100 Jahre Frauengemeinschaft St. Verena

Am 30. Aug. 1908 wurde der Zweigverein Dettingen des badischen Frauenvereins gegründet. Der Zweck des Vereins war die Unterstützung von Armen, Kranken und Wöchnerinnen. Die Protektorin war Großherzogin Luise, eine Tante von Graf Lennart Bernadotte, die in der Aufnahmeurkunde den Wahlspruch ausrief: Gott mit uns

Im Anfang gab es 20 weibliche und 3 männliche Mitglieder. Der Jahresbeitrag betrug 1 Mark, fünf Mark wurden jährlich dem badischen Frauenverein in Karlsruhe zugeschickt.

Zum Gründungs-Protokoll

In den Unterlagen finden sich als erste Vorstandsdamen: Frau Brehm, Frau Fuchs, Frau Okle, Frau Joseph Fuchs und Frau Joseph Demmler.

Sie unterstützen die Ausbildung zu hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie nähen, kochen, backen und in der häuslichen Krankenpflege. Hilfsbedürftige Erstkommunionkinder wurden unterstützt und später ab 1914 wurden Rote Kreuz Sammlungen für verwundete Soldaten durchgeführt.

Für besondere Leistungen erhielten die Frauen eine Belohnung von Großherzogin Luise. Im Jahr 1916 hatte der Verein 45 Mitglieder, die unter den damaligen Umständen Großartiges geleistet haben. Bis 1920 gab es auch schwierige Situationen, Mitgliederversammlungen waren wegen zu geringer Teilnahme nicht beschlussfähig, es gab Schwierigkeiten beim Kassieren der Beiträge, so dass man 1920 die Mitgliedschaft im badischen Frauenverein kündigte und dem hiesigen christlichen Mütterverein beitrat.

Damit enden die Aufzeichnungen bis zur Neugründung am 25. März 1957. Ab hier wuchs die Frauengemeinschaft unter dem Vorsitz von Frau Viktoria Hornstein zu einer lebendigen Institution in Dettingen mit vielen Aktivitäten. Zwei Mal im Jahr wurden bei Basaren Handarbeiten und Basteleien für wohltätige Zwecke verkauft. Besonders das Missionswerk Auxilium wurde unterstützt, das bis heute anhält. Dabei war Frau Anna Knödel maßgeblich beteiligt. Ein Beispiel: im Jahr 1986 wurden 64 große Decken gestrickt und zusammen mit 3000 DM Spenden überreicht. Ab 1989 kamen bis heute noch ungezählte Kinderpullover dazu.

Ab 1987 übernahm Frau Marianne Augustyniak den Vorsitz mit neuen Ideen, tatkräftig unterstützt von Frau Gisela Wolf. Es begann der monatlich selbstgestaltete Gottesdienst mit Kollekte für besondere Projekte in aller Welt, der jährliche Besinnungsnachmittag, Bildungsvorträge, Grillabende mit den Dingelsdorfer Frauen und Fahrradtouren.

Nicht zu vergessen die Pfarrfasnacht, die sich bis heute zunehmender Beliebtheit erfreut.

Basteleien vielfältigster Art wurden intensiviert und bei Basaren zu Gunsten verschiedener Hilfsprojekte verkauft. Großen Erfolg haben wir mit der Aktion "Weihnachtsplätzchen" für unsere Partnergemeinde in Peru.

Nach 15 Jahren tatkräftiger Einbringung hat Frau Augustyniak im Jahre 2002 den Vorsitz aufgegeben. Da sich keine alleinige Nachfolgerin fand, wird unsere Frauengemeinschaft seit Oktober 2002 von einem Team geleitet, in dem jeder seine Schwerpunkte hat:

Marianne Augustyniak:
Fasnacht und Besinnungsnachmittag

Inge Bug:
Finanzen

Marianne Kretschmer:
Gottesdienstvorbereitung, Jahresausflug

Dorothea Schäfer:
Dekanatsaufgaben

Gisela Wolf:
Ansprechpartnerin und Schriftführerin

Zur Zeit haben wir 91 Mitglieder. Über jüngere Frauen, die sich in unserer Gemeinschaft einbringen wollen, würden wir uns sehr freuen.

Marianne Augustyniak
Marianne Kretschmer