unserer Pfarrgemeinde im letzten Jahr geprägt haben, will ich zu Beginn kurz aufzählen, um dann schwerpunktmäßig auf Entwicklungen und Planungen einzugehen, die uns als Pfarrgemeinderat besonders wichtig sind und uns deshalb auch verstärkt beschäftigt haben.

Besondere Ereignisse im abgelaufenen Jahr, bzw. Kirchenjahr waren:

  • die Adventsmeditation am 1. Adventssonntag, musikalisch gestaltet von unserem Kirchenchor und Mitgliedern des ev. Kirchenchores unter Leitung von Andrea Heizmann, dem Ensemble des Blockflötenchores Konstanz und mit meditativen Texten zusammengestellt vom Liturgiekreis;
  • das Orgelkonzert mit Herrn Hubov aus Romanshorn am Vorabend des Patroziniums;
  • das feierliche Hochamt am Patrozinium mit Erzbischof Cheenath aus Indien, Pfarrer Zimmermann als Festprediger, der Missa in C-Dur (Orgelsolomesse) von W.A. Mozart, dargeboten von unserem Kirchenchor unter Leitung von Andrea Heizmann, mit anschließendem lebhaften Empfang vor der Kirche;
  • der Gemeindeabend der Ministranten und Ministrantinnen über Eindrücke und Erlebnisse ihrer Romfahrt;
  • das Erntedankfest in festlich geschmückter Kirche und mit anschließendem Gespräch bei Suser und Kaffee;
  • der Gemeindeabend über das Zeltlager der Ministranten mit einer von Alexander Strauch perfekt zusammen gestellten Videoshow.

Solche Höhepunkte sind wichtig für das Erleben und Erfahren von Gemeinschaft, die nicht auf den Gottesdienst beschränkt, sondern auch im Alltag erfahrbar sein soll.
Ein Schwerpunkt der Arbeit des Pfarrgemeinderates lag auf der Weiterarbeit an den pastoralen Leitlinien. Die gemeinsame Klausurtagung mit den Pfarrgemeinderäten von Dingelsdorf und Dettingen war inhaltlich ebenfalls auf die Erarbeitung der Leitlinien ausgerichtet. In den pastoralen Leitlinien sollen wir verbindlich festlegen, welche Aufgaben und Aktivitäten in unserer Pfarrei und in der Seelsorgeeinheit neben den Kernaufgaben unverzichtbar und deshalb zu erhalten oder aufzubauen sind. Nach einer Analyse der Bevölkerungsstruktur unserer Gemeinde und der Erfassung aller bereits vorhandenen Angebote und Gruppen, wollen wir als Grundlage weiterer Überlegungen und Entscheidungen gern auch die Meinungen und Urteile der Mitglieder unserer Pfarrgemeinde hören. Deshalb liegt dem diesjährigen Pfarrbrief ein Fragebogen bei, und wir hoffen auf einen sehr großen Rücklauf.

Bei der Zusammenstellung der bereits laufenden Aktivitäten waren wir erstaunt über die Vielfalt, die bereits vorhanden ist und oft in aller Stille aber zuverlässig sich vollzieht. Uns wurde bewusst, wie viele Frauen und Männer sich ehrenamtlich in unserer Pfarrgemeinde engagieren. Mit besonders großer Freude konnten wir im Laufe des Jahres den Ausbau und die Festigung der Ministrantenarbeit beobachten und begleiten. An dieser Stelle möchten wir dem engagierten Leitungsteam, Jörg Schaffert, Melanie Riedle und Daniel Schewetofski, ganz herzlich für ihren Einsatz danken. Unterstützt wird das Team von Eric Jansen und Katharina Köhler und einem weiteren Stab von Gruppenleitern und Leiterinnen. Aufbauarbeit ist spannend, aber nicht immer einfach. In einer gemeinsamen Sitzung mit den Jugendlichen hat der Pfarrgemeinderat seine volle Unterstützung zugesagt. Sehr dankbar sind wir dafür, dass Eltern die Arbeit der Jugendlichen begleiten und sich bereits bei größeren Aktionen, wie dem Zeltlager, aktiv beteiligt haben. Frau Judith Hirt, Herrn Karl-Heinz Armbruster, Herrn Daniel Schaffert mit Ehefrau und Herrn Alexander Strauch gilt unser besonderer Dank, der gleichzeitig Bitte und Ermutigung ist, das Zeltlager auch des kommenden Jahres wieder aktiv mit zu gestalten.

Angestoßen durch die Enzyklika des Papstes "Deus caritas est" und die Ermahnungen unseres Erzbischofs, dass zu einer lebendigen Pfarrgemeinde die Feier der Eucharistie und die praktizierte Caritas gehören, denken wir im Pfarrgemeinderat darüber nach, eine Gruppe von Frauen und Männern mit einem besonderen diakonischen und karitativen Dienst in unserer Pfarrgemeinde zu beauftragen. Wie dieser Dienst konkret aussehen könnte, daran wollen wir im kommenden Jahr weiter arbeiten.

Nicht unerwähnt lassen möchten wir die Entwicklungen im Kindergarten, die uns im Pfarrgemeinderat immer wieder beschäftigt haben. Für die Kindergärten unserer Seelsorgeeinheit wurde unter Federführung von Frau Rock-Jerg, der Leiterin des Dettinger Kindergartens, ein gemeinsames Leitbild erarbeitet, das sehr schön gestaltet und sehr aussagekräftig ist. Unser Litzelstetter Kindergarten hat durch ganztägige Öffnungszeiten und die Aufnahme von Kindern ab 2 Jahren ein neues Profil entwickelt. Dafür waren viele Überlegungen, Beratungen und auch Investitionen erforderlich. Wir wünschen dem Team, den Kindern und Eltern, dass die Neuerungen sich für alle positiv auswirken. Frau Heinz, unserer Kindergartenbeauftragten, danken wir sehr herzlich für die kompetente und intensive Begleitung des Kindergartens.

Zum Schluss gilt mein Dank den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates, die mitdenkend und handelnd die Anliegen der Pfarrgemeinde im Blick haben und in eigener Verantwortung Aufgaben aufgreifen, die sich ihnen stellen.
Ganz besonders danken wir Herrn Pfarrer Zimmermann für seinen unermüdlichen Einsatz und die Bereitschaft, den drei Pfarrgemeinden unserer Seelsorgeeinheit ein möglichst großes Eigenleben einzuräumen und selber dafür Mehrbelastungen zu übernehmen.
Gemeinsam wollen wir uns den Anforderungen des kommenden Jahres stellen zusammen mit den vielen Frauen, Männern und Jugendlichen, die sich im Stillen oder aktiv und konkret für die Gemeinde einsetzen. Wir wollen weiter darauf hinarbeiten, dass unsere Pfarrgemeinde durch lebendige Gottesdienste, gelebte Gemeinschaft und ein partnerschaftliches Miteinander auf Alt- und Neubürger einladend und anziehend wirkt.

Im Namen des Pfarrgemeinderates St. Peter und Paul

Christa Herrmann

Kindergarten St. Peter und Paul erhält eine Turneinheit

Am 9. Februar wurde eine "Bewegungsbaustelle" im Kindergarten St. Peter und Paul eingeweiht.
Dazu schreibt der Südkurier am 13. Febr. 2007:

Auch wenn es regnet oder stürmt, können die Kinder im Litzelstetter Kindergarten St. Peter und Paul künftig ihren Bewegungsdrang austoben. Nach eineinhalbjähriger Planungs- und Bauphase ist nun eine "Bewegungsbaustelle" im großen Vorraum eingeweiht worden. An einer Einheit aus Sprossen- und Kletterwand, Matten sowie einer Seilbahn wird der Bewegungsapparat der Kinder gezielt gefördert. Auch soziale Fähigkeiten würden auf diese Weise gestärkt, erklärte Gernot Hering bei der Einweihung. Er ist Sportdozent an der Universität und selbst Vater eines Kindes, das den Kindergarten besucht. Die Bewegungsbaustelle ist Ergebnis eines wissenschaftlichen Projekts, das Judith Drey im Rahmen ihrer Examensarbeit bei Gernot Hirt entwickelte.

Bevor die Kinder ihre Bewegungsbaustelle ausprobieren durften, ergriffen die Erwachsenen das Wort. Ute Heinz bedankte sich für den Kirchengemeinderat für die Initiative, die von Gernot Hirt ausging und maßgeblich von der Staatsexamenskandidatin mit getragen wurde. Auch wenn die Kosten zur Hälfte von der Kirchengemeinde übernommen wurden, so sind doch viele Stunden Arbeit von Gernot Hirt und Judith Drey in die Bewegungsbaustelle geflossen. "Ohne den Beitrag der Universität wäre das nicht möglich gewesen", sagte Hirt dem Südkurier gegenüber.

Neben dem finanziellen Beitrag der Kirchengemeinde waren es Spenden der Litzelstetter Hobbykünstler, des Kindergartenpersonals sowie der Bäckerei Zuck, die zur Realisierung der Idee beigetragen haben. Mütter haben sich an den Näharbeiten für die Matratzenbezüge beteiligt, und drei dicke Bodenmatten haben Gernot Hering und Judith Drey beigesteuert. Da die Kosten doppelt so hoch ausfielen wie vorgesehen, sind Spenden weiterhin hoch willkommen. Nachdem Pfarrer Bernd Zimmermann die Kletterbaustelle gesegnet hatte, gingen die Kinder ans Werk. Die spielerische Freude an der Bewegung scheint jedenfalls vorhanden zu sein.

Klausurtagung der Pfarrgemeinderäte der Bodanrückgemeinden

Klausurtagung der Pfarrgemeinderäte der Konstanzer Bodanrückgemeinden St. Verena, St. Nikolaus und St. Peter und Paul mit Pastoralreferent Heinz-Werner Kramer über die Pastoralen Leitlinien am 10.03.2007 in Dingelsdorf.

Leitbild für unsere Kindergärten

Viele Ideen - ein Leitbild für unsere Kindergärten
Warum ein Leitbild? Unsere Kindertageseinrichtungen leisten schon immer einen wertvollen Dienst für Kinder und deren Familien, besonders in Zeiten, in denen sich ständig vieles verändert. Die Pfarrgemeinden als verantwortungsvolle Träger sind daher ebenso gefordert wie engagierte MitarbeiterInnen, gemeinsam ein Profil ihrer Einrichtungen zu entwickeln, um ihre Aufgaben zielsicher und zuverlässig anzugehen. Diese Überlegungen waren maßgebend für den Leitbildprozess.

Zur Erstellung des Leitbildes wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich aus Pfarrgemeinderäten, Kindergartenbeauftragten, Leiterinnen und dem Gemeindereferenten zusammensetzte. In intensiven und konstruktiven Sitzungen von November 2005 bis Januar 2007 entstand unser Leitbild. Im ersten Schritt wurden Schwerpunkte und Werte ausgewählt, diskutiert und gewichtet. Diese Bausteine bildeten die Grundlage für die spätere Formulierungsarbeit.

Den Entwurf des Leitbildes stellte die Arbeitsgruppe anschließend im Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit vor. Jetzt begann die Arbeit am Layout. Mit Hilfe einer Grafikerin wurden unsere Ideen und Vorstellungen umgesetzt und im Januar 2007 ging unser Leitbild in Druck.

Wir verstehen unser Leitbild als Fundament, auf dem die individuellen Konzeptionen unserer drei Kindertageseinrichtungen aufbauen. Die Botschaft Jesu prägt unser Menschenbild, unsere Sichtweise und unseren Auftrag. In unserem Leitbild nehmen wir die Situation der Kinder, Familien, Mitarbeiter und des Trägers in den Blick und setzen den Rahmen für ein wertschätzendes Miteinander.

Unser Anspruch ist es, den Anforderungen der Gegenwart gerecht zu werden und sich den Fragen der Zukunft zu stellen.

Wir hoffen, dass dieses Leitbild die Arbeit in unseren Kindergärten und Pfarrgemeinden prägt und viele Menschen zu weitergehenden Denkanstößen motiviert.

Für die Arbeitsgruppe:
Ute Heinz, Ulrike Längle, Thomas Langkau und Martina Rock-Jerg