Pater Helmut Karrer SVD, Chile-Missionar, unerwartet verstorben

Ein gleichaltriger Studienfreund und Mitbruder von Pfarrer Bernd Zimmermann wurde überraschend in seiner Pfarrei Los Angeles / Chile in die ewige Heimat berufen. Er führte engen Kontakt mit der Gemeinde St. Peter und Paul. Das Altenwerk unter der damaligen Vorsitzenden Theresia Riedle übernahm im Jahr 1990 eine Patenschaft für ihn und seine Pfarrei, in der zahlreiche Arme mit Mahlzeiten versorgt wurden. Das Altenwerk St. Peter und Paul unter der Vorsitzenden Hannelore Huber hat die Verbindung mit ihm aufrecht erhalten und unterstützte ihn regelmöäßig.

Unvergesslich bleibt den Gemeindemitgliedern von St. Peter und Paul/Litzelstetten und St. Georg/Allmannsdorf die Feier des silbernen Priesterjubiläums im Jahr 1995, das er zusammen mit Pfarrer Zimmermann und Pater Noethe/Mexiko hier feierte, wo er eine handgemachte Stola der Frauen von Los Angeles überreichte.

Hier aus dem Nachruf P. Helmut Karrer aus Chile:

"Was einer ist, was einer war, im Tode wird es offenbar!" Auf das Leben von P. Helmut Karrer trifft dieses Wort ganz zu.

Los Angeles - Als P. Helmut Karrer am Morgen des 1. Juli 2006 nicht zum gemeinsamen Frühstück der Kommunität erschienen war, schaute sein Rektor, Graziano Beltrami SVD, nach ihm. Helmut lag tot im Bett. Nach Aussagen des Arztes war er 2 bis 3 Stunden vorher ruhig und friedlich eingeschlafen.

P. Helmut war ein stiller Mensch, der ohne großes Aufsehen zu machen, seinen Weg ging und seine Arbeit tat.

So schildert ihn sein Provinzial Carlos del Valle SVD:
"Ein guter Mensch hat uns plötzlich verlassen, ein vorbildlicher Ordensmann, ein eifriger Missionar und unermüdlicher Seelsorger ...
Im Laufe der vielen Jahre haben wir ihn erfahren als Bruder und Freund. Er wird uns sehr fehlen in der Ausbildungsgemeinschaft und in der Pfarrei von Los Angeles! Wir hatten uns so gewöhnt an seine schweigsame aber wirksame Gegenwart, an seine Nähe und Sorge immer für andere - nie für sich. Er war ein Mensch, der sich leicht selber vergaß, vor allem in seiner missionarischen Hingabe für die anderen. Wir fühlten in Helmut fast eine Scheu, auch einmal an sich selbst zu denken oder etwas für sich selber zu tun, für sein eigenes Wohl und seine Gesundheit zu sorgen. Ganz im Gegenteil, er schonte sich nicht, wenn es um seine Arbeit ging - weder in der Verwaltung noch in der Seelsorge!
In Helmut ist ein Strahl der Güte Gottes auf uns alle gefallen, die wir mit ihm lange Jahre zusammen sein durften in den Pfarreien S. Vicente, Osorno, El Pinar, Chacayal ... und in unseren SVD-Gemeinschaften, vor allem in den Schulen. Helmut war da, tat Gutes in aller Stille - auch uns tat er gut! Seine Güte wird uns fehlen!"

Helmut Karrer stammt aus Kißlegg, Allgäu. Als Zwölfjähriger kam er zu den Steyler Missionaren nach St. Johann, Aulendorf-Blönried; 1958 nach St. Wendel, wo er 196 mit dem Abitur abschloss. Danach begann er das Noviziat in Sankt Augustin, legte dort seine Ersten (1965) und Ewigen (1969) Gelübde ab.
Am 13. Dezember 1969 empfing er im Missionshaus St. Johann, Aulendorf-Blönried, die heilige Priesterweihe. Sein missionarischer Auftrag führte ihn nach Chile (1971), wo er in verschiedenen Pfarreien in der Seelsorge und in der Verwaltung arbeitete, immer treu und gewissenhaft, ohne großes Aufsehen zu machen. Ständige und freudige Dienstbereitschaft kennzeichnet seinen missionarischen Dienst in Chile. Wir sind ihm dafür dankbar.
Die Steyler Missionare danken auch seinen Angehörigen, seinen Freunden und Wohltätern für das Geschenk dieses Missionar. Mit ihm waren auch sie alle Missionare des Göttlichen Wortes in Chile.