Die Pfarrgemeinde St. Verena im Jahr 2013

Im zurückliegenden Jahr lag für die Pfarrgemeinde St. Verena Freud und Leid sehr nahe beieinander. Unser Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dominik Ball ist nur wenige Tage vor der feierlichen Einweihung unserer neuen Pfeifenorgel sehr plötzlich und für uns noch immer unbegreiflich verstorben. Die Lücke, die sein Tod auch in die Reihen der Mitarbeiter von St. Verena gerissen hat ist nur schwer aufzufüllen. So war und ist der Pfarrgemeinderat immer noch vor die Aufgabe gestellt, für die vielfältigen Dienste die Dominik Ball in unserer Gemeinde übernommen hat einen Ersatz zu finden. Noch im September konnte mit Regina Kompp, Hildegard Probst und Markus Flaisch ein neues und erweitertes Vorstandsteam gewählt werden. Markus Flaisch übernimmt hierbei die Rollen des ersten Vorsitzenden, sowie des zweiten Vorsitzenden im Stiftungsrat. Hildegard Probst nimmt die Rolle der stellvertretenden Vorsitzenden im Pfarrgemeinderat wahr und wird durch Regina Kompp vertreten.

Wir sind sehr froh und dankbar, dass sich auch nach dem letztjährigen Tod unserer Mesnerin Frau Gisela Wolf mit Angelika Döpfner und Simon Kompp wieder ein Mesnerteam gefunden hat, das sehr gut miteinander harmoniert und das diesen bedeutenden Dienst für die Gemeinde übernimmt. Der Rückblick aus unseren Jugendgruppen, den Ministranten und der KJG, sind in diesem Pfarrbrief separat aufgeführt.

Auch der zwischenzeitlich ausgedünnte Kreis der Lektoren hat sich mit Oliver Waidner wieder mit einem weiteren Lektor verstärken können. Dennoch ist der Lektorenkreis auch weiterhin auf der Suche nach neuen Lektorinnen und Lektoren. Wenn Sie gerne biblische Texte im Rahmen der Gottesdienste vortragen würden und vielleicht schon ein „Gefühl“ für Texte im Allgemeinen haben, sind wir für eine 73 weitere Verstärkung sehr dankbar. Wir unterstützen Sie gerne durch einen entsprechenden Lektorenkurs.

Wir heißen auch Reinhold Waldraff im Kreis unserer neuen Helfer willkommen, der unser bisheriges Team bei Hausmeistertätigkeiten und bei der Pflege der Grünanlagen entlasten wird.

Die Botschaft von der Nähe und Liebe Gottes wird für Menschen konkret erfahrbar, wenn die Kirche ihre grundlegenden Dienste und Aufgaben ausübt und in diesen als „Volk Gottes“ in die Gemeinschaft mit Gott und in die Gemeinschaft untereinander geführt wird. Die Gemeinde ist dort in vollem Sinn Kirche, wo die drei Grundaufgaben der „Liturgie“, „Diakonie“, „Verkündigung“ ausgewogen in der Gemeinde verwirklicht werden und diese zur Gemeinschaft führen. Der Bereich der Verwaltung dient der Gemeinde, um sich in den erwähnten Grunddiensten engagieren zu können und stellt die notwendigen rechtlichen, finanziellen und strukturellen Mittel zur Verfügung. So konnten im letzten Jahr, maßgeblich durch Dominik Ball, drei von unseren vier Bauplätzen im Baugebiet „Linzgaublick Ost“ verpachtet werden. Wir wünschen den drei Familien alles Gute und Gottes reichen Segen für ihre neue Heimat in Wallhausen. Für Fragen oder bei Interesse am vierten in Erbpacht zu vergebenden Bauplatz wenden Sie sich bitte an Stiftungsrat Stefan Weinschenk. Im letzten Jahr wurden u.a. auch Teile des Gemeindehauses im Innenbereich renoviert und die Beleuchtung im Altar- und Chorraum unserer Kirche erneuert. Es war außerdem notwendig, die Empore - unabhängig vom Orgelaufbau - statisch neu abzustützen. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitarbeitern die uns im Bereich der Verwaltung mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.
Die Gemeinde lebt von Menschen die sich mit ihren Fähigkeiten und ihrem Glauben in der Gemeinde einbringen. Im nachfolgenden sind nun Beispiele aufgeführt bei denen es 74 uns im vergangenen Jahr mit Ihrer Unterstützung gelungen ist, die drei Grunddienste konkret mit Leben zu füllen:

Unser emeritierte Papst Benedikt der 16. hat für die Kirche weltweit vom 11.10.2012 bis 13.11.2013 ein Jahr des Glaubens ausgerufen, in dem alle Gläubigen ermutigt wurden, den Weg des Glaubens wiederzuentdecken. Auch die Gemeinde St. Verena ist diesem Aufruf gefolgt und hat gemeinsam mit unseren Partnergemeinden aus Dingelsdorf und Litzelstetten einen Glaubenstag zum Thema „Gott erfahren“ abgehalten. Wir haben hierbei Kirche im Bereich der „Verkündigung“ verwirklicht. Die Gemeinde St. Verena hat sich in ihrem im Jahr 2009 verabschiedeten Pastoralkonzept die Intensivierung eines Glaubensweges und einer damit verbundenen jährlichen Aktion als Ziel gesteckt. Wir hoffen, dass wir auch im kommenden Jahr wieder neue Wege des Glaubens entdecken und beschreiten können.

Im Bereich „Diakonie“ sind wir als Gemeinde schon seit vielen Jahren präsent. Unser Caritativer Förderverein hat auch im vergangenen Jahr wieder ältere, kranke oder einsame Menschen besucht und Weihnachtsgrüße der Gemeinde überbracht. Der Caritative Förderverein unterstützt mit seinen eingeschränkten finanziellen Mitteln aus Spendengeldern Menschen aus der Gemeinde die in soziale oder materielle Not geraten sind. Bitte sprechen Sie Pfarrgemeinderätin Doris Rudolf an, wenn Sie in Not geratene Menschen aus unserer Gemeinde kennen oder wenn Sie gerne einmal im Jahr oder auch öfters Menschen besuchen möchten. Eine andere Aktion im Bereich der Diakonie stellt die alljährliche „Aktion Dreikönigssingen“ dar. In dieser besuchen Kinder aus der Gemeinde die Haushalte in Dettingen und Wallhausen, überbringen als biblische „Drei Könige“ gekleidet den göttlichen Weihnachtssegen und sammeln für einheimische Missionare und Projekte des Kindermissionswerkes. Im Jahr 2013 stand die Aktion auf 75 „Messersschneide“ weil wir im Vorfeld keine weiteren Helfer finden konnten. Umso mehr freute es uns, dann doch noch mit Frau Liebetrau und Frau Waldraff zwei engagierte Helferinnen für die Organisation und die Durchführung gefunden zu haben. Auch für die kommende Sternsingeraktion 2014 sind wir schon jetzt auf der Suche nach Helfern. Bitte wenden Sie sich an Pfarrgemeinderat Bruno Okle oder Gemeindereferenten Thomas Langkau, wenn Sie uns bei dieser Aktion in irgendeiner Art unterstützen können oder wenn Ihre Kinder gerne als Sternsinger mitmachen würden. Ein ganz herzliches Dankeschön gilt gerade auch den Kindern die durch ihr Singen und von-Haus-zu-Haus Gehen andere Kinder in Not unterstützen und somit zur Verwirklichung der „Diakonie“ in der Gemeinde beitragen.

Beim Grunddienst der „Liturgie“ sei neben den regelmäßig stattfindenden liturgischen Angeboten besonders das letztjährige Fronleichnamsfest erwähnt. Im dreijährigen Turnus war unsere Gemeinde St. Verena im Jahr 2013 wieder Gastgeber für das mit allen drei Gemeinden gefeierte Fronleichnamsfest. Es galt neben dem Kirchenraum auch wieder den traditionellen Blumenteppich am Dettinger Altar zu schmücken. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gilt den langjährigen und neuen Helfern, welche die Blumen schon im Vorfeld auf den Wiesen oder in den Gärten gesucht, für das Legen vorbereitet und unseren Altar mit einem wunderschönen Blumenteppich geschmückt haben. Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst war im Pfarrheim noch die Möglichkeit zu einem gemütlichen Glas Sekt und zu netten Gesprächen zusammenzukommen. Auch im kommenden Jahr 2014 suchen wir wieder kreative Helfer, die anderen Menschen und Gott durch den Blumenteppich eine Freude bereiten möchten. Bitte sprechen Sie hierfür die Pfarrgemeinderäte Claudia Flaisch oder Bruno Okle an.

Die Gemeinschaft mit Gott soll auch in eine Gemeinschaft 76 unter den Menschen führen. Im Jahr 2013 hat die Gemeinde St. Verena auf Initiative von Dominik Ball zu einer „Kreuzwegwanderung“ eingeladen. Der Einladung sind über dreißig große und kleine Teilnehmer aus allen drei Gemeinden und was uns sehr gefreut hat, auch Gäste von außerhalb der Gemeinde gefolgt. Die Wanderung führte uns bei schönstem Sonnenschein an Wegkreuzen vorbei, an denen die einzelnen Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit geistliche Impulse gegeben haben. Die gemeinsame Wegwanderung war auch ein starkes Zeichen dafür, dass unsere drei Gemeinden auf einem gemeinsamen Glaubensweg sind.

Ein Höhepunkt für unsere Gemeinde war sicherlich das Patrozinium unserer Kirche St. Verena mit feierlicher Orgelweihe durch H.H. Weihbischof Wehrle am 15. September 2013. Trotz der sehr traurigen Begleitumstände sind wir sehr dankbar und freuen uns darüber, dass unser Orgelprojekt nach mehreren Jahren Laufzeit mit der feierlichen Orgelweihe zu einem guten Abschluss geführt werden konnte. Es sei an dieser Stelle noch einmal ein recht herzliches „Vergelt’s Gott“ - mit den Worten von Dominik Ball – an alle „Visionäre und Realisten, Motivatoren und Skeptiker, Vorreiter und Mitläufer, Kirchenmitglieder und Außenstehende“ ausgesprochen. Wir freuen uns schon jetzt auf das kommende Jahr in dem unsere neue Orgel zum Lob Gottes und zur Freude der Zuhörer erklingen wird. Dankbar sind wir auch für Ihre weitere finanzielle Unterstützung, damit die verbleibende Restschuld von 75.000 € getilgt werden kann. Das gelungene Pfarrfest im Anschluss an den sehr gut besuchten Patroziniumsgottesdienst hat den Zusammenhang von Gottesdienstgemeinschaft und lebendiger Gemeinde noch einmal sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Nachdem wir im vergangenen Jahr sehr viel erreichen konnten, stehen wir auch im kommenden Jahr vor neuen 77 Herausforderungen und vor großen Chancen. So gilt es im Besonderen die Pfarrgemeinderatswahlen 2015 vorzubereiten. Diese sind mit einem noch engeren Zusammenwachsen unserer drei Gemeinden und einem gemeinsamen Pfarrgemeinderat verbunden. Wir haben hierbei als Gemeinde St. Verena die Chance den Prozess des weiteren Zusammenwachsens und die neuen Strukturen der Mitverantwortung im vorgegebenen Rahmen aktiv mitzugestalten. Ich möchte alle Gemeindemitglieder ausdrücklich ermutigen und bitten, sich an diesem Prozess zu beteiligen und die angebotenen Informationsmöglichkeiten und auch die Möglichkeit zur Mitarbeit wahrzunehmen.

Zuletzt möchte ich einen Impuls aus der Ansprache von H.H. Weihbischof Wehrle aufgreifen. Er hat uns in seiner Ansprache ermuntert und aufgefordert, einen Perspektivwechsel von der Betrachtung des „Kosten-Nutzen“ Verhältnisses hin zur intensiveren Betrachtung von „Sinn und Bedeutung“ durchzuführen.
Es wäre schön, wenn es uns bei den Herausforderungen im nächsten Jahr gelingen würde, diesen Perspektivwechsel zu vollziehen und auch die damit verbundene Chance nutzen können, unseren lebendigen Glauben nach außen strahlen zu lassen und die Liebe Gottes noch mehr erfahrbar werden zu lassen.


Markus Flaisch
Vorsitzender des Pfarrgemeinderates seit September 2013