Rückblick 2004

Die Pfarrgemeinde St. Nikolaus im Jahreskreis

Zu Jahresbeginn konnte Herr Franz Schroff sein 50-jähriges Mesnerjubiläum feiern. Die ganze Pfarrgemeinde gratulierte ihm zu diesem Jubiläum und dankte ihm für seine treuen und stets zuverlässigen Dienste in der Kirche. Wir wünschen ihm noch lange die nötige Gesundheit und Kraft zur weiteren Ausübung dieses Amtes.

Unser Pfarrpensionär Wilhelm Speicher feierte am 30. April seinen 85. Geburtstag. Die Pfarrgemeinde dankte ihm ganz herzlich für sein regelmäßiges priesterliches Wirken in unserer Pfarrei trotz dieses hohen Alters. Wir wünschen ihm auch weiterhin alles Gute, vor allem Gesundheit, den Segen Gottes und noch viele Jahre als Ruhestandsseelsorger in unserer Mitte.

Von schönem Wetter begleitet war die traditionelle Flurprozession an Christi Himmelfahrt zur Heilig-Kreuz-Kapelle nach Oberdorf. Der gemeinsame Gottesdienst unserer Seelsorgeeinheit war wiederum Höhepunkt des Festes, das mit einem gemütlichen Frühschoppen mit dem Musikverein Dingelsdorf auf dem Kirchenvorplatz ausklang.

Auch das gemeinsame Fronleichnamsfest unserer Seelsorgeeinheit - in diesem Jahr von der Pfarrgemeinde St. Verena in Dettingen wie gewohnt hervorragend organisiert - war auch dank des guten Wetters wieder ein Ausdruck der lebendigen Verbundenheit der drei Pfarrgemeinden unserer Seelsorgeeinheit.
Im kommenden Jahr wird das Fronleichnamsfest aufgrund des jährlichen Wechsels wieder in Dingelsdorf stattfinden. Freuen wir uns als Gastgeber schon jetzt auf dieses besondere Ereignis in unserer Pfarrgemeinde.

"Zehn Jahre bewegter Kindergarten" war das Motto, unter dem das Kindergartenteam unter Leitung von Frau Petra Bosch zum Fest des 10-jährigen Bestehens unseres Kindergartens in Dingelsdorf die ganze Bevölkerung eingeladen hat. Die pädagogische Konzeption "Das Dingelsdorfer Konzept", die mit viel Engagement und fachlicher Kompetenz vom Kindergartenteam entwickelt und vorgestellt wurde, fand dabei auch über die Grenzen von Dingelsdorf hinaus besondere Beachtung.
Herzlichen Dank an das gesamte Team der Erzieherinnen, den Eltern im Kindergartenbeirat sowie dem Kindergartenbeauftragten unserer Pfarrgemeinde Herrn Peter Münz für ihre von allen mit großem Respekt beachteten Leistung zum Wohle unserer Kinder.
Aus beruflichen Gründen hat Herr Peter Münz das Amt des Kindergartenbeauftragten nach 11 Jahren an Frau Ulrike Längle abgegeben. Durch seine Fachkompetenz und Erfahrung hat er maßgeblich am Erfolg dieser Einrichtung mitgewirkt. Hierfür bedanken wir uns herzlichst und wünschen gleichzeitig seiner Nachfolgerin alles Gute und viel Freude an dieser Aufgabe.

Wiedersehensfreude herrschte, als unser Missionar Wilhelm Stader nach 3-jähriger Tätigkeit in seiner Mission in Brasilien wieder auf Heimaturlaub nach Dingelsdorf gekommen ist. Den Festgottesdienst zu seinem 25-jährigen Priesterjubiläum feierte er dabei in einem Pontifikalamt mit Erzbischof Cheenath aus Indien in der Pfarrkirche in Litzelstetten.
Großes Interesse herrschte an seinem Vortrag aus seiner Missionsarbeit im Pfarrheim Dingelsdorf, zu dem auch viele interessierte Gäste aus Dettingen und Litzelstetten gekommen sind. Helfen und unterstützen wir ihn auch weiterhin nach besten Kräften.

Die aufwendige Renovierung unserer Kirchenmauer und des Eingangsbereichs zur Kirche konnte in diesem Jahr vollendet werden. Damit macht unsere Kirche auch äußerlich wieder einen ansprechenden und einladenden Eindruck.

Neben der Kirche hat unser Pensionär Herr Pfarrer Speicher ein Kreuz angebracht, das zuvor im Pfarrgarten gegenüber der Schule stand und wegen der Schaffung eines Gehweges umgesetzt werden musste. Viele freiwillige Helfer haben ihm dabei und bei der erforderlichen Restaurierung unentgeltlich geholfen. Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle.

Für die erforderlichen aufwendigen Arbeiten zur Beseitigung von Fäulnisschäden und der Bekämpfung des Holzwurmbefalls in der Heilig-Kreuz-Kapelle in Oberdorf laufen derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit dem Beginn der Arbeiten ist im kommenden Frühjahr zu rechnen.

Nach langjähriger Leitung unserer Frauengemeinschaft bedanken wir uns ganz herzlich bei Frau Herta Steiner für ihre geleistete Arbeit in dieser Gruppe. Es wäre schön und wünschenswert, wenn sich doch noch eine Nachfolgerin für diese Aufgabe finden würde.

Der von Frau Sonja Schneider geleitete "Frauentreff" erfreut sich zunehmender Beliebtheit, nicht zuletzt auch wegen der attraktiven Angebote und Themen, die von dieser Gruppe regelmäßig angeboten werden.

Die bisherigen Oberministrantinnen Sandra Stich, Melanie Renner und Elisabeth Paar haben wegen beginnender Berufsausbildung sowie bevorstehendem Studium ihr Amt abgegeben. Auch ihnen vielen Dank für ihre Arbeit und alles Gute für die Zukunft. Die Nachfolge haben Britta Kaibach, Nathalie Schneider und Anne Riedlinger übernommen.

Das neue Jahr wird uns auch wieder neue Aufgaben bescheren. Neben den bereits erwähnten Punkten haben wir auch die Aufgabe, neue pastorale Richtlinien zu entwickeln und eine neue Pfarrgemeinderatssatzung zu beraten, bevor dann im November die Wahl eines neuen Pfarrgemeinderates ansteht.

So wünsche ich uns allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Für die Pfarrgemeinde St. Nikolaus
Eugen Kaibach

Ehevorbereitungskurs

Ein Bericht im Südkurier

"Was ist wichtig in einer Partnerschaft?" Im Ehevorbereitungskurs des Dekanats Konstanz diskutieren die Paare über Werte, Moral, ihren Glauben und den Sinn einer kirchlichen Heirat.
Mit einem Bericht im Südkurier gab die Journalistin Katja Reimann ihre Eindrücke vom Ehevorbereitungskurs vom 17. April 2004 wieder. Sie schreibt darüber unter dem Titel

"Sie müssen sich ihre Inseln suchen"
Dekanat Konstanz lädt zum Ehevorbereitungskurs
Diskussion über Liebe, Werte und "Was ist, wenn?"

"Das sind ja so viele Paare wie noch nie". Beate Broghammer schaut sich erfreut im Konferenzraum des "St. Elisabeth"-Hauses in Hegne um. Sechszehn Pärchen sitzen im Stuhlkreis zusammen und harren der Dinge, die an diesem Nachmittag auf sie zukommen werden. So einen Ehevorbereitungskurs macht man schließlich im günstigsten Fall nur ein einziges Mal im Leben.

Als sich alle Paare einander vorstellen, lockert sich die Stimmung. Nicht zuletzt, weil die meisten eines gemeinsam haben: Sie sind durch den sanften Druck ihres Pfarrers ins Haus "St. Elisabeth" gekommen. "Wir stecken gerade in der Hochphase der Vorbereitung und hätten eigentlich etwas Besseres zu tun gehabt" gesteht ein Paar schmunzelnd.

Doch jetzt sitzen sie vor Beate Broghammer. Und die 59-Jährige, die seit zwanzig Jahren an der Psychologischen Beratungsstelle für Ehe und Familie der katholischen Kirche arbeitet und schon seit beinahe zehn Jahren Seminare bei Vorbereitungskursen gibt, hat einiges vor mit den Verliebten.
Zunächst steht Gruppenarbeit an. "Was sind für Sie wichtige Aspekte für eine gelingende Partnerschaft?" Mit dieser Frage scheucht Broghammer die Pärchen ins Grüne: Im Garten des Hauses fallen in den nächsten Minuten Stichworte wie "Ehrlichkeit", "Toleranz", "Kompromissbereitschaft" oder auch "trotz Gemeinschaft die Eigenständigkeit nicht verlieren".

"Die Kommunikation ist wichtig - die dürfen Sie nicht versickern lassen", ermahnt Beate Broghammer. Partnerschaft brauche Pflege und konstruktive Auseinandersetzung. "Sie müssen öfter mal zum TÜV gehen", empfiehlt Broghammer, lächelt und geht im gleichen Atemzug ein knackiges Problem an: "Was machen Sie denn, wenn Sie merken, dass Sie sich in jemand anderes verliebt haben?" Schweigen.
"Finden Sie es wichtig, dass man sich vor der Ehe über so etwas mit dem Partner unterhält?", fragt Teilnehmerin Marianne Bährle skeptisch. Doch Beate Broghammer lässt sich nicht beirren. Schließlich ist genau dieses Problem zu 90 Prozent der Grund, warum Paare ihre Beratungsstelle aufsuchen.

Wo ist die Toleranzgrenze, wenn es um nicht zugeschraubte Zahnpastatuben, dreckiges Geschirr und schlechte Angewohnheiten geht? Was soll man tun, wenn es nur wenige Gemeinsamkeiten gibt, und wie sollte die eheliche Sexualität gestaltet sein? Mit diesen Fragen konfrontiert Broghammer die Heiratswilligen und warnt davor, gemeinsame Zeit nur noch im Urlaub zu verbringen. Sich Zeit für einander zu nehmen sei wichtig: "Sie müssen sich Ihre Inseln suchen".

Nach zwei Stunden Diskussion haben sich alle Paare Kaffee und Kuchen redlich verdient. Eine kleine Stärkung und ein Austausch untereinander, bevor Pfarrer Bernd Zimmermann zur nächsten Gesprächsrunde ruft.

"Wir wollen das ganze realistisch angehen, und es ist ganz gut, sich Gedanken zu machen", erklären Johannes und Carola Briechle ihre Teilnahme am Kurs. Ein anderes Pärchen sieht die Sache skeptisch: Es mache wohl nicht so viel Sinn, solch persönliche Dinge in einer großen Gruppe mit lauter Unbekannten zu diskutieren.

Bereits seit 15 Jahren leitet Pfarrer Zimmermann den Kurs. "Ich mache es immer noch gerne und habe noch keine Verbrauchserscheinungen", sagt der 62-Jährige und lächelt. Die Paare seien offen und kämen gerne.

Zurück im schön dekorierten Konferenzraum geht es nun um Religion, Kirche und das Sakrament der Ehe.
"Warum wir kirchlich heiraten wollen", steht auf einem grünen Zettel, den Zimmermann austeilt. Dreizehn Gründe gibt es zur Auswahl. Die Aufgabe: Ankreuzen, was wichtig ist, durchstreichen, was unsinnig erscheint. Keine leichte Sache. Überall legen sich Stirnen in Falten, werden Nasen gerieben und wird diskutiert. "Die Ehe ist ein Zeichen für Gottes Liebe", erklärt Pfarrer Zimmermann. "Wenn man etwas von der Liebe Gottes erkennen kann, dann in einer Ehe", sagt er. "Ihr seid Zeichen, dass Gott der Erde treu ist. Ihr seid einander treu und deshalb ist diese Liebe unauflöslich".

Gemeinsam mit dem Pfarrer besprechen die Paare die Konsenserklärung und ganz zum Schluss wird schließlich gebetet.
Nach einem gemeinsamen Abendessen steht auch noch ein Arzt im Haus "St. Elisabeth" für Fragen zur Verfügung.

Neue Kletterburg im Kindergarten St. Peter und Paul

Bericht des Südkuriers zur Einweihungsfeier am 10. Juli 2004:

Wenn man einen ersten Preis gewinnt, ist das eine feine Sache, und wenn gleich ganz viele etwas davon haben, ist die Freude noch größer. Im katholischen Kindergarten St. Peter und Paul in Litzelstetten können sich die Kinder jedenfalls über eine neue Ritterburg im Garten freuen, die zum Sommerfest eingeweiht wurde.

Die alte Ritterburg, die gut 15 Jahre ihren Dienst getan hatte, war nicht mehr sicher und hatte gesperrt werden müssen. Da traf es sich gut, dass eine Mutter in der Vorweihnachtszeit auf eine Anzeige der Firma Bad Dürrheimer Mineralbrunnen stieß. Dort wollte man das Gute mit dem Nützlichen verbinden und hatte 2000 Euro für ein Kindergarten-Projekt ausgelobt. In einem Brief schilderten die Kinder mit Hilfe ihrer Eltern und Erzieherinnen ihren Wunsch nach einer neuen Ritterburg, und schon bald kam die Antwort und die freudige Überraschung, dass man den ersten Preis gewonnen hatte.
Wie sich herausstellte, muss man auch heute noch für eine Burg ordentlich investieren, auch wenn sie aus Holz gebaut ist und in einem Garten Platz hat. Knapp 8000 Euro waren aufzubringen, damit man ans Werk gehen konnte. 4000 Euro spendeten die Eltern (inclusive Erlöse von Basaren und Festen), und die Pfarrgemeinde legte die fehlenden knapp 2000 Euro noch drauf.
Viel Engagement gab es, damit die kleinen Litzelstetter jetzt wieder "räubern" können: Väter legten Hand an, um die alte Kletterburg abzubauen, und Mütter kümmerten sich darum, dass die "Fallgrube" mit Rindenmulch gepolstert wurde. Und für die Zimmerleute war es eine besondere Freude und Abwechslung, das Spielgerät nach Vorlagen selbst anzufertigen.
Beim Sommerfest des Kindergartens wurde die neue Ritterburg von Pfarrer Bernd Zimmermann eingeweiht. Die Erwachsenen stießen mit Sekt an, für den Litzelstetter Nachwuchs gab es dazu Saft in bunten Bechern. Gedankt wurde mit einigen selbst gedichteten Strophen zu dem bekannten Lied: Wer will fleißige Handwerker sehen. Dann endlich war die Burg zum Klettern frei gegeben.

PGR-Rückblick und Ausblick in St. Peter und Paul

"Aufbruch im Umbruch" - unter diesem Leitwort hat unser Erzbischof Dr. Robert Zollitsch einen neuen Prozess der Entwicklung pastoraler Leitlinien für das Erzbistum Freiburg eingeleitet, der den Pfarrgemeinderat auch in den kommenden Jahren beschäftigen wird. Ziel dieser erzbischöflichen Initiative sind eine Entlastung der Gemeindepastoral, eine effektivere Bündelung aller Kräfte, eine Vernetzung der pastoralen Felder unserer Gemeinden und damit eine Weiterentwicklung der Seelsorgeeinheiten. Im 1. Schritt der Konsultationsphase wurde der "Entwurf" des Erzbischofs von PGR und dem Ausschuss der Seelsorgeeinheiten diskutiert und mit einigen kritischen Anmerkungen versehen (u.a. "Seelsorge und Pastoral lassen sich nicht mit Managerbegriffen beschreiben"). Die Ergebnisse wurden an den Dekan weitergeleitet. Nach Auswertung der Rückmeldungen werden in einem 2. Schritt durch eine Projektgruppe "Leitlinien" entwickelt, die im Frühjahr 2005 in PGR und Seelsorgeeinheits-Ausschuss erneut beraten werden, bevor es ab Herbst 2005 an die konkrete Umsetzung in allen Gremien und Institutionen des Erzbistums geht.

Eine weitere wichtige Aktion betrifft die Vorbereitung des Weltjugendtags in Köln (15.8-21.8.05). Unsere Seelsorgeeinheit ist aufgerufen, etwa 100 Übernachtungsmöglichkeiten bei Gastfamilien zu organisieren für Jugendliche aus aller Welt, die vom 11.8.-15.8.05 in unseren Pfarrgemeinden zu Gast sein werden.

In unserer Ökumene vor Ort wollen wir Neues wagen. Angestrebt ist eine ökumenische Partnerschaft, für die Erzbischof Robert Zollitsch und Landesbischof Ulrich Fischer eine Rahmenvereinbarung entworfen haben. Diese Vorlage ist Thema einer gemeinsamen Sitzung mit dem Ältestenrat am 22. November. Ziel einer ökumenischen Partnerschaft zwischen St. Peter und Paul und der Auferstehungsgemeinde ist es, das Bestehende bewusster zu pflegen und damit unsere ökumenische Verbundenheit zu vertiefen.

Die Aufgaben des Stiftungsrats waren vielfältig:

  • Erweiterung der Empore wegen Anwachsen des Kirchenchors;
  • Sicherung des Geländes rund um das Gemeindehaus, das von Jugendlichen als Gammelplatz benutzt wurde, wobei Außenwände beschmiert und Fensterscheiben eingeschlagen wurden. Neben einem Verbotsschild wurde ein Bewegungsmelder angebracht.
  • Renovierung des Kindergartens (Kellerabgang, Fenster-Außenanstrich usw.)
  • Behebung des Wasserschadens im unteren Kindergarten

Nachfolgeprobleme ergeben sich im nächsten Jahr bei den Oberministranten, da Mara, Jörg und Daniel aus beruflichen Gründen aufhören werden. Ihnen sei an dieser Stelle herzlichst gedankt für die zuverlässige engagierte Ministranten- und Mesnerarbeit, vor allem aber für ihren erfolgreichen Aufbau einer Ministranten- Gruppenarbeit, die das Loch unserer allmählich schwindenden KJG füllt.
"Ende gut, alles gut!"
Der Pfarrgemeinderat nähert sich dem Ende seiner Amtszeit. Schwerpunkt der PGR-Arbeit im kommenden Jahr wird die Auseinandersetzung mit der neuen Pfarrgemeinderatssatzung sein, vor allem aber die Vorbereitung der Wahl der Pfarrgemeinderäte, die am 12./13. November 2005 stattfindet.

Ein glückliches Ende all unserer Bemühungen sowie einen fruchtbaren Neuanfang unter der Regie Gottes - das wünsche ich uns für das kommende Jahr.

Ihre Angelika Brunner