Aus dem ehemaligen Kloster St. Katharinen

Eine Spurensuche

In unserer Konstanzer Bodanrückgemeinde befand sich auch bis 1808 das Augustiner-Eremitinnenkloster St. Katharinen. Nur noch wenige spärliche Mauern und Hausreste von dem bedeutenden Klostergebäude sind dort vorhanden, in einem erbärmlichen Zustand, aber zum Teil jetzt denkmalgeschützt. Unsere Pfarrbrief-Chronik vom Jahr 2007 berichtet von Seite 50 bis 53 in einem Beitrag von Heribert Baumann über die Geschichte des Klostergebäudes.

Die wenig vorhandenen Kostbarkeiten der damaligen Klosterkirche sind anderswo zu finden. Mit Interesse machte ich mich auf die Suche von dem, was vom Kloster noch übrig blieb, zumal auch einer meiner bedeutenden Vorgänger, Prälat Martin Schleyer, und Pfarrmitglieder von St. Peter und Paul dort beim „Deklamationsfest“ 1883 in Gesang und Textbeiträgen in Deutsch und sogar in der Sprache „Volapük“ mitwirkten. Der am besten erhaltene Teil der Klosterkirche ist ein Seitenaltar mit der Darstellung der Heiligen Familie; er ist jetzt in der Josefskapelle Konstanz-Egg. Das Hochaltarbild mit Maria, Jesus und den Heiligen Drei Königen ist auch erhalten geblieben in der neu gestalteten Pfarrkirche St. Martin in Altnau/Schweiz. Das geschnitzte Gestühl der Klosterkirche kam in die Pfarrkirche St. Peter und Paul/Litzelstetten und ist jetzt da noch in den Seitenbänken vorhanden. Vermutlich aus St. Katharinen stammen auch zwei kostbar geschnitzte Holzscheiben, die in die Tür des Pfarrhauses von St. Peter und Paul/Litzelstetten eingefügt wurden. Mehr konnte ich nicht mehr auffindig machen.

Das Klosterareal gehört jetzt zur Mainau GmbH mit Mainauwald, Klettergarten und Biergarten, es wird gerne besucht von den Bewohnern der umliegenden Orte und von Gästen der Insel Mainau.

Bernd Zimmermann, Pfarrer