Jahresbericht 2006 des Pfarrgemeinderates St. Peter und Paul

Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Pfarrgemeinderates fand am 1. Dezember 2005 statt. In dieser Sitzung wurde Frau Hannelore Amann, die bei der Pfarrgemeinderatswahl einen hohen Stimmenanteil erhalten hatte, obwohl sie nicht als Kandidatin benannt war, einstimmig hinzu gewählt. Mit der ersten ordentlichen Sitzung am 9. Februar 2006 wurde die eigentliche Arbeit aufgenommen und zu Beginn um den Segen Gottes für diese gemeinsame Arbeit gebetet. Die unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten, die die einzelnen Mitglieder in den Pfarrgemeinderat mitbringen, wollen wir durch konstruktive Zusammenarbeit für die Pfarrgemeinde nutzen.

Ein großes Anliegen war es uns, zu Beginn unserer Arbeit die vielfältigen aktiven Gruppen und Initiativen innerhalb der Pfarrgemeinde in den Blick zu nehmen und mit Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Gruppen ins Gespräch zu kommen. Bei einem Treffen im Gemeindezentrum, bei dem die Vertreter und Vertreterinnen der einzelnen Gruppen ihre Arbeit und ihre Wünsche vorstellten, wurde in beeindruckender Weise deutlich, wie viel Einsatz und Engagement oft ganz unbemerkt geleistet wird. Dafür möchten wir auch beim Jahresrückblick nochmals allen herzlich danken. Unser Ziel ist es, als Pfarrgemeinderat mit diesen vielen lebendigen Zellen in gutem und ständigem Kontakt zu bleiben.

Den Auftrag unseres Erzbischofs, den Aufbruch in der Erzdiözese aufzugreifen und ihn auch in unserer Pfarrei im Sinne der pastoralen Leitlinien zu gestalten, nehmen wir als große Herausforderung an. Sowohl auf einem gemeinsamen Besinnungstag als auch beim Tag der Pfarrgemeinderäte in Hegne haben wir uns mit den Leitlinien auseinandergesetzt. In den kommenden Monaten wollen wir miteinander überlegen, welche Schwerpunkte in unserer Gemeinde notwendig sind, welche Aufgaben wir vertiefen und wo es neue Akzente zu setzen gilt. Über wesentliche Entscheidungen werden wir die Pfarrgemeinde auch während des Jahres informieren.

Turnusmäßig war im Berichtsjahr Litzelstetten mit der Ausrichtung der Fronleichnamsprozession befasst. Nicht nur das Wetter sondern auch viele Einzelne und Gruppen haben dazu beigetragen, dass das Fronleichnamsfest durch herrlichen Blumenschmuck, kunstvolle Teppiche, Musik und Chorgesang zu einem frohen Lob und Glaubensbekenntnis wurde.

Ein weiteres festliches Ereignis war wenig später das Patrozinium unserer Pfarrkirche St. Peter und Paul. Höhepunkt dieses Tages war das feierliche und durch den Kirchenchor sehr festlich gestaltete Pontifikalamt mit Erzbischof Cheenath aus Indien. Durch die Übernahme von zwei Patenschaften für angehende Priester sind wir mit Erzbischof Cheenath und seiner Diözese in Indien nun in besonderer Weise verbunden. Ein gemeinsames Mittagessen im Anschluss an das Pontifikalamt sollte diese Verbindung zusätzlich unterstreichen. Die qualifizierten und anspruchsvollen musikalischen Beiträge von Vera und Laura Knörr (Flöten) und Daniel und Fabian Schewetofski (Trompete und Saxophon) haben dieses gemeinsame Mittagessen zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Den jugendlichen Musikantinnen und Musikanten gilt unser herzlicher Dank. Das Patrozinium klang aus in einem großartigen Orgelkonzert von Herrn Bezirkskantor Georg Koch.

Unsere Partnerschaft zur evangelischen Kirchengemeinde fand sichtbaren Ausdruck bei einem gemeinsamen Abendessen mit den Vertreterinnen und Vertretern beider Gemeinden. Das Kennenlernen, der informelle Austausch standen im Mittelpunkt. Gegenseitiges Vertrauen ist das Fundament, auf dem wir weiter aufbauen wollen.

Zur Aufgabe eines Pfarrgemeinderates gehört auch die Übernahme der Verantwortung für Haushalt und Finanzen. Als besonderes Projekt mit einem Gesamtvolumen von 51.000 € haben wir für das Jahr 2006 die Grundsanierung des Gemeindezentrums und den Einbau eines behindertengerechten WC beschlossen. Der Einbau des WC wurde uns durch eine Spende des Nachbarschaftshilfevereins in Höhe von 8.000 € erleichtert. Im Namen der Pfarrgemeinde und aller Nutzer des Gemeindezentrums danken wir herzlich für diese Unterstützung.

Sehr froh sind wir, dass der Unterkindergarten, der nach mutwilligen Zerstörungen durch jugendliche Nutzer mehrfach aufwendig saniert werden musste, durch die Ministranten eine sinnvolle Nutzung gefunden hat. 50 Ministrantinnen und Ministranten unserer Pfarrgemeinde haben nun einen Raum für Gruppenstunden und Freizeitaktivitäten.

Noch ist das Jahr nicht abgeschlossen und bei Redaktionsschluss steht ein besonderes Ereignis noch aus. Die Ministrantinnen und Ministranten, die an der Romwallfahrt teilgenommen haben, werden im Herbst der Gemeinde von ihren Eindrücken und Erlebnissen berichten und durch Bild- und Liedbeiträge etwas von der Atmosphäre und Begeisterung der Romreise an die Gemeinde weitergeben. Einen herzlichen Dank dafür.

Nicht zuletzt möchte der Pfarrgemeinderat Herrn Pfarrer Zimmermann, dem wir am 17. Juni 2006 zu seinem 65. Geburtstag gratulieren konnten, herzlich danken für das Vertrauen, das er uns schenkt, seine Unterstützung und den unermüdlichen Einsatz für unsere Pfarrgemeinde.

Unser Blick ist nach vorn gerichtet auf das kommende Jahr. Wir wünschen uns und unserer Pfarrgemeinde, dass sie ein Ort ist, an dem die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes erfahrbar wird, für jedes Mitglied der Pfarrgemeinde, aber auch für Fremde, Gäste und Vorübergehende. Dafür wollen wir als Pfarrgemeinderat arbeiten.

Für den Pfarrgemeinderat St. Peter und Paul

Christa Herrmann