Neue Kletterburg im Kindergarten St. Peter und Paul

Bericht des Südkuriers zur Einweihungsfeier am 10. Juli 2004:

Wenn man einen ersten Preis gewinnt, ist das eine feine Sache, und wenn gleich ganz viele etwas davon haben, ist die Freude noch größer. Im katholischen Kindergarten St. Peter und Paul in Litzelstetten können sich die Kinder jedenfalls über eine neue Ritterburg im Garten freuen, die zum Sommerfest eingeweiht wurde.

Die alte Ritterburg, die gut 15 Jahre ihren Dienst getan hatte, war nicht mehr sicher und hatte gesperrt werden müssen. Da traf es sich gut, dass eine Mutter in der Vorweihnachtszeit auf eine Anzeige der Firma Bad Dürrheimer Mineralbrunnen stieß. Dort wollte man das Gute mit dem Nützlichen verbinden und hatte 2000 Euro für ein Kindergarten-Projekt ausgelobt. In einem Brief schilderten die Kinder mit Hilfe ihrer Eltern und Erzieherinnen ihren Wunsch nach einer neuen Ritterburg, und schon bald kam die Antwort und die freudige Überraschung, dass man den ersten Preis gewonnen hatte.
Wie sich herausstellte, muss man auch heute noch für eine Burg ordentlich investieren, auch wenn sie aus Holz gebaut ist und in einem Garten Platz hat. Knapp 8000 Euro waren aufzubringen, damit man ans Werk gehen konnte. 4000 Euro spendeten die Eltern (inclusive Erlöse von Basaren und Festen), und die Pfarrgemeinde legte die fehlenden knapp 2000 Euro noch drauf.
Viel Engagement gab es, damit die kleinen Litzelstetter jetzt wieder "räubern" können: Väter legten Hand an, um die alte Kletterburg abzubauen, und Mütter kümmerten sich darum, dass die "Fallgrube" mit Rindenmulch gepolstert wurde. Und für die Zimmerleute war es eine besondere Freude und Abwechslung, das Spielgerät nach Vorlagen selbst anzufertigen.
Beim Sommerfest des Kindergartens wurde die neue Ritterburg von Pfarrer Bernd Zimmermann eingeweiht. Die Erwachsenen stießen mit Sekt an, für den Litzelstetter Nachwuchs gab es dazu Saft in bunten Bechern. Gedankt wurde mit einigen selbst gedichteten Strophen zu dem bekannten Lied: Wer will fleißige Handwerker sehen. Dann endlich war die Burg zum Klettern frei gegeben.