Rückblick 2006

Die Pfarrgemeinde St. Nikolaus im Jahreskreis

Bei der Neuwahl des Pfarrgemeinderates im November des vergangenen Jahres gab es erwartungsgemäß einige Veränderungen in der Zusammensetzung des neuen Gremiums, da mehrere bisherige Mitglieder nicht mehr zur Verfügung standen.
Als erste "Amtshandlung" des neuen Rates wurde am 3. Dezember zusammen mit der ganzen Pfarrgemeinde traditionsgemäß das Patrozinium zu Ehren des Heiligen St. Nikolaus gefeiert. Nach dem Festgottesdienst unter Mitwirkung des Litzelstetter Kirchenchors gab es im Gemeindesaal einen Frühschoppen und anschließend ein Mittagessen für die Pfarrgemeinde. Der Festnachmittag bei Kaffee und Kuchen stand ganz im Zeichen des Besuchs von Sankt Nikolaus.

Zu Jahresbeginn trafen sich die neu gewählten Pfarrgemeinderäte unserer Seelsorgeeinheit zu einem gemeinsamen Besinnungstag im Litzelstetter Pfarrheim. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen diente dieser Tag im Sinne der neuen pastoralen Leitlinien im besonderen der Orientierung, welche Schwerpunkte sich jede Pfarrei für sich oder eventuell gemeinsam in ihrer zukünftigen Arbeit setzen will.

Beim Tag der Pfarrgemeinderäte am 22. Juli im Kloster Hegne war die Umsetzung der neuen pastoralen Leitlinien der Erzdiözese Freiburg das Thema des Tages. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurde den Teilnehmern die Umsetzung der Richtlinien auf die Erfordernisse der Pfarrgemeinden und Seelsorgeeinheiten vermittelt. Mittlerweile sind bereits erste Überlegungen zu diesem Thema sowohl im Pfarrgemeinderat als auch im gemeinsamen Ausschuss angestellt worden. In nächster Zeit wird uns diese vom Erzbischof erwartete Umsetzung der Leitlinien noch einige Arbeit bescheren.

Gut besucht waren in diesem Jahr wieder die gemeinsamen Feste unserer Seelsorgeeinheit, wozu sicherlich auch das schöne Wetter beigetragen hat.
Nach der Flurprozession zur Heilig Kreuz Kapelle nach Oberdorf an Christi Himmelfahrt wurde der anschließende Gottesdienst über Lautsprecher auch auf den Kirchenvorplatz übertragen. So konnten auch die Teilnehmer, die in der Kirche keinen Platz mehr gefunden haben, dem Gottesdienst im Freien beiwohnen.

Das Fronleichnamsfest war in diesem Jahr turnusgemäß in Litzelstetten. Eine große Besucherschar sowie die von den einzelnen Pfarreien Litzelstetten, Dettingen und Dingelsdorf schön gestalteten Altäre und Blumenteppiche auf dem Prozessionsweg durch das Dorf zeugen von einer guten Gemeinschaft in unserer Seelsorgeeinheit.

Herr Pfarrer Zimmermann konnte am 17. Juni seinen 65. Geburtstag feiern. Leider bedeutet dies für ihn noch kein Beginn des Ruhestandes, wie dies für einen weltlichen Bürger der Fall wäre. Im Anschluss an den Vorabendgottesdienst in Dingelsdorf hatte die Pfarrgemeinde deshalb zu einem kleinen Stehempfang vor das Pfarrheim geladen. So hatten die Kirchenbesucher auch einmal die Möglichkeit des persönlichen Glückwunsches, wobei auch Vertreter aus allen Pfarreien unserer Seelsorgeeinheit anwesend waren.

Unser Pfarrpensionär Wilhelm Speicher feierte in diesem Jahr seinen 87. Geburtstag. Trotz dieses hohen Alters hält er noch regelmäßig Gottesdienste in unserer Kirche. Voller Dank wünschen wir ihm auch weiterhin die nötige Kraft und vor allen Dingen Gesundheit und dazu Gottes Segen.

Am 15. Oktober feierte Pfarrer Konrad Fuchs in der betreuenden Obhut der Schwestern im Kloster Hegne - zwar an den Rollstuhl gebunden, aber in beachtlicher geistiger Frische - seinen 109. Geburtstag. Zusammen mit Herrn Ortsvorsteher Heinrich Fuchs haben wir ihn aus diesem Anlass besucht und ihm die besten Glücks- und Segenswünsche sowohl seiner kirchlichen als auch politischen Heimatpfarrei überbracht. Schon im Monat darauf verstarb er und wurde am 20. November in seiner Heimatpfarrei bestattet.

Nicht vergessen in unserer Pfarrei wird auch Pater Wilhelm Stader, der in Mancio Lima im brasilianischen Urwald bereits seit 27 Jahren als Missionar tätig ist. Der Dingelsdorfer Gospelchor "White Face - Black Soul" unter Leitung von Dr. Maximilian Ottinger gab am 22. Oktober in der vollbesetzten St. Nikolaus-Kirche ein Konzert, dessen Erlös in Höhe von 1600,-- € sie in vollem Umfang an Wilhelm Stader für seine Missionsarbeit gespendet haben. Hierfür herzlichen Dank.

Auch in diesem Jahr haben wir umfangreiche Baumaßnahmen geplant, die teilweise schon abgeschlossen oder noch in Arbeit sind: Am Pfarrheim wurden Schäden im Bereich der Sockel und Fundamente durch eindringende Feuchtigkeit beseitigt. In diesem Zug musste auch der Außenanstrich erneuert werden. Gleichzeitig wurden die Kamine saniert und Sturmschäden auf dem Dach beseitigt. Die Baumaßnahmen am Pfarrheim sind mittlerweile beendet.

An der Pfarrkirche sind derzeit aufwendige Reparaturarbeiten im Dachbereich im Gange. Infolge Fäulnisschäden im gesamten Dachbereich sind umfangreiche Erneuerungen der Holzkonstruktion erforderlich. Je nach Witterung ist derzeit noch nicht absehbar, ob die Arbeiten in diesem Jahr noch abgeschlossen werden können.

Für die Kindergärten unserer Seelsorgeeinheit wird derzeit gemeinschaftlich ein Leitbild erarbeitet. An der Arbeit sind sowohl die Leiterinnen der Einrichtungen sowie die jeweiligen Kindergartenbeauftragten der Pfarrgemeinden maßgeblich beteiligt. Das Leitbild dient der Präsentation der Kindergärten und soll etwa bis Jahresende dem gemeinsamen Ausschuss vorgestellt werden.

Zum Schluss danke ich allen, die sich in irgendeiner Weise - oft auch im Verborgenen - am Gemeindeleben beteiligen, ganz herzlich für ihre Mitarbeit.

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Für die Pfarrgemeinde St. Nikolaus

Eugen Kaibach

Geistlicher Rat Konrad Fuchs Pfarrer i.R. im Alter von 109 Jahren verstorben

Die Konstanzer Bodanrückgemeinden nahmen Abschied von Konrad Fuchs, der in Dingelsdorf am 15. Okt. 1897, einem Freitagabend um 7.00 Uhr in Dingelsdorf auf die Welt kam. Seine Eltern, der Wagnermeister Konrad Fuchs und dessen Frau Maria, geborene Baumann, schickten ihn nach der Volksschulzeit in das St.-Konradi-Haus Konstanz. Im alten Jesuitenkolleg an der Konzilstraße erlebte er den Umzug des Gymnasiums in den Bau des heutigen Suso. Die Priesterweihe erhielt er im Jahre 1923.

Nach zwei Jahren als Vikar in der Konstanzer St.-Stephans-Gemeinde war er zunächst in Mannheim und schließlich 32 Jahre lang als Pfarrer in der Freiburger Gemeinde Heilige Familie tätig. 1970 trat Konrad Fuchs in den Ruhestand und kehrte nach Konstanz zurück, wo er bis Anfang 2002 zusammen mit seiner Haushälterin Margarethe Mörder in der Oberen Laube 75 lebte. Seither verbrachte er seinen Lebensabend im Pflegeheim in Hegne.

Mit. seiner Heimatpfarrei St. Nikolaus war er zeitlebens verbunden. Mit dem Heimatpfarrer pflegte er als "Pfarrkind" regen Kontakt. So war es auch sein Wunsch, in Dingelsdorf auf dem Friedhof bei den Priestergräbern bestattet zu werden, wo auch bereits sein Neffe Konrad Ehrlinspiel begraben liegt. In St. Nikolaus wurde am Sonntag, dem 19. Nov. 2006 um 18.00 Uhr der Totenrosenkranz gebetet und am Montag, dem 20. Nov. 2006 um 14.00 Uhr unter Leitung von Dekan Trennert-Helwig unter Beteiligung vieler Gläubigen das Requiem mit anschließender Beerdigung gehalten.

Noch zum Geburtstag bekam er Post vom Papstsekretär, worüber sich Geistlicher Rat Fuchs sehr freute. Dazu schrieb Thomas Zoch im SÜDKURIER unter der Überschrift "Post vom Papstsekretär":

Drei Jahrhunderte hat er kennen gelernt -und zwei Jahrtausende:
Der Pfarrer im Ruhestand und Geistliche Rat Konrad Fuchs aus Konstanz ist schon seit längerer Zeit der älteste katholische Priester Deutschlands und seit Herbst 2005 auch der älteste Mensch in Baden-Württemberg. Am Sonntag feiert er trotz körperlicher Gebrechen bei nach wie vor recht guter geistiger Frische seinen 109. Geburtstag im Altenheim des Klosters Hegne am Bodensee. "Ich würde wieder Pfarrer werden" sagt er rückblickend auf sein langes Leben. "Ich hätte auch schon mit 100 sterben können", meint Konrad Fuchs schmunzelnd auf die Frage, wie er so alt werden konnte. "Ich bin sicher nicht der einzige Pfarrer, der von Gott als gute Hilfskraft für unsere Religion gesehen wird, so der gläubige Mann. "Es gibt auch andere Geistliche die dieselben Verdienste haben." Doch wie wird man so alt? "Man darf sich nicht übernehmen und muss Maß halten", meint Pfarrer Fuchs. Und auf die Frage, wie alt er denn noch werden wolle, antwortet er lachend und spontan: "150". Und fügt sogleich demütig an: "Wir schreiben dem Herrgott nichts vor."
Das Weltgeschehen verfolgt Konrad Fuchs trotz seiner Gebrechen -er kann kaum noch gehen und sehen - so gut es geht. Dass ein Deutscher Papst ist, sei "eine große Ehre und ein Vorteil", meint der 109-Jährige. Den Besuch von Papst Benedikt in seiner bayerischen Heimat hat er verfolgt. Die Proteste in der muslimischen Welt nach dessen Vortrag an der Uni Regensburg kann er nicht verstehen. "Er wollte darauf hinweisen, dass Religionen als Religionen wirken sollen und nicht als Kampfinstrumente, auch wenn sie verschieden sind", meint Pfarrer Fuchs. Den Papst würde er gern besuchen, doch sein gesundheitlicher Zustand lässt dies nicht zu. "Wenn ich jünger wäre, wäre ich schon lange in Rom gewesen und hätte guten Tag gesagt", so Konrad Fuchs. Vom ersten Sekretär des Papstes, Georg Gänswein, hat er in Hegne schon einige Post erhalten. Ihn kannte er schon als kleinen Buben. "Seine Familie gehörte zur Pfarrei meines Neffen."

Unter der Überschrift "Heimkehr zum Herrn" schreibt Thomas Zoch vom SÜDKURIER zum Tod von Konrad Fuchs.
Er war der älteste Pfarrer Deutschlands und zugleich älteste Mensch Baden-Württembergs: Der Geistliche Rat Konrad Fuchs aus Konstanz ist im Alter von 109 Jahren gestorben. Knapp einen Monat nach seinem letzten Geburtstag schlief er in seinem Zimmer im Altenpflegeheim des Klosters Hegne am Bodensee friedlich ein. Gehen, stehen und sehen konnte Pfarrer Konrad Fuchs schon länger nur noch sehr schlecht. In jüngster Zeit hatte er sich zudem häufiger unwohl gefühlt. Doch rechtzeitig zu seinem 109. Geburtstag am 15. Oktober hatte sich sein gesundheitlicher Zustand wieder gebessert. "Es geht mir wieder gut", sagte er damals auf Nachfrage des SÜDKURIER. "Der Geburtstag hatte ihn noch einmal aufgemöbelt", berichtete die Pflegeheimleiterin Brigitte Roth. Unter anderem besuchten ihn die Realschüler aus Hegne. "Es war ein Erlebnis, wie er auf jedes Kind eingegangen ist, für jedes ein gutes Wort hatte", so die Heimleiterin. Danach habe sich sein gesundheitlicher Zustand jedoch wieder zunehmend verschlechtert. An den letzten Tagen seines langen Lebens wachten Familienmitglieder, Freunde, seine langjährige Haushälterin Margarethe Mörder, Schwestern des Klosters sowie Geistliche an seinem Bett. "Er ist begleitet von Gebet und Gesang am Montagabend eingeschlafen", so Roth. "Die Zeit ist für jeden festgesetzt", sagte Pfarrer Fuchs vor einem Jahr auf die Frage, wie man so alt werden kann. Und fügte lachend hinzu: "Ohne Gottes Zulassung und seinen Willen wär's anders gegangen". Bewusst gesund gelebt hatte er eigentlich nicht. "Natürliches Essen und Trinken, aber Maß halten", so sei es in seinem Leben immer gewesen, meinte der Pfarrer, der aus einer einfachen Familie stammte. Gern erzählte Konrad Fuchs schmunzelnd die Geschichte, wie er zu seinem Vornamen kam: Nach der Geburt am Abend des 15. Okt. 1897 im Elternhaus in Dingelsdorf bei Konstanz habe die Mutter zum Vater gemeint: "Geben wir ihm einfach Deinen Namen, denn der stirbt ja bald. Ich war so ein kleiner Knirps." Zweimal hatte er später großes Glück. So blieb ihm im Ersten Weltkrieg 1916 wegen einer schweren Kopfverwundung eine große Schlacht erspart, in der viele Soldaten seiner Kompanie den Tod fanden. Und 1984 war er so krank, dass er schon alle Papiere fürs Sterben gerichtet hatte. Am liebsten hätte der Pfarrer im Ruhestand, der 2003 sein 80-jähriges Priesterjubiläum feiern konnte, noch täglich eine Messe zelebriert - so wie in seiner Konstanzer Wohnung, in der er bis 2002 mit seiner Haushälterin lebte. Dort hatte er in einem Zimmer einen Altar eingerichtet "mit meiner kostbarsten Reliquie: Einem Stückchen Holz vom Kreuz Christi, das ich 1929 aus dem Heiligen Land mitgebracht habe", wie er berichtete. Die zunehmenden körperlichen Gebrechen machten dies jedoch unmöglich. Ebenso gern hätte er auch Papst Benedikt XVI. noch in Rom besucht. Dessen Wahl hatte er als "Freude" für Deutschland bewertet. Immerhin bekam er regelmäßig Post vom Papst-Sekretär, den er schon als kleinen Buben gekannt hatte. Und Konrad Fuchs konnte bis vor kurzem noch munter gestikulierend aus seinem langen Leben erzählen. Pfarrer wollte er schon als Kind werden. Nach einem zweieinhalbjährigen Einsatz als Infanterist im Ersten Weltkrieg studierte er Theologie in Freiburg und absolvierte das Priesterseminar in St. Peter. Die Priesterweihe erhielt er 1923. Seinen 47 -jährige Tätigkeiten im Dienst der Kirche begann er als Vikar in Konstanz. Danach war er Kaplan in Mannheim und Pfarrer in Seebach. Ab 1938 war er 32 Jahre lang Priester in der Freiburger Gemeinde Heilige Familie.

"Ein Mensch voller Güte" Südkurier Konstanz, 21.11.2006

Glaubenskurs der Konstanzer Bodanrückgemeinden in der Fastenzeit 2006

90 Gemeindemitglieder haben in der österlichen Bußzeit 2006 an den Glaubensabenden der Konstanzer Bodanrückgemeinden mit Pfarrer Lic. theol. Bernd Zimmermann teilgenommen.
Thema war der Katechismus der Römisch-Katholischen Kirche (Kompendium von Papst Benedikt XVI. des Jahres 2005).

Die Teilnehmer konnten den christlichen Glauben wieder neu kennen lernen. Sie haben die katholische Glaubenslehre hörend, lesend, erörternd und betend vor dem allerheiligsten Sakrament des Altars in sich aufgenommen.

Themen waren an 6 Abenden:

  • Ich glaube - wir glauben - ich glaube an Gott den Vater
  • Ich glaube an Jesus Christus
  • Ich glaube an den Hl. Geist
  • Die sakramentale Heilsordnung - die 7 Sakramente
  • Die Berufung des Menschen - die 10 Gebote
  • Das Gebet im christlichen Leben - Das Vater unser

Besondere Freude hatten die Teilnehmer mit ihrem Pfarrer, als ein Schreiben des Vatikans eintraf mit dem ausdrücklichen Apostolischen Segen des Papstes Benedikt XVI.

Jahresbericht 2006 des Pfarrgemeinderates St. Peter und Paul

Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Pfarrgemeinderates fand am 1. Dezember 2005 statt. In dieser Sitzung wurde Frau Hannelore Amann, die bei der Pfarrgemeinderatswahl einen hohen Stimmenanteil erhalten hatte, obwohl sie nicht als Kandidatin benannt war, einstimmig hinzu gewählt. Mit der ersten ordentlichen Sitzung am 9. Februar 2006 wurde die eigentliche Arbeit aufgenommen und zu Beginn um den Segen Gottes für diese gemeinsame Arbeit gebetet. Die unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten, die die einzelnen Mitglieder in den Pfarrgemeinderat mitbringen, wollen wir durch konstruktive Zusammenarbeit für die Pfarrgemeinde nutzen.

Ein großes Anliegen war es uns, zu Beginn unserer Arbeit die vielfältigen aktiven Gruppen und Initiativen innerhalb der Pfarrgemeinde in den Blick zu nehmen und mit Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Gruppen ins Gespräch zu kommen. Bei einem Treffen im Gemeindezentrum, bei dem die Vertreter und Vertreterinnen der einzelnen Gruppen ihre Arbeit und ihre Wünsche vorstellten, wurde in beeindruckender Weise deutlich, wie viel Einsatz und Engagement oft ganz unbemerkt geleistet wird. Dafür möchten wir auch beim Jahresrückblick nochmals allen herzlich danken. Unser Ziel ist es, als Pfarrgemeinderat mit diesen vielen lebendigen Zellen in gutem und ständigem Kontakt zu bleiben.

Den Auftrag unseres Erzbischofs, den Aufbruch in der Erzdiözese aufzugreifen und ihn auch in unserer Pfarrei im Sinne der pastoralen Leitlinien zu gestalten, nehmen wir als große Herausforderung an. Sowohl auf einem gemeinsamen Besinnungstag als auch beim Tag der Pfarrgemeinderäte in Hegne haben wir uns mit den Leitlinien auseinandergesetzt. In den kommenden Monaten wollen wir miteinander überlegen, welche Schwerpunkte in unserer Gemeinde notwendig sind, welche Aufgaben wir vertiefen und wo es neue Akzente zu setzen gilt. Über wesentliche Entscheidungen werden wir die Pfarrgemeinde auch während des Jahres informieren.

Turnusmäßig war im Berichtsjahr Litzelstetten mit der Ausrichtung der Fronleichnamsprozession befasst. Nicht nur das Wetter sondern auch viele Einzelne und Gruppen haben dazu beigetragen, dass das Fronleichnamsfest durch herrlichen Blumenschmuck, kunstvolle Teppiche, Musik und Chorgesang zu einem frohen Lob und Glaubensbekenntnis wurde.

Ein weiteres festliches Ereignis war wenig später das Patrozinium unserer Pfarrkirche St. Peter und Paul. Höhepunkt dieses Tages war das feierliche und durch den Kirchenchor sehr festlich gestaltete Pontifikalamt mit Erzbischof Cheenath aus Indien. Durch die Übernahme von zwei Patenschaften für angehende Priester sind wir mit Erzbischof Cheenath und seiner Diözese in Indien nun in besonderer Weise verbunden. Ein gemeinsames Mittagessen im Anschluss an das Pontifikalamt sollte diese Verbindung zusätzlich unterstreichen. Die qualifizierten und anspruchsvollen musikalischen Beiträge von Vera und Laura Knörr (Flöten) und Daniel und Fabian Schewetofski (Trompete und Saxophon) haben dieses gemeinsame Mittagessen zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Den jugendlichen Musikantinnen und Musikanten gilt unser herzlicher Dank. Das Patrozinium klang aus in einem großartigen Orgelkonzert von Herrn Bezirkskantor Georg Koch.

Unsere Partnerschaft zur evangelischen Kirchengemeinde fand sichtbaren Ausdruck bei einem gemeinsamen Abendessen mit den Vertreterinnen und Vertretern beider Gemeinden. Das Kennenlernen, der informelle Austausch standen im Mittelpunkt. Gegenseitiges Vertrauen ist das Fundament, auf dem wir weiter aufbauen wollen.

Zur Aufgabe eines Pfarrgemeinderates gehört auch die Übernahme der Verantwortung für Haushalt und Finanzen. Als besonderes Projekt mit einem Gesamtvolumen von 51.000 € haben wir für das Jahr 2006 die Grundsanierung des Gemeindezentrums und den Einbau eines behindertengerechten WC beschlossen. Der Einbau des WC wurde uns durch eine Spende des Nachbarschaftshilfevereins in Höhe von 8.000 € erleichtert. Im Namen der Pfarrgemeinde und aller Nutzer des Gemeindezentrums danken wir herzlich für diese Unterstützung.

Sehr froh sind wir, dass der Unterkindergarten, der nach mutwilligen Zerstörungen durch jugendliche Nutzer mehrfach aufwendig saniert werden musste, durch die Ministranten eine sinnvolle Nutzung gefunden hat. 50 Ministrantinnen und Ministranten unserer Pfarrgemeinde haben nun einen Raum für Gruppenstunden und Freizeitaktivitäten.

Noch ist das Jahr nicht abgeschlossen und bei Redaktionsschluss steht ein besonderes Ereignis noch aus. Die Ministrantinnen und Ministranten, die an der Romwallfahrt teilgenommen haben, werden im Herbst der Gemeinde von ihren Eindrücken und Erlebnissen berichten und durch Bild- und Liedbeiträge etwas von der Atmosphäre und Begeisterung der Romreise an die Gemeinde weitergeben. Einen herzlichen Dank dafür.

Nicht zuletzt möchte der Pfarrgemeinderat Herrn Pfarrer Zimmermann, dem wir am 17. Juni 2006 zu seinem 65. Geburtstag gratulieren konnten, herzlich danken für das Vertrauen, das er uns schenkt, seine Unterstützung und den unermüdlichen Einsatz für unsere Pfarrgemeinde.

Unser Blick ist nach vorn gerichtet auf das kommende Jahr. Wir wünschen uns und unserer Pfarrgemeinde, dass sie ein Ort ist, an dem die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes erfahrbar wird, für jedes Mitglied der Pfarrgemeinde, aber auch für Fremde, Gäste und Vorübergehende. Dafür wollen wir als Pfarrgemeinderat arbeiten.

Für den Pfarrgemeinderat St. Peter und Paul

Christa Herrmann