Zur Krankensalbung und Krankenkommunion

Es ist ein guter Brauch in unseren Gemeinden, die Kranken zu besuchen und ihnen wenigstens einmal im Monat – wenn sie es wünschen -  die Möglichkeit zum Empfang der heiligen Kommunion zu geben. Wer ernstlich krank ist, soll wissen, dass die Gemeinde auch dann für ihn da ist und er nicht vergebens ihre Hilfe erbittet. Er soll dem Seelsorger bald von seiner Krankheit Nachricht zukommen lassen. Das werden manchmal Verwandte oder Nachbarn für ihn besorgen.

Das besondere Zeichen für die Hinwendung Christi und der Kirche zu den Kranken ist das Sakrament der Krankensalbung. Seit den Tagen der Apostel wird es als sakramentale Hilfe für die Kranken verstanden. Die Krankensalbung darf der Priester denen spenden, deren Gesundheit ernstlich bedroht ist, die vor einer größeren Operation stehen oder die alt und schwach sind.

Die Krankensalbung kann wiederholt empfangen werden, wenn der Kranke nach Empfang des Sakramentes wieder zu Kräften gekommen ist und später von neuem erkrankt oder wenn im längeren Verlauf derselben Krankheit sein Zustand sich verschlimmert. In der Krankensalbung will Christus dem Kranken Kraft verleihen, sein Leid zu ertragen, ihm Rettung und Heil schenken und ihn von Schuld befreien.

Wer die Krankensalbung gläubig empfängt, kann aus ihr neuen Lebensmut und Hoffnung auf Genesung schöpfen; er empfängt die Kraft, auch eine lange und schwere Krankheit anzunehmen und in Geduld und Zuversicht zu tragen; er findet Hilfe, die Folgen seiner Krankheit zu bewältigen und selbst diese schwere Zeit als eine Möglichkeit zu sehen, im Glauben zu wachsen. Den unheilbar Kranken und Sterbenden hilft die Krankensalbung im festen Glauben an die Auferstehung auf den Tod zuzugehen und den letzten Kampf zu bestehen.

Es ist sinnvoll, frühzeitig um die Krankensalbung zu bitten. Wer ein Sakrament empfängt, soll es bewusst und gläubig, mit Zustimmung des ganzen Herzens empfangen. Das gilt auch für die Krankensalbung. Leider wird der Priester oft erst geholt, wenn der Kranke nicht mehr bei Bewusstsein oder gar schon tot ist. Die Begründung lautet dann: „Wir wollten den Kranken nicht aufregen.“ So zu denken und handeln widerspricht dem Sinn dieses Sakramentes, das ja dem Kranken Mut zusprechen und von ihm gläubig angenommen werden soll. Auch widerspricht es der Erfahrung; sie zeigt, dass gerade der Empfang dieses Sakramentes den Kranken beruhigt und tröstet. Die Bezeichnung „Letzte Ölung“ hat einem verengten Verständnis der Krankensalbung Vorschub geleistet; deshalb sollte sie nicht mehr gebraucht werden. Natürlich bleibt es weiterhin richtig, im Notfall jemandem die Krankensalbung zu spenden, der allem Anschein nach bewusstlos ist, um ihn in diesem besonderen Zeichen Gott zu empfehlen.

In unseren Pfarreien wird die Krankenkommunion regelmäßig einmal im Monat angeboten, dabei kann auch Krankensalbung erfolgen. Selbstverständlich besucht der Pfarrer jederzeit nach Anruf Schwerkranke und Sterbende.

Einmal im Monat bringt nach Vereinbarung Pfarrer Zimmermann oder Gemeindereferent Thomas Langkau die Krankenkommunion, Auch unsere Geistlichen in Pension können immer hierfür angefragt werden.

  • In seelsorgerlichen Notfällen ist Pfr. Nagel unter
    Tel. 0 75 33 / 8 04 96 94 oder 01 52 / 53 89 39 82 erreichbar.
  • Gemeindereferent Thomas Langkau, Tel. 07533/949369 für Dettingen, Wallhausen, Dingelsdorf, Oberdorf)
  • Pfarrer Werner Florian, Tel.: 07533/9361252
  • Pfarrer Helmut Linse, Tel.: 07533/7469

Gelegentlich wird auch im Anschluss an den Samstagabend-Gottesdienst die Krankensalbung gespendet.
An den Sonn- und Feiertagen können nach der Eucha­ristiefeier der Gemeinde die Kommunionhelfer oder auch beauftragte Verwandte/Bekannte des Kranken oder Behinderten die Kommunion überbringen.