Rückblick 2007

100 Jahre Frauengemeinschaft St. Verena

Am 30. Aug. 1908 wurde der Zweigverein Dettingen des badischen Frauenvereins gegründet. Der Zweck des Vereins war die Unterstützung von Armen, Kranken und Wöchnerinnen. Die Protektorin war Großherzogin Luise, eine Tante von Graf Lennart Bernadotte, die in der Aufnahmeurkunde den Wahlspruch ausrief: Gott mit uns

Im Anfang gab es 20 weibliche und 3 männliche Mitglieder. Der Jahresbeitrag betrug 1 Mark, fünf Mark wurden jährlich dem badischen Frauenverein in Karlsruhe zugeschickt.

Zum Gründungs-Protokoll

In den Unterlagen finden sich als erste Vorstandsdamen: Frau Brehm, Frau Fuchs, Frau Okle, Frau Joseph Fuchs und Frau Joseph Demmler.

Sie unterstützen die Ausbildung zu hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie nähen, kochen, backen und in der häuslichen Krankenpflege. Hilfsbedürftige Erstkommunionkinder wurden unterstützt und später ab 1914 wurden Rote Kreuz Sammlungen für verwundete Soldaten durchgeführt.

Für besondere Leistungen erhielten die Frauen eine Belohnung von Großherzogin Luise. Im Jahr 1916 hatte der Verein 45 Mitglieder, die unter den damaligen Umständen Großartiges geleistet haben. Bis 1920 gab es auch schwierige Situationen, Mitgliederversammlungen waren wegen zu geringer Teilnahme nicht beschlussfähig, es gab Schwierigkeiten beim Kassieren der Beiträge, so dass man 1920 die Mitgliedschaft im badischen Frauenverein kündigte und dem hiesigen christlichen Mütterverein beitrat.

Damit enden die Aufzeichnungen bis zur Neugründung am 25. März 1957. Ab hier wuchs die Frauengemeinschaft unter dem Vorsitz von Frau Viktoria Hornstein zu einer lebendigen Institution in Dettingen mit vielen Aktivitäten. Zwei Mal im Jahr wurden bei Basaren Handarbeiten und Basteleien für wohltätige Zwecke verkauft. Besonders das Missionswerk Auxilium wurde unterstützt, das bis heute anhält. Dabei war Frau Anna Knödel maßgeblich beteiligt. Ein Beispiel: im Jahr 1986 wurden 64 große Decken gestrickt und zusammen mit 3000 DM Spenden überreicht. Ab 1989 kamen bis heute noch ungezählte Kinderpullover dazu.

Ab 1987 übernahm Frau Marianne Augustyniak den Vorsitz mit neuen Ideen, tatkräftig unterstützt von Frau Gisela Wolf. Es begann der monatlich selbstgestaltete Gottesdienst mit Kollekte für besondere Projekte in aller Welt, der jährliche Besinnungsnachmittag, Bildungsvorträge, Grillabende mit den Dingelsdorfer Frauen und Fahrradtouren.

Nicht zu vergessen die Pfarrfasnacht, die sich bis heute zunehmender Beliebtheit erfreut.

Basteleien vielfältigster Art wurden intensiviert und bei Basaren zu Gunsten verschiedener Hilfsprojekte verkauft. Großen Erfolg haben wir mit der Aktion "Weihnachtsplätzchen" für unsere Partnergemeinde in Peru.

Nach 15 Jahren tatkräftiger Einbringung hat Frau Augustyniak im Jahre 2002 den Vorsitz aufgegeben. Da sich keine alleinige Nachfolgerin fand, wird unsere Frauengemeinschaft seit Oktober 2002 von einem Team geleitet, in dem jeder seine Schwerpunkte hat:

Marianne Augustyniak:
Fasnacht und Besinnungsnachmittag

Inge Bug:
Finanzen

Marianne Kretschmer:
Gottesdienstvorbereitung, Jahresausflug

Dorothea Schäfer:
Dekanatsaufgaben

Gisela Wolf:
Ansprechpartnerin und Schriftführerin

Zur Zeit haben wir 91 Mitglieder. Über jüngere Frauen, die sich in unserer Gemeinschaft einbringen wollen, würden wir uns sehr freuen.

Marianne Augustyniak
Marianne Kretschmer

Abschied von Andrea Weber

Frau Weber, eine engagierte Mitarbeiterin der Pfarrei St. Nikolaus, muss Konstanz verlassen:

Text: "Aufbruch"

Immer wenn ich losgehe,
lasse ich etwas zurück
einen Menschen, einen Lebensabschnitt, Erlebnisse
Jeder Aufbruch ist zugleich Abschied,
mal leichter, mal schwerer, mal herbeigesehnt,
mal verdrängt und hinausgeschoben.

Manchmal würde ich gerne bleiben
und nicht schon wieder aufbrechen.
Nicht schon wieder ins Unbekannte hinein,
nicht schon wieder all die Mühe.

Und doch
Bleiben ist Stillstand, ist stehen bleiben
Bleiben ist Verführung des Lebens
Bleiben in einer bestimmten Lebensphase
bei bestimmten Menschen, an Orten die ich mag.
Bleiben das ist festhalten, was nicht festzuhalten ist.

Leben ist Aufbruch
Immer wieder neu
Aufbruch ins Unbekannte hinein

Und Leben ist Abschied
Ob wir es wollen oder nicht.

(Andrea Schwarz)

 

Liebe Pfarrgemeinde,

mit diesen Worten von Andrea Schwarz möchte ich mich bei Ihnen verabschieden. Ich habe 4 Jahre in Dingelsdorf gelebt und musste nun aus beruflichen Gründen fortziehen. Ich habe mich hier stets sehr wohlgefühlt und der Abschied fällt mir schwer. Sie haben mich sehr nett aufgenommen und gut ins Pfarrgemeindeleben integriert. Dies ist besonders daran zu erkennen, dass ich nach nur 2 Jahren Aufenthalt schon in den Pfarrgemeinderat ernannt wurde. Dafür bedanke ich mich bei Ihnen sehr herzlich.

Der Frauentreff, für den ich bisher Ansprechpartnerin war, läuft natürlich weiter. Auch im nächsten Jahr werden diverse Veranstaltungen durchgeführt. Nähere Auskunft geben Ihnen:

Frau Gabriele Neumann, Mühlbachweg 9, Tel: 07533 / 3384
Frau Margret Schröder, Fließhornstraße 4D, Tel: 07533 / 93 55 04 und
Frau Christine Kaschura, zur Halde 7a, Tel: 07533 / 7556

Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft und freue mich bereits darauf, Dingelsdorf als Feriengast wieder zu besuchen.

Andrea Weber

Afrikanissimo in Dettingen

Im September 2007 fand bundesweit die Faire Woche statt, an der sich der Weltladen Dettingen mit mehreren Aktionen und Veranstaltungen beteiligt hat. Im Mittelpunkt stand dabei die Partnerschule des Weltladens in Ghana. Seit 1999 besteht eine Verbindung in den Ort Nyakrom in Ghana, die zunächst als Wiederaufforstungsprojekt des dortigen Schulhofes angelegt war. Nachdem der "Dettinger Wald" einen stattlichen Umfang erreicht hat, ist die direkte Unterstützung der Partnerschule in den Mittelpunkt gerückt.

Im Frühling 2007 konnte Carmen Straub vom Weltladen-Team die Partnerschule in Ghana besuchen und zahlreiche Fotos und Eindrücke mitbringen. Sie hat beim Verenafest und an einem Ghana-Abend eindrücklich von ihrer Reise, dem Leben in Ghana und insbesondere dem Partnerprojekt berichtet. In Zusammenarbeit mit dem Weltladen fanden auch Projekttage an den Schulen Dettingen und Dingelsdorf statt.

Da es in Ghana abends sehr früh dunkel wird, sind häufig Lampen zu finden, die mit Petroleum oder Kerosin betrieben werden. Diese Lampen sind nicht nur umwelt- und klimaschädlich, sondern beeinträchtigen durch Rauch und Ruß auch die Gesundheit. Solarleuchten sind eine bezahlbare, rentable und nachhaltige Alternative. Der Weltladen möchte die Schüler der Partnerschule mit Solarlampen unterstützen. In der Fairen Woche konnte der Weltladen insgesamt 127 Solarlampen stiften.

Mehr Fotos von Fairer Woche und Ghana unter www.weltladen-dettingen.de.


Im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Firmung hat eine Gruppe von Firmlingen eine afrikanische Hütte gebaut, die eine Attraktion zum Pfarrfest und in der Fairen Woche war (hier beim Aufbau)


Die fertige afrikanische Hütte am Verenafest


Carmen Straub im "Dettinger Wald" in Ghana

Bericht aus dem Pfarrgemeinderat St. Verena

Der Ende 2005 neu gewählte Pfarrgemeinderat hat sich bereits im Jahr 2006 zu einem gut funktionierenden Gremium zusammengefunden, mit dem zu arbeiten Spaß macht. So war die Ende Oktober 2006 durchgeführte Glaubenswoche ein schöner Erfolg mit guter Resonanz in der Gemeinde. Das Thema Trauerbegleitung fand in seiner Fortsetzung zwar weniger Anklang, wird aber versuchsweise fortgesetzt.

Das Jahr 2007 begann - inzwischen schon traditionsgemäß - mit dem Neujahrsempfang für die Gemeinde. Schwerpunkt bildeten wiederum Ehrungen für verdiente ehrenamtliche Mitglieder. Geehrt wurden die Frauen und Männer, die zum Fronleichnamsfest für den Dettinger Altar und den Blumenschmuck sorgen. Stellvertretend seien genannt Helmut Schulter, Resi Schulter, Rita Brugger sowie die leider vor kurzem verstorbene Anna Knödel.
Weiter wurden geehrt die Sternsinger, die Helferinnen und Helfer beim Verena-Fest sowie der Webmaster unserer Seelsorgeeinheit Tobias Döpfner.

Anfang 2007 wurde auch das Leitbild für die Kindertageseinrichtungen der Seelsorgeeinheit fertiggestellt. Das Leitbild wurde von einer Projektgruppe, bestehend aus den Leiterinnen, den Kindergarten-Beauftragten und einigen Pfarrgemeinderätinnen, erarbeitet und mit dem Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit abgestimmt. Das Ergebnis ist sowohl inhaltlich wie von der Gestaltung sehr gut gelungen.

Am 10. März trafen sich die Pfarrgemeinderäte der Seelsorgeeinheit im Pfarrheim Dingelsdorf zu einer Klausurtagung zur Arbeit an dem Pastoralen Konzept für unsere Seelsorgeeinheit. Im Vorfeld wurden kommunale und kirchliche Statistikdaten zur Erstellung einer IST-Analyse erfasst.
Das Pastorale Konzept soll - eingebettet in die Pastoralen Leitlinien der Diözese - Antwort geben auf Fragen "Wie soll die pastorale Arbeit für die Zukunft gestaltet werden?" "Was ist unter den gegebenen personellen und finanziellen Randbedingungen leistbar?" "Wo sind Schwerpunkte zu setzen?"
Die Arbeiten wurden auf Ortsebene in einer kleinen Arbeitsgruppe fortgesetzt. Ein Teilergebnis war z. B. eine Ortsfeldanalyse für St. Verena. Um die Meinung der Gemeindemitglieder einzubeziehen, wurde ein Fragenkatalog entwickelt, der zum ersten Mal beim Verena-Fest vorgelegt wurde, auf erweiterter Grundlage jetzt mit diesem Pfarrbrief verteilt wird.

St. Verena nahm auch an dem von der Diözese initiierten Energiecheck für die kirchlichen Gebäude teil. Ziel ist es, durch geeignete Maßnahmen den Energieverbrauch zugunsten der Umwelt (und der Kosten) zu reduzieren. Dankenswerter Weise hat sich Herr Gerhard Fritsche als Energiebeauftragter zur Verfügung gestellt. Erste gering investive Maßnahmen wurden bereits beschlossen. Kostenintensivere Maßnahmen werden in die Haushaltsplanung 2008/2009 eingebracht. Höhepunkte des kirchlichen Lebens waren wiederum das Fronleichnamsfest der Seelsorgeeinheit am 7. Juni, das turnusgemäß in Dettingen stattfand, sowie das Patrozinium St. Verena am 15. September. Beide Festtage sind gut gelungen; allen Helferinnen und Helfern innerhalb und außerhalb des Pfarrgemeinderates sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Der Offene Jugendtreff konnte nach einer Unterbrechung in Zusammenarbeit mit der Kommune (Ortsverwaltung und Jugendamt) auf einer neuen Basis wieder aufgenommen werden. Dabei wird an drei Tagen in der Woche eine erwachsene Person die Aufsicht führen. Besonderer Dank gilt hier unserem Pfarrgemeinderatsmitglied Kathi Kiesel für ihren fortdauernden Einsatz. Auch in diesem Jahr fand unter ihrer Leitung das gut angenommene Sommerlager statt.

Im Sommer hat sich unter der Leitung des neuen Dirigenten des Kirchenchores; Herrn Stefan Benner, ein Orgelausschuss gebildet, dessen Ziel die mögliche Anschaffung einer Pfeifenorgel für unsere Pfarrkirche ist. Eine erste öffentliche Aktion dazu fand im Rahmen des Verena-Festes statt.

Die Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde in Wallhausen wurde im Jahr 2007 gemäß der bestehenden ökumenischen Vereinbarung mit je einem ökumenischen Gottesdienst in Dettingen und Wallhausen und den gegenseitigen Einladungen zu den Gemeindefesten fortgesetzt. Da in Kürze ein neuer evangelischer Ältestenrat gewählt wird, wird im nächsten Jahr wieder ein gemeinsames Treffen mit dem Kirchengemeinderat stattfinden. Unser Mitglied Peter Wahl ist im Arbeitskreis Christlicher Kirchen in Konstanz aktiv und hält uns über dessen Aktivitäten auf dem Laufenden.

Die Katholische Öffentliche Bücherei ist auch in 2007 sehr rührig gewesen und wird am 11. November eine große Buchaustellung durchführen. Die Bücherei konnte in diesem Jahr auf 20 Jahre erfolgreichen Bestehens im Pfarrheim zurückschauen. Beim Neujahrsempfang 2008 soll an dieses Ereignis besonders gedacht werden.

Die im Jahresablauf vor Redaktionsschluss dieses Pfarrbriefes letzte pastorale Ereignis war die Firmung für die Jugendlichen der Seelsorgeeinheit am 19. und 20. Oktober in der Pfarrkirche in Dettingen. Über 80 Jugendliche konnten von Domkapitular Stadel das Sakrament der Firmung empfangen. Im Anschluss an die beiden Gottesdienste wurde für die Firmlinge und den Gottesdienstbesuchern ein Empfang im Pfarrheim gegeben.

So umfangreich und vielfältig die Aktivitäten des Pfarrgemeinderates im Berichtszeitraum waren, so ist dies auch für das kommende Jahr zu erwarten.

So bleibt mir zum Schluss des Berichtes, für die bisher geleistete Arbeit allen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates ganz herzlich zu danken.

Sepp Burgert
Oktober 2007